Pro Bahn: GDL-Streik schadet dem Verkehrsmittel Eisenbahn

Der Fahrgastverband PRO BAHN kritisiert die offenbar nicht mehr vermeidbare erneute Arbeitsniederlegung der Gewerkschaft der Lokführer (GDL) als unangemessen und schädlich für das Verkehrsmittel Eisenbahn. Pressesprecher Gerd Aschoff: „Wir bekommen immer mehr den Eindruck, dass es der GDL-Spitze zunehmend darum geht, jeden Kompromiss grundsätzlich in den Wind zu schießen, um mit kämpferischem Anschein die eigenen Reihen fest geschlossen zu halten.“
Der Fahrgastverband registriere immer mehr Anzeichen dafür, dass GDL-Mitglieder den ausufernden Kurs ihres Berufsverbandes nicht mehr mittragen, weil sie befürchten, dass durch solche Streiks Fahrgäste und Ladegut dauerhaft wegbleiben und damit die eigenen Arbeitsplätze gefährdet sind. Bezeichnend sei, dass nun zweifelnde GDL-Mitglieder mit einem höheren Streikgeld bei der Stange zu halten.
Schon bei Streik 8 hatte sich die oppositionelle „Initiative für Demokratie und Rechtstaatlichkeit in der GDL“ von den „Weselsky-Streiks“ ausdrücklich distanziert. „Besonders nachfrageschwache Bahnstrecken könnten eine Abwanderung verärgerter Fahrgästen nicht verkraften und kämen damit einer Stilllegung näher“, beklagt Gerd Aschoff.
PRO BAHN sei entsetzt darüber, wie sich GDL und Deutsche Bahn gegenseitig mit Schuldzuweisungen überziehen und die Belastungen für die Bahnkunden aus dem Auge verlieren. Eine Lösung des Konflikts rücke in weite Ferne. Aschoff: „An einem Verfahren mit externen Vermittlern oder Schlichtern führt kein Weg vorbei.“ (Pressemeldung Pro Bahn, 19.05.15).

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