Information zum ver.di Steik – Brandenburger Verkehrsbetriebe VBBr

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir übermitteln Ihnen die nachfolgende VBBr-Presseinformation und wären Ihnen verbunden, wenn Sie diese in Ihre Informationen für Ihre Leser aufnehmen würden.

Der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) Brandenburg und die Gewerkschaft ver.di haben am 20. Februar 2015 die Lohn-Tarifverhandlungen für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Brandenburg aufgenommen.

In den Tarifverhandlungen wurde klar, dass eine schnelle Einigung nicht zu erwarten ist. Während ver.di darauf verwies, dass sich die Löhne für Bus- und Straßenbahnfahrer in Brandenburg deutsch-landweit im unteren Drittel bewegen und daraus Aufholbedarf ableitete, erklärten die Arbeitgeber, dass sie sich angesichts der konkreten Finanzierungssituation im Land Brandenburg außerstande sehen, spürbare Lohnerhöhungen zu vereinbaren

Ver.di hat nun angekündigt, durch Warnstreiks den Druck auf die Unternehmen zu erhöhen.

Es kann daher sein, dass in den nächsten Tagen auch bei der VBBr ein länger anhaltender Warnstreik von stattfindet.

Wir erwarten allerdings von Ver.di, dass solche Aktionen mindestens am Nachmittag des Vortages pauschal angekündigt werden, so dass gerade beim Schulverkehr die Eltern sensibilisiert sind.

Liebe Fahrgäste, bitte beachten Sie die Hinweise in der Presse und an den Dynamischen Fahrzielanzeigen.

Der genaue Zeitpunkt wird nach Bekanntgabe durch ver.di von uns sofort unter www.vbbr.de und facebook bekanntgegeben.

Ihre

Verkehrsbetriebe Brandenburg an der Havel GmbH

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Warnstreiks in Potsdam und Potsdam-Mittelmark!

(24.2.2015, DBV-Regionalverband Potsdam-Mittelmark) Der öffentliche Nahverkehr in Potsdam und Potsdam-Mittelmark wird bis um 15 Uhr bestreikt. Hierzu erklärt der Regionalverband Potsdam-Mittelmark e. V. des Deutschen Bahnkunden-Verbandes:

Der DBV hat Verständnis für die Anliegen der Beschäftigten im Nahverkehr. Insbesondere teilen wir die geäußerte Kritik an der Landesregierung, welche die für den ÖPNV gedachten Bundesmittel nicht nur für die vorgesehenen Zwecke ausgibt.

Völlig indiskutabel ist aus Sicht des DBV, einen Streik diesen Ausmaßes mit einer Vorlaufzeit von nicht einmal 8 Stunden zu verkünden! Denn in dieser kurzen Zeit wird nur eine Minderheit von der Ankündigung erfahren haben, um sich über Alternativen Gedanken zu machen. Die meisten sehen sich bei Tagesbeginn mit Tatsachen konfrontiert. Insbesondere in den ländlichen Regionen wird der Weg zur Arbeit oder zur Schule unmöglich, weil es keine Alternativen gibt.

Es darf nicht sein, dass jene Menschen, die dem ÖPNV täglich seine Existenzberechtigung geben, faktisch zu Geiseln gemacht werden!

Das Streikrecht ist aus gutem Grund durch die Verfassung gedeckt. Im Falle von Leistungen, die die Daseinsfürsorge betreffen, ist es jedoch unbedingt mit Augenmaß anzuwenden! Der DBV apelliert bei dieser Gelegenheit abermals an die politischen Entscheidungsträger, bei Streiks im ÖPNV eine Grundversorgung gesetzlich festzuschreiben!

Pressekontakt:

Karsten Müller, Vorsitzender des Regionalverbandes, Ruf 01 63 / 5 54 44 94

von Fahrgastinitiative BB Veröffentlicht in Bahn Aktuell

Protest gegen Fernbusempfehlung von Minister Dobrindt

(23.2.2015, DBV-Bundesverband) In einem kürzlich erschienenen Beitrag im Magazin Focus wird Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt mit den Worten zitiert, dass er der Deutschen Bahn AG nur raten könne, „sich diesem Wettbewerb [Fernbusse versus Eisenbahnfernverkehr] aktiv zu stellen und eigene Fernbuslinien weiter auszubauen.“ Gegen diese Aussage protestiert der Präsident des Deutschen Bahnkunden-Verbandes, Gerhard J. Curth, scharf und erinnert, dass es gerade aufgrund der politisch gewollten Ausgestaltung des Fernverkehrsmarktes eben keinen fairen Wettbewerb zwischen den Verkehrsträgern gibt.

„Während die Busse völlig frei von direkten Nutzungsentgelten der Infrastruktur fahren können, also keine Bus-Maut erhoben wird, müssen die Nutzer der Fernverkehrszüge der Deutschen Bahn die Trassenentgelte im Ticketpreis mit bezahlen“, so Curth. Daher fordert der DBV abermals, für gleiche Wettbewerbsbedingungen zu sorgen und entweder alle Verkehrsträger im öffentlichen Personenverkehr von der Maut auszunehmen, also auch die Bahn im Personenverkehr, oder entsprechend eine Bus-Maut einzuführen. Ziel kann nicht sein, noch mehr Verkehre von der Schiene auf die Straße zu verlagern, mit all den volkswirtschaftlichen Nachteilen, die sich bekanntermaßen daraus ergeben.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen Herr Gerhard Curth unter der Telefonnummer 01 77 / 6 65 66 05 gerne zur Verfügung.

von Fahrgastinitiative BB Veröffentlicht in Bahn Aktuell

Keine Nahverkehrszüge mehr zwischen Görlitz (D) und Zgorzelec (Pl) ab 1. März 2015

(23.2.2015) Der DBV-Landesverband Berlin-Brandenburg fordert wiederholt den Brandenburgischen Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD) in seiner Eigenschaft als Koordinator für die deutsch-polnischen Beziehungen auf, sich bei der Bundesregierung, den Verantwortlichen der betroffenen Wojewodschaften und den Verkehrsunternehmen für einen Erhalt und Ausbau der grenzüberschreitenden Verkehrsverbindungen einzusetzen. Wie sollen in Europa Grenzen zwischen den Nationalstaaten nicht nicht mehr bemerkbar werden, wenn Züge an den Staatsgrenzen enden?

So haben sich die angebotenen, grenzüberschreitenden Verkehrsverbindungen auf der Schiene zwischen Deutschland und Polen seit 1989 im Vergleich fast halbiert. Es wird wirklich höchste Eisenbahn, dass sich auch der Verkehrsausschuß des Europäischen Parlamentes mit den negativen Folgen der Kleinstaaterei beschäftigt.

Neuestes Beispiel: ab dem 1. März 2015 sollen keine Züge mehr vom deutschen Teil der Europastadt Görlitz in den polnischen Nachbarteil Zgorzelec fahren. Die polnische Wojewodschaft hat wegen fehlender Gelder zur Finanzierung kurzerhand die Zugverbindungen abbestellt. Damit setzt sich das Sterben von grenzüberschreitenden Verbindungen weiter fort. Seit vielen Jahren gibt es keinen Fernverkehr auf der Schiene mehr zwischen Dresden und Wroclaw, im Dezember 2014 wurde der Eurocity Wawel von Hamburg über Berlin nach Wroclaw ebenfalls eingestellt. Aus den mittleren Teilen Deutschlands ist Südpolen schon heute nur noch mit großen Umwegen und langen Fahrzeiten erreichbar. Auch zwischen Forst (Lausitz) und dem polnischen Zagan gibt es nur noch zwei Zugverbindungen pro Tag. Diese „eisenbahnfreie Zone“ zwischen Zittau und Frankfurt (Oder) ist dann mehr als 200 km lang und bildet ein riesiges Loch im europäischen Eisenbahnnetz.

Der langsame, aber stetige Niedergang der angebotenen regionalen und internationalen Zugverbindungen im Verkehr zwischen Deutschland und Polen zeigt schmerzlich, wo wohl in Zukunft die Potentiale zwischen beiden Nationalstaaten gesehen werden: im Fernbusverkehr.

Pressekontakt: Frank Böhnke, Landesvorsitzender, Ruf 01 77 / 8 93 43 94

Über den Deutschen Bahnkunden-Verband (DBV):

Der DBV ist der bundesweit tätige Dachverband für Bahnkunden im Personen- und Güterverkehr. Er wurde 1990 in Berlin gegründet und hat heute über 7.500 Mitglieder (incl. Mitgliedsverbände). Er ist parteipolitisch neutral und unabhängig. Seine Mitglieder arbeiten ehrenamtlich.

 

Deutscher Bahnkunden-Verband e.V.

von Fahrgastinitiative BB Veröffentlicht in Bahn Aktuell