Baufahrplan RE1 eine Zumutung

Der Baufahrplan vom 1.12. – 12.12.2014 ist ja ein Schlag ins Gesicht der Bahnkunden. Für zwei Wochen kommt es zur Vollsperrung zw. Werder und Potsdam. Der RE 1 wird wie immer über Golm umgeleitet und umfährt damit auch Potsdam, Werder wird mit Bussen an die Station Park Sanssouci angebunden.

Ansonsten gibt es keinen direkten Ersatzverkehr. Der baufahrplan führt dazu noch fachunkundige Bahnbenutzer in die Irre, da der Fahrplan mit zig Ausnahmen und Tagesregelungen gespieckt ist.

Gut 40 Minuten sind zusätzlich einzuplanen, dabei steht man größtenteils nur auf Bahnhöfen herum und das bei den jetzigen Temperaturen. Hier folgt ein Auszug aus einer mail an VBB und DB Regio.

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……..das kann doch nicht Ihr Ernst sein.

20 Minuten Wartezeit in Golm, kein Ersatzzug – sondern die Planleistung aus Wustermark und das bei den jetzt fallenden Temperaturen. Haben Sie schon mal bei Wind und Wetter in Golm gewartet….?  In den Zügen ist die Stimmung dementsprechend.

Warum findet in Golm kein Fahrt Richtungswechsel statt? Die einfachste Lösung und evtl. verbunden mit nur 10 Minuten Verspätung, aber Fahrgäste müssen nicht umsteigen.

Warum bietet man nicht in Golm einen Pendelzug an, der Anschluss an den RE 1 aus BRB/MD bietet? Ein fünfteiliger Talent könnte hier eingesetzt werden.

Man könnte hier mehr tun, als diesen Fahrgastunfreundlichen Fahrplan. DB Regio verdient mit dem RE1 genug, um die Bauarbeiten abzufedern.

Der Busverkehr Werder – Potsdam Park Sanssouci ist eher nur von Regionaler Bedeutung, aber nicht für die Pendler die in die Innenstadt müssen.

Aber auch die Merkwürdigkeit, dass es keine Anschlüsse von Werder zu den RE 1 nach FkO gibt.

Weitere Merkwürdigkeit: Warum setzt man den RE1 ab 17:21 nicht Planmäßig ab Potsdam ein?

Dieser verkehrt mit der Golmer RB gemeinsam und kann bis Golm gekuppelt bleiben und dort entweder gemeinsam weiter nach BRB oder wie üblich getrennt nach BRB verkehren. Dies wäre zumindest eine kleine Abfederung der Missstände.

Solch einen schlechten Baufahrplan hat es schon lange nicht mehr gegeben. Die normale Fahrzeit mit gut 40 Minuten aufzustocken, lange Wartezeiten zu erzeugen, dass zeigt, dass dem EVU die Fahrgäste mehr als egal sind. Es lagen zu wenige Bau Fahrpläne in den Zügen aus, die Infos waren auch eher spärlich. Hier muss nachgebessert werden.

Vor dem Hintergrund der ab Januar steigenden Fahrpreise eine tolle Leistung!

 

 

 

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von Fahrgastinitiative BB Veröffentlicht in Bahn Aktuell

Streik im DB-Personenverkehr: Wer denkt an die mobilitätseingeschränkten Fahrgäste?

(DBV-Bundesverband, 5.11.2014) Mit großer Besorgnis nimmt der DBV-Bundesbeauftragte für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste, Manfred Kurt Vormelker, den unmittelbar bevorstehenden Streik im DB-Personenverkehr zur Kenntnis: „Es ist ein Schlag ins Gesicht für alle Menschen, die auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind und auf Grund ihrer Behinderung kaum Ausweichmöglichkeiten haben.“ Insbesondere die Daseinsfürsorge für diesen Personenkreis sieht er bei einem viertägigen Streik nicht mehr gewährleistet.

Er bekräftigt in diesem Zusammenhang die Forderung des DBV-Bundesvorstandes, dass es im Rahmen von gesetzlichen Notfahrplänen ein Mindestangebot im Nah- und Fernverkehr geben muss. Sonst sind alle behinderten Fahrgäste doppelt aus dem gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen.

Pressekontakt: Manfred Kurt Vormelker, DBV-Beauftragter für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste, Ruf 01 51 / 52 16 76 35

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Pendler – protestiert gegen die GDL Machtspiele

Wenn man sich nicht rührt, kann und muss die GDL auch nicht einlenken. Wir sagen  – ruft bei der GDL an, diskutiert mit den streikenden Lokführern (wenn man zur Streikzeit welche findet), mailt euren Unmut – denn nur dann versteht die Gewerkschaft, was draußen los ist.

letztlich bezahlen wir Kunden doppelrt, mit unseren Stunden, wo wir nicht arbeiten können und letztlich die Lohnerhöhung, welche unsere „armen“ lokführer wieder mal erhalten.

Problem ist und bleibt aber nicht der finazuielle Tarifabschluss, sondern die GDL führt ein Kampf gegen eine andere Hewerkschaft…..

 

Link: www.gdl.de (unter Vor Ort sind die regionalen Ansprechpartner)

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GDL tickt aus – erneut Streikwelle

Jetzt hakt es bei der GDL nun entgültig. Es ist kein Arbeitskampf, es ist ein machtkampf von Weselsky gegenüber der Gewerkschaft EVG und der Deutschen Bahn. Verlierer sind zum Schluss die Bahnkunden und wohl auch das Zugpersonal.

Die Fernbusse freuen sich, 20% mehr Fahrten werden angeboten, im Fernbusnetz wurden von privaten Betreibern zusätzliche Busse angemietet bzw. beauftragt. Das bedeudet, die GDL vernichtet mit ihren Aktionen die eigenen Arbeitsplätze. Aber ich vermute mal, dass interessiert die Gewerkschaftler der GDL auch nicht, denn Macht zu haben und diese auszuspielen, dass hat ganz andere Beigeschmäcker…

Letztlich wird auf dem Rücken der Bahnkunden alles ausgetragen. Vor allem die Pendler trifft es wieder hart, sind diese doch auf die Bahn angewiesen und wollen pünktlich am Arbeitsplatz ankommen. Schüler werden stehen gelassen, wer trägt dafür die Verantwortung, wenn etwas passiert?

Die Bahnkunden warten auf das Einheitstarifgesetz – uns Pendler wäre ja schon geholfen, wenn die GDL auch einen Notfallfahrplan unterstützen würde und so wenigstens den Nahverkehr ein Grundgerüst ermöglichen würde…..

Aber solange die GDL im selbst genannten „Kampfmodus“ steht, ist da nichts zu erwarten. Ein Schaden für die gesamte Gewerkschaftsarbeit.

 

Thomas Stranz

 

 

 

 

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