ZVNL weist Kritik an Förderung ÖPNV-Verknüpfung am Bahnhof Taucha zurück

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Mit Unverständnis hat der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig auf die Kritik des Sächsischen Rechnungshofes zu Standard und Dimensionierung der auch vom ZVNL mit rd. 360.000 € geförderten ÖPNVVerknüpfungsstelle am Bahnhof Taucha reagiert. „Der Sächsische Rechnungshof hat sich offensichtlich nicht die Mühe gemacht, mit allen Verantwortlichen wie z. B. dem ZVNL vor Ort die Situation zu erörtern. Obwohl die Stadt Taucha im Vorfeld alle Aspekte erläutert hatte, entspricht der Bericht auch nicht der Realität“ kritisiert der Geschäftsführer des ZVNL, Oliver Mietzsch, die Ausführungen des Sächsischen Rechnungshofes.
Der Hauptkritikpunkt einer geringen bis fehlenden Auslastung der P+RPlätze entbehrt jeglicher Grundlage. Basis für den Bau war eine wissenschaftliche Studie zu den benötigten Kapazitäten, die dem Rechnungshof auch vorlag. Das Ergebnis dieser Studie wurde umgesetzt. Die Prüfer vom Landesrechnungshof haben verkannt, dass sich die Fläche neben der neuen ÖPNV-Verknüpfungsstelle Taucha seit mehreren Jahren im Privatbesitz befinde und daher bei der Bemessung eines öffentlichen Park&Ride- Parkplatzes gerade nicht berücksichtigt werden konnte. Dieser Eigentümer hat sein Grundstück zwischenzeitlich eingezäunt, so dass nunmehr die neue P+R-Anlage vollumfänglich genutzt wird.
Diese Eigentumsverhältnisse und deren Entwicklung war dem ZVNL bekannt und wurde im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung entsprechend in die Planung einbezogen. Der normgerechte Ausbau der angrenzenden maroden Straße wäre unter Beachtung der Funktion des neuen Busbahnhofes in keinem Fall günstiger gewesen. Auch der regelmäßig im Eisenbahnnetz in und um Leipzig statt findende Schienenersatzverkehr zeigt selbstredend die Notwendigkeit einer barrierefreien Haltestelle für den SEV. Hier verkennt der Rechnungshof, dass es sich beim Schienenersatzverkehr mit Bussen in der Regel um parallel verlaufende Maßnahmen handelt, so dass hierfür nicht auf die regulären Bussteige zurückgegriffen werden kann, da dort die Linienbusse zum barrierefreien Umsteigen warten, ergänzt Bernd Irrgang, der im ZVNL das Projektmanagement verantwortet.
„Durch eine Rückfrage der Prüfer bei den Verantwortlichen vor Ort hätten diese Missverständnisse leicht verhindert werden können“, so Zweckverbandsgeschäftsführer Oliver Mietzsch. (Pressemeldung ZVNL, 20.10.14)

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