Dank GDL sind Bahnkunden Opfer des Streiks

Auch wenn die GDL immer wieder darauf verweist, dass ja die Gewerkschaft nicht Schuld wäre, sondern das schlechte Angebot der Bahn – der Streik trifft vor allem die falschen Personen.

So trifft es heute die Pendler, die teilwiese noch nicht wissen, wie sie nach Hause kommen. Die wenigen Züge die verkehren sind überfüllt und es kommt durch den Unmut der Fahrgäste zu Übergriffen. Das alles hat die GDL zu verantworten und kümmert sich nicht um die Probleme der Fahrgäste. Im Telefonat mit der GDL Berlin/ Brandenburg war ich sogar verhöhnt wurden, weil ich kein Verständnis für die Maßnahmen der GDL zeigen konnte und wollte.  Doch die Umfragen zeigen, dass das Verständnis in der Bevölkerung im allgemeinen sehr niedrig ist, diesmal überspannt die GDL den Bogen und schafft sich damit selber ab.

Wir können nur alle  Bahnreisende aufrufen, sich bei der GDL zu beschweren und zu tzeigen, dass man sich nicht solidarisiert und das man nicht als Erpressungspotential ausgenutzt werden möchte.

 

 

Werbeanzeigen
von Fahrgastinitiative BB Veröffentlicht in Bahn Aktuell

Deutsche Bahn: Streik der GDL – gültiger Fahrplan abrufbar

Die Deutsche Bahn versucht mit allen Mitteln, die Auswirkungen des Streiks für die Fahrgäste abzumildern. Deshalb verkehren seit Donnerstag Morgen nicht nur die Züge des Fernverkehrs nach einem Ersatzfahrplan, ab 09:00 Uhr fahren wir auch im Regionalverkehr mit einem eingeschränkten Fahrplan. Eine Ausnahme bildet Bayern, wo es bis 14 Uhr nur vereinzelt bei der S-Bahn München zu Einschränkungen kommt.
Ziel ist es trotz Streiks so viele Reisende wie möglich ans Ziel zu bringen. Die Deutsche Bahn bedauert ganz besonders, dass es voraussichtlich auch im Schülerverkehr Engpässe geben wird. Soweit möglich, werden die Schulen darüber informiert. Auch im Fernverkehr gilt weiterhin der ausgedünnte Ersatzfahrplan. Diese Sonderfahrpläne haben auch den Zweck, die Auswirkungen auf den wieder anlaufenden Verkehr am Donnerstag Morgen nach Streikende so gering wie möglich zu halten.
Die gültigen Zugverbindungen sind in unserer Liveauskunft abrufbar. Zusätzlich zur allgemeinen Servicenummer unter 0180 6 99 66 33 (20ct/Anruf aus dem Festnetz, Tarife bei Mobilfunk max. 60ct/Anruf) wird ab 8 Uhr eine kostenlose Servicenummer unter 08000 99 66 33 geschaltet (Pressemeldung Deutsche Bahn, 15.10.14).

von Fahrgastinitiative BB Veröffentlicht in Bahn Aktuell

Deutsche Bahn: Fernverkehr mit Ersatzfahrplan unterwegs

Die Bahn weist die Reisenden darauf hin, dass bereits ab Mittwochmorgen die Züge des Fernverkehrs (IC, EC und ICE) mit einem Ersatzfahrplan unterwegs sind. Mit diesem eingeschränkten Fahrplan versucht die DB, trotz des angekündigten bundesweiten Streiks so viele Reisende wie möglich ans Ziel zu bringen. Die morgen gültigen Zugverbindungen sind ab sofort unter www.bahn.de abrufbar.
Die Gewerkschaft der Lokomotivführer hat angekündigt, morgen, 15.10.2014, ab 14 Uhr bis Donnerstag, 16.10.2014, 4 Uhr bundesweit zu streiken. Fahrgäste, die aufgrund von streikbedingten Zugausfällen, Verspätungen oder Anschlussverlusten ihre Reise nicht wie geplant durchführen können, können ihre Fahrkarte und Reservierung im DB Reisezentrum oder in den DB Agenturen kostenlos erstatten lassen. Alternativ können Reisende den nächsten – auch höherwertigen – Zug nutzen. In diesem Fall wird bei zuggebundenen Angeboten, wie beispielsweise Sparpreis-Tickets, auch die Zugbindung aufgehoben. Ausgenommen hiervon sind regionale Angebote mit erheblich ermäßigtem Fahrpreis (Schönes Wochenende-, Quer-durchs-Land- oder Länder-Tickets) sowie reservierungspflichtige Züge. Ergänzend zu den freiwilligen Kulanzregelungen der DB können die betroffenen Fahrgäste auch die gesetzlichen Fahrgastrechte in Anspruch nehmen.
Das Service-Personal in den Bahnhöfen, in den Betriebszentralen und Transportleitungen sowie bei der Reisendeninformation wird morgen und übermorgen erneut verstärkt (Pressemeldung Deutsche Bahn, 15.10.14).

von Fahrgastinitiative BB Veröffentlicht in Bahn Aktuell

Deutsche Bahn: Kein Verständnis für erneuten Streikaufruf der GDL

„Die GDL sollte verhandeln statt streiken! Wenn die GDL es ernst meint mit ihrer Kompromissbereitschaft, dann sollte sie mit uns reden. Angesichts der Vielzahl an Angeboten und Vorschlägen, die seitens der Deutschen Bahn an die GDL gemacht worden sind, ist es ein starkes Stück zu behaupten, die DB wolle nicht über Inhalte sprechen. Jetzt zu streiken, ist völlig unverständlich und bringt uns in der Sache nicht weiter. “ (Pressemeldung Deutsche Bahn, 15.10.14).

von Fahrgastinitiative BB Veröffentlicht in Bahn Aktuell

Allianz pro Schien: Preiskampf mit Fernbuslinien ruiniert Geschäft

Der harte Preiskampf zwischen Bahn und Fernbus hat mit dem Aus für den Interconnex-Zug ein erstes Opfer gefordert. „Für die Reisenden in Deutschland ist das ein trauriger Tag“, sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, am Dienstag in Berlin. „Mit dem Veolia-Zug Interconnex verlässt der einzige Konkurrent der Deutschen Bahn im Fernverkehr die Bühne. Solange Fernbusse von der Politik künstlich billig gehalten und von der Mautpflicht befreit bleiben, wird auch kein neuer Anbieter auf der Schiene diesen ruinösen Preiskampf aufnehmen können“, sagte Flege. Veolia Verkehr hatte am Vormittag angekündigt, den Fernverkehrszug Interconnex auf der Strecke Leipzig – Rostock zum 13. Dezember einzustellen. Als Grund nannte das französische Unternehmen sinkende Fahrgastzahlen und einen wachsenden Preisdruck durch parallel verkehrende Fernbuslinien, deren Kampfpreise der Interconnex wegen steigender Trassengebühren nicht unterbieten könne.
Der Allianz pro Schiene-Geschäftsführer erinnerte daran, dass die Bundesregierung bei der Liberalisierung des Fernbusverkehrs vor drei Jahren versprochen hatte, dass die Deutschen ab sofort mehr Wahlfreiheit im Fernverkehr haben sollten. Kannibalisierungseffekte zwischen Bahn und Bus habe das Verkehrsministerium ausdrücklich ausgeschlossen. „Diese Versprechen haben sich nicht erfüllt. Die Fahrgäste profitieren nicht von einem Wettbewerb, der systematisch zu Lasten der Bahn verzerrt ist“, sagte Flege. „Am Ende haben die Deutschen nicht mehr, sondern weniger Auswahl.“
Die Allianz pro Schiene warnte auch vor möglichen Spätfolgen, die das weitgespannte Fernbusnetz für die Infrastrukturpolitik des Bundes haben könnte: „Beim Ausbau des Schienennetzes, kann sich der Bund künftig aus der Verantwortung stehlen“, sagte Flege. „Der Fernbus fungiert dann als günstiger Bypass, um Löcher in dem ohnehin unzulänglich ausgebauten Schienennetz nicht flicken zu müssen“, kritisierte der Allianz pro Schiene-Geschäftsführer. „Die Konsequenz: Die Straßen verstopfen noch mehr als bisher, während der Steuerzahler die Zeche für die mautfreien Billig-Busse zahlen muss.“
Angesichts des Interconnex-Rückzuges forderte die Allianz pro Schiene den Bundesverkehrsminister auf, die Fernbusse ab sofort in die Maut-Pflicht zu nehmen. Die im Koalitionsvertrag für 2017 angepeilte Evaluierung des Fernbusgesetzes solle vorgezogen werden. „Der Interconnex ist ein Menetekel: Ein eigenwirtschaftlicher Fernverkehr auf der Schiene ist in Deutschland zur Zeit kaum möglich. Das kann politisch nicht gewollt sein.“ (Pressemeldung Allianz pro Schiene, 15.10.14).

von Fahrgastinitiative BB Veröffentlicht in Bahn Aktuell

DBV: Wettbewerb im Personenfernverkehr als Ziel der Bahnreform ist gescheitert

„Der Wettbewerb im Personenfernverkehr als Ziel der Bahnreform ist gescheitert“ So kommentiert der Deutsche Bahnkunden-Verband e.V. das Aus für den privaten Fernverkehrszug InterConnex, der zwölf Jahre lang als preisgünstige und fast genau so schnelle Alternative zum ICE Sachsen, Berlin-Brandenburg und die Ostseeküste miteinander verband.
Die neu entstandene mautbefreite Fernbuskonkurrenz machte dem Betreiber Veolia Verkehr ebenso zu schaffen wie ständig steigende Preise für die Nutzung der durch den de-facto-Monopolisten Deutsche Bahn AG betriebenen Infrastruktur, die die Strecke und die Stationen umfasst.
Diese Nutzungsentgelte für die Schieneninfrastruktur sind auch eine Maut. Zur Gewährung der Chancengleichheit im intermodalen Wettbewerb fordert der DBV eine Befreiung des öffentlichen Personenverkehrs mit Bahnen von Maut, Trassenpreisen und Stationsentgelten. Das wäre ein überfälliges Bekenntnis zum öffentlichen Verkehr als sozial- und umweltverträgliche Alternative zum Auto.
Die zweitbeste Lösung wäre es, auch die Busse mit einer Maut zu belegen. Damit hätte man wenigstens Chancengleichheit zwischen Bahn und Bus erreicht. Die gegenwärtige einseitige Bevorzugung des Busverkehrs durch die Politik ist durch kein sachliches Argument zu begründen. Vielmehr verhindert sie die Entwickung von Alternativen zur Deutschen Bahn im Personenfernverkehr und schadet dem Verkehrsmittel Eisenbahn insgesamt.
Bei Fortsetzung des gegenwärtigen Kurses ist das Verschwinden der wenigen verbleibenden privaten Fernzüge vermutlich nur eine Frage der Zeit. (Pressemeldung DBV, 15.10.14).

von Fahrgastinitiative BB Veröffentlicht in Bahn Aktuell

InterConnex: Ein rabenschwarzer Tag


 Ein rabenschwarzer Tag für den umweltfreundlichen Bahnverkehr in Deutschland ist der heutige Dienstag. Die Veolia Verkehr GmbH hat bekanntgegeben, dass sie ihren Fernverkehrszug „Interconnex“, der täglich von Leipzig über Berlin nach Warnemünde an die Ostsee fährt, zum Fahrplanwechsel am 13.12.2014 einstellen wird.
12 Jahre fuhr der erste privatwirtschaftlich betriebene Fernverkehrszug in Deutschland. Die Verbindung stand fast jährlich „auf der Kippe“, weil er nie im gewünschten Umfang rentabel war. Der Interconnex ist ein Opfer des Bundespolitik geworden, weil sie sich nie ernsthaft um den Wettbewerb im Schienenfernverkehr gekümmert hat und neuerdings den Fernbus lieber den päppelt.
Für den DBV-Landesverband Berlin-Brandenburg kommt das Aus nicht völlig überraschend. Jetzt bleibt als einzige Möglichkeit für Berliner und Brandenburger zur Fahrt an die Ostsee der Regionalexpress, der aber eher durch Nahverkehrsstandards glänzt. In der Sommer- und Reisesaison heißt das über 2,5 Stunden Fahrzeit mit einer Bequemlichkeit, die an die Hamsterfahrten im Nachkriegsdeutschland erinnert.
Die Bundesländer sind an dieser Entwicklung nicht ganz unschuldig. Nach dem Rückzug der DB Fernverkehr sind sie allzuschnell mit der Bestellung eigener Nahverkehrsleistungen eingesprungen. Hier hätte es, Bayern hat es mit dem „Alex“ und Niedersachsen mit dem „Metronom“ vorgemacht, neuer Konzepte bedurft. Aber Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern waren hierzu nie bereit. Konzepte, bei denen sie solche Verkehre mitfinanziert hätten, hätten letztendlich sogar Geld gespart und tatsächlich die Bahnfahrt attraktiver gemacht (Pressemeldung DBV, 15.10.14).

von Fahrgastinitiative BB Veröffentlicht in Bahn Aktuell