Brandenburg – Keine Fahrpreiserhöhungen in 2014?

(11.3.2014) Des einen Freud, des anderen Leid. Nach Zeitungsberichten soll es in diesem Jahr keine Fahrpreiserhöhungen geben. Für die Fahrgäste eine gute Nachricht. Die im Herbst anstehenden Landtagswahlen in Brandenburg sollen es möglich machen. Schließlich wollen SPD und Linke, die zur Zeit die Regierung in Brandenburg stellen, wiedergewählt werden. Und da ist es selbstverständlich, dass auf unliebsame Maßnahmen vorher verzichtet wird. Die Unterfinanzierung des Straßenbahn- und Busverkehrs, insbesondere in Brandenburg, wird damit verfestigt.

Die andere Seite der Medaillie: die Probleme werden durch das fehlende Geld bei den Brandenburger Verkehrsunternehmen größer. Denn das Land Brandenburg zieht sich seit einigen Jahren immer weiter aus seiner finanziellen Verantwortung zurück. Erst vor wenigen Tagen hat eine Änderung des Brandenburger ÖPNV-Gesetzes mit Mehrheit aus SPD und Linker den Landtag passiert und die Infrastrukturförderung für die Brandenburger Straßenbahnbetriebe und Eberswalde mit seinem Obus ist von 17,1 Millionen Euro 2013 auf 5 Millionen Euro jährlich ab 2014 dauerhaft zusammengedampft. Auch insgesamt sieht es düster aus für den Brandenburger ÖPNV. Die Zuschüsse an die kommunalen Aufgabenträger sinken von 100,7 Millionen Euro in 2011 auf 90,0 Millionen Euro ab 2014. Demgegenüber scheint sich Berlin seiner Verantwortung bewusst zu sein und stockt ein wenig auf: von 775,4 Millionen Euro (2013) auf 789 Millionen Euro 2015.

Der DBV-Landesverband freut sich einerseits mit dem Fahrgästen, die von einer Preiserhöhung verschont bleiben könnten. Andererseits sieht er mit großer Sorge, dass es durch zurückgehende oder kaum steigende Zuschüsse der Länder Berlin und Brandenburg den Unternehmen immer schwieriger gemacht wird, ein attraktives Angebot zu unterbreiten.

Pressekontakt: Frank Böhnke, Landesvorsitzender, Ruf 01 77 / 8 93 43 94

 

 

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von Fahrgastinitiative BB Veröffentlicht in Bahn Aktuell

Usedom-Express wird eingestellt

In diesem Jahr wird es keinen Usedom Express mehr geben, welcher Berlin mit seiner „Badewanne“ Usedom verbunden hat. Der Zug wurde eigenwirtschaftlich betrieben und verkehrte Freitags und Sonntags mit GTW 2/6, aber auch mit 628.

Das der Zug kein großer Erfolg wurde, hat die DB Regio selber zu verantworten. Tariflich gab es kaum verlockende Angebote und der Einsatz von Triebwagen, welche für Nebenstrecken gedacht sind, ist auf der doch recht langen Strecke nicht unbedingt angenehm im Sitzkomfort.

Statt Angebote auszubauen, überlässt die DB Regio hier nun die Direktverbindung noch dem verbliebenem IC Paar, welches auch kaum zukunftsfähig zu sein scheint. Aber auch der Fernbus wird hier sich probieren. Hoffnung dürfen erst wieder gesetzt werden, sollte die Verbindung über Karnim wieder hergestellt werden.

Schade, dass die Verantwortlichen nicht mit Marketingaktionen das Zugangebot bekanter gemacht haben.

 

von Fahrgastinitiative BB Veröffentlicht in Bahn Aktuell