Sachsen: Protestfahrt gegen die drohende Abbestellung Döbeln – Nossen – Meißen

Über 140 Fahrgäste im VT 642 und viele weitere Menschen waren zu Protesten an den Bahnhöfen Nossen, Roßwein und Döbeln am Abend des 5. März  gekommen. Sie protestierten gegen die Abbestellung des SPNVs zwischen  Döbeln, Nosse und Meißen. Fotos Matthias Gröll.
Über 140 Fahrgäste waren bei der angekündigten Protestfahrt am 5. März  2014 im VT 642 der DB Regio AG zwischen Döbeln und Nossen unterwegs und sie sind gewillt das täglich zu  machen! Wenn die Politik dafür endlich Sorge trägt, einen attraktiven Bahnverkehr zu bestellen.
Eine  Einstellung entspricht nicht dem Bürgerwillen der Menschen im  Einzugsgebiet der Bahnstrecke Meißen – Nossen – Roßwein. Sie appellieren an den Zweckverband Verkehrsverbund Mittelsachsen, dass dieser sich am 7. März  für die Bahnstrecke entscheidet. Der Protest gilt aber auch dem Verkehrsverbund Oberelbe und der bereits  getroffenen Entscheidung, den SPNV zwischen Meißen und Nossen einzustellen.
Das aktuelle Bahnangebot ist weder attraktiv noch funktioniert die  Infrastruktur überhaupt: Defekte Fahrkartenautomaten, defekte Entwerter  und keine Zugbegleiter bestimmten das Bild der Protestfahrt am Abend des  5. März 2014. Dass der Busverkehr in diesem Bereich auf keinster Weise  eine Alternative ist, zeigen ebenso die leeren Omnibusse.
Weiterhin und noch bis 11. April 2014 besteht die Möglichkeit gegen die  Abbestellung des SPNV-Angebotes zu unterschreiben:  https://www.openpetition.de/petition/online/fuer-den-erhalt-der-bahnverbindung-nossen-rosswein-doebeln (Pressemeldung  Peter Wunderwald, Nossen, 07.03.14).

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von Fahrgastinitiative BB Veröffentlicht in Bahn Aktuell

Onlinepetition für den Erhalt der Bahnstrecke Döbeln-Nossen-Meißen-(Dresden)

Für alle die nicht die Möglichkeit haben, sich in Nossen, Roßwein, Döbeln und Umgebung in eine der zahlreich ausliegenden Unterschriftslisten für den Erhalt der Bahnverbindung Nossen – Roßwein – Döbeln einzutragen, hat die Bürgerinitiative um den Nossener Stadtrat, Peter Wunderwald eine Alternative in Form einer Onlinepetition geschaffen.

Onlinepetition den Erhalt der Bahn Nossen – Roßwein- Döbeln zum Mitmachen und Weitersagen

von Fahrgastinitiative BB Veröffentlicht in Bahn Aktuell

Bahnstrecke Döbeln – Nossen wird 2015 abbestellt – Petition gestartet

Fast wie zu erwarten – nach dem Zweckverband VVO hat nun auch der Zweckverband VMS das nächste Stück der Salami an der Bahnstrecke Leipzig – Döbeln-Dresden abgeschnitten. Der Schwachsinn – 5 Zwecjverbände in einem relativ kleinen Bundesland zu halten, schafft damit weitere Tatsachen, dass solche Strukturen nicht funktionieren.  Bleibt die Frage, wie nun der dritte Zweckvera´nd an dieser Strecke – der ZVNL – handeln wird. Denn es ist doch auch hier nur eine Frage der Zeirt, wann der Abschnitt Grimma – Döbeln zur Disposition steht. Damit wird im einstigen Bahnland Sachsen Infrastruktur für die Zukunft zerstört. Wie schon die Muldetalbahn Glauchau – Großbothen, welche für Tourismus einst eine große Bedeutung besaß, wird nun im Tal der Freiberger Mulde die ebenefalls touristisch hochwertige Verbindung gekappt. Das der Rückgang der Fahrgastzahlen hausgemachte Probleme der Zweckverbände sind, dass interessiert Morlok (FDP und Verkehrsminister) überhaupt nicht. hauptsache der Wandel vom Bahnland uns Autoland Sachsen wird nicht behindert.

Nun gibt es den Rettungsversuch über eine Petition, diese Bahnstrecke zu retten. Wir haben uns schon in die Liste eingetragen, vielleicht gibt es weitere Befürworter dieser verbindung. mehr nun von Herrn Wunderwald.

Gern möchte ich Sie auf dem Laufenden halten: Der Zweckverband Verkehrsverbund Mittelsachsen hat heute, am 6. März 2014 gegen den Erhalt der Bahnstrecke Döbeln – Nossen gestimmt! Damit wird der Zugverkehr Ende 2015 enden.

Über 9000 Unterschriften haben wir vorgelegt, Unterschriften welche die Vertreter der Verbandsversammlung in absolut unpassender Art und Weise einfach übergangen haben und so gegen unseren Willen, den Erhalt und Ausbau der Strecke zu einem
attraktiven SPNV-Angebot, entschieden haben!

Unabhängig davon wird diese Petition bis zum 11. April weiterlaufen, jeder der noch nicht unterschrieben hat kann dies hier weiterhin tun! Denn wir wollen die symbolträchtigen 10.000 Stimmen auf alle Fälle noch erreichen – Um so noch eindrucksvoller die Verbundenheit der Menschen mit der zweiten Leipzig-Dresdner Eisenbahn zu verdeutlichen.

Unterzeichnen Sie jetzt erst recht!

Herzliche Grüße
Peter Wunderwald

Alle weiteren Informationen zur Petition erhalten Sie unter diesem Link:

https://www.openpetition.de/petition/online/fuer-den-erhalt-der-bahnverbindung-nossen-rosswein-doebeln

Dies ist ein Service von openPetition

von Fahrgastinitiative BB Veröffentlicht in Bahn Aktuell

Kommt Bewegung in die unzureichende ÖPNV-Anbindung Berlins mit seinem Umland?

DBV-Regionalverband Potsdam-Mittelmark

(7.3.2014) Zehntausende von täglichen Pendlern sind Beleg für die Notwendigkeit von neuen Verbindungen

Der DBV Potsdam-Mittelmark begrüßt die bekannt gewordenen positiven Ansätze für die Realisierung einer Regionalstadtbahn in der Region um Potsdam. Wenn die Arbeitsgruppe Verkehr, bestehend aus den Kommunen Potsdam, Kleinmachnow, Nuthetal, Schwielowsee, Stahnsdorf, Teltow und Werder jetzt festgestellt hat, dass auch eine Zweisystem-Straßenbahn zu weniger Straßenverkehr führen kann, ist das ein gutes Zeichen. Der DBV hofft, dass den ersten Arbeitsergebnissen schnell auch Taten folgen und alle Aktivitäten nicht sofort nach der Landtagswahl verpuffen.

Erfreulich das man nach einer ersten Untersuchung in den 1990er Jahren nun wieder über diese innovative und fahrgastfreundliche ÖPNV-Lösung nachdenkt. Bei aller Freude müssen wir aber anmerken, dass die Politiker dieses Projekt auch finanziell unterstützen müssen. Eine Zweisystembahn, die in der Stadt als Straßenbahn im Straßenraum fährt und an der Stadtgrenze auf die Gleise der DB AG wechselt, ist andernorts seit vielen Jahren Realität und nicht mehr wegzudenken. Die Menschen in den Städten und Umlandgemeinden von Kassel, Karlsruhe oder Saarbrücken profitieren jeden Tag von dieser Technik.

Warum könnte nicht auch die Straßenbahn in Potsdam an der Stadtgrenze auf die Gleise der DB AG wechseln und dann in Richtung Teltow, Kleinmachnow oder Stahnsdorf fahren? Das Totschlagargument aus dem Brandenburger Verkehrsministerium, hierfür sei kein Geld da, verkennt die positive Wirkung eines guten ÖPNV und die Entlastung des Straßennetzes. Klar dürfte allen Beteiligten sein, dass nur ein Mix aus allen Maßnahmen den Autoverkehr von und nach Berlin eindämmt. Hierzu können Ausbau und Verdichtung des Regional- und S-Bahn-Netzes, des Straßenbahn- und Busverkehrs sowie natürlich auch die Förderung des Fahrrad- und Fußgängerverkehrs gehören. Alles gehört auf den Prüfstand!

Doch zuvor bedarf es Umbauten im Potsdamer Straßenbahnnetz und Fahrzeugneubeschaffungen. Zusätzlich sollte man über mehrere Linien nachdenken um mit einem Netz effektiver fahren zu können. Dabei halten wir die vorurteilsfreie Prüfung von Verbindungen in Richtung Teltow/Stahnsdorf/Kleinmachnow bzw. innerhalb dieses Gebietes für wünschenswert. Selbst die Verbindung von „Friedhofsbahn“ und „Stammbahn“ mit Erschließung von Dreilinden und Anbindung nach Zehlendorf halten wir für eine prüfenswerte Option.

Die Initiative der Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium und Potsdamerin, Katherina Reiche, ist begrüßenswert. Anstatt jedoch alleine das Land Brandenburg zu kritisieren und als Alleinschuldigen auszumachen, sollte Frau Reiche als Bundespolitikerin vielleicht eine vermittelnde Rolle zwischen den Interessen aller Beteiligten übernehmen. Der DBV wird die Diskussion weiter aufmerksam verfolgen und ist selbstverständlich auch zur Mitarbeit bereit.

Eine Lösung der bestehenden Verkehrsprobleme wird keinesfalls dadurch erreicht, indem im Berliner Speckgürtel hunderte weiterer P&R-Parkplätze gebaut werden. Diese Flächen sind sinnvoller für Wohnungsbau oder Gewerbe zu nutzen. Stattdessen, so die Vorstellung des DBV, muss bei Bedarf der Busverkehr zu den Bahnhöfen des Regionalverkehrs verbessert werden.

Pressekontakt: Karsten Müller, Landesvorsitzender, Ruf 01 63 / 5 54 33 94

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