BUGA 2015 Fahrzeugwerbung

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Am 19.02.2014 wurde die erste Brandenburger Tram mit BUGA 2015 Werbung übergeben. Die Werbefolie ist leider im Niederflurteil wieder über die Fenster gezogen und Nutzer wissen, dass es nicht immer angenehm ist, wenn man durch die Lochfolie schielen muss.

Insgesamt ist aber das Design gelungen und wir hoffen, dass weitere Fahrzeuge für BUGA und ÖPNV werben, da bislang das BUGA Verkehrskonzept eher recht schwach ausgeprägt ist.

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Schon 2012 wurde für den Einsatz vor dem RE 1 (Magdeburg – Frankfurt O.) eine 182 im BUGA Werbekleid verpackt. Schüler gestalteten das Thema und so fährt seitdem diese interessante Lok durch Brandenburg.

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von Fahrgastinitiative BB Veröffentlicht in Bahn Aktuell

HBF Brandenburg – Gutes und Schlechtes vom Umbau

Der Brandenburger Hauptbahnhof wird fit gemacht. Die BUGA sorgt für eine seltene Revitalisierung des Bahnhofes und seinem Umfeld. Leider wurden Chancen vertan, die ÖPNV Verkehrsträger zu verschmelzen. Aus finanziellen Gründen bleibt die Tram hinter der vierspurigen Bundesstraße und die Ampelphasen sorgen für Stress, sollte der Anschluss knapp sein.

Dafür schaut die Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes schon gut aus. Auch das Bahnhofsgebäude kann sich sehen lassen. Allerdings hatten die Pendler viel über sich ergehen lassen müssen. Die Planer hatten schlichtweg mit den „störenden“ Bahnkunden zu tun. Aber die FIABB war stetig dabei mit Hinweisen und vor allem die VBBR und die SPD Fraktion der Stadt hatte uns hier dankenswerterweise unterstützt.

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Leider nicht ausbaubar – wegen der begrenzten Bahnsteiglängen können die RE 1 Züge nicht auf mehr Wagen verstärkt werden. Im Sommer herrschen chaotische Zustände, wenn Fahrradgruppen auf den Berufsverkehr stoßen. In Brandenburg ist Geiz eben ungeil….

 

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Das modernisierte Empfangsgebäude – Spannend wird es, wie die Geschäfte im Gebäude angenommen werden. Im Vordergrund entsteht der neue Eingangsbereich. Wir hoffen, dass die graue Betonwand noch gestaltet wird.

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Gut – Die neuen Sitzmöbel sehen ansprechend aus. Allerdings muss das Holz auch gepflegt werden. Außerdem ist diese Bank etwas zu nahe der vielbefahrenen Umgehungsstraße gebaut wurden.

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Ansprechend – Das völlig entkernte Gebäude schaut schon recht gut aus, auch der Vorplatz schafft Eindruck, aber wären hier Bus und Tram nicht angebrachter?

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Schlecht – Bahnhof der langen Wege! Vom Gleis 5 bis zum letzten Bussteig bzw. Tram Haltestelle ist man schon ein ganzes Stück unterwegs. Moderne ÖPNV Schnittstellen sehen anders aus.  Wenn man noch bedenkt, dass Reisende hier mit Gepäck unterwegs sind oder durch Verspätungen der Anschluss wackelt….

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Mehr Schein als Sein – Das scheinbare Tor zur Stadt. Man wird modern und großstädtisch empfangen, doch die Fortführung dieser Straße endet in einer Nebenstraße.

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Nicht für Fahrgäste gedacht – Der neue ZOB ist zu weit weg, dass Dach zu hoch und zu lang. Allerdings schaut das ganze recht gut aus. Zu mehr taugt es nicht. Warum wird ohne die Nutzer geplant?

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Bahnhof der langen Wege – Der lange Weg vom Zug zum ZOB. Dafür wurden um die vorhandenen Platanen Sitzbänke geschaffen.

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Schön aber Nutzlos – Ein riesiges langes Dach zeichnet den Busbahnhof aus. Aber es ist zu lang, da man nur einseitig hier die Bussteige anbaute. Egal wohl, wie lang die Fahrgäste zwischen den Verkehrsträgern brauchten. Das Dach ist auch zu hoch, denn Regen, Schnee und Wind können hier toll umhertoben.

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Für Goldfische? – Gar ein Witz sind die windgeschützten Glaskästen um die wenigen Sitzelemente. Hier hat man das Alibi für Wetterschutz, nur reichen diese nicht aus. Ich wette, dass die Planer diese nie im Alltag erlebt haben. Der Bussteig ist schlichtweg eine Fehlkonstruktion.

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Ein kürzeres Dach mit Mittelage hätte hier mehr gebracht. Schön ist nicht immer nützlich.

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Hier noch einmal die Dimensionen des ZOB

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Sehr Gut – der alte Radsatz blieb erhalten. Der Radsatz wurde am ZOB wieder aufgestellt. Allerdings hätte man ein wenig Farbe spendieren können.

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Panoptikum – Eigentlich werden Radwege mit roten Steinen markiert. Aber am Kreuzungsbereich des ZOB geht alles drunter und drüber. Da senkt man links das Niveau zur Straße, da hier der Radweg die Seite wechselt. Aber geradeaus und mit einem weiteren Schwenk nach Links führt ebenfalls ein roter Weg – aber hier ist Radfahren verboten? Angesichts der knappen Kassen, sind diese äußeren Rad- und Fusswege sehr großzügig ausgefallen.

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Schildbürgerstreich – Eigentlich dachten wir, dass die Fußgängerüberführung des Bahnhofsgeländes als Ersatz für beide anfällige Aufzüge nun Rampen erhalten. In der Presse wurde dieser Tage bestätigt, das nur ein Aufzug entfernt wird und eine Rampe entsteht. Diese Rampe wird großzügig gefördert, aber kostet dennoch richtig Geld. Der zweite Aufzug bleibt jedoch bestehen. Hier greift man sich gern an den Kopf. Es kommt noch dazu, dass der Aufzug vor über einem halben Jahr entfernt wurde und es nur in kleinen Schritten bei dem Bauvorhaben der Rampe voran geht. Wo bleibt aber die öffentliche Wahrnehmung des Behindertenbeirates? Immerhin müssen seit Monaten Behinderte und ältere Bürger ohne Barrierefreie Zugänge zum Schützenwarth leben. Das ist nicht akzeptabel. Dabei war sogar geplant, den Bahnsteigtunnel zu verlängern, dass wäre langfristig die bessere Variante, eine freie Verbindung vom Schützenwarth zur Stadt zu schaffen – vor allem preiswerter.

Andererseits – hätte man nicht moderne weniger störanfällige Aufzüge installieren können?

Im Moment wird an der Rampe gar nicht gearbeitet – bedauerlich für die Menschen, welche darauf angewiesen sind.

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Überblick auf das Bahnhofsgelände Ost

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Akzeptanz fehlt – Bislang werden die Fahhradabstellplätze an der Ostseite nicht genutzt. Viel zu weit weg wurden diese geplant und werden dadurch gar nicht beachtet. Ein Fahhradparkhaus – als Bestandteil eines Parkhauses wäre besser gewesen.

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Durchgang verboten – Eigentlich sollte nach den Projektplänen der ehm. Belziger Bahnsteig wiederbelebt werden. Denn leider wurde bei der Neugestaltung der Bahnstrecke Brandenburg – Rathenow, der Bahnsteig 5 weit außerhalb des Bahnsteiges 1 angelegt. Brandenburg Hbf – Bahnhof der langen Wege,

Man sieht, das Belziger Gleis wurde sogar umzäunt und verschlossen.

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Öffnet man den ehm. Belziger Bahnsteig, so sind die Wege zur Stadt, Tram, Parkplatz und Taxi ideal. Man muss nur wollen und auch mal die Fahrgäste fragen.

Sehr gut, die große überdachte Fahrradabstellanlage, gleich gesäumt vom Taxistand. Leider gibt es zu wenig Parkplätze – Brandenburg hätte als große Pendlerstadt unbedingt ein Parkhaus benötigt.

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Großzügige Taxianlage, aber macht das Warten hier wirklich Spaß? Ähnlich wie beim ZOB ist es Zugig und der Fahrgast wartet wenig geschützt. Gut – Kurze Wege

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Großes Lob – die sechs Bahnsteige der zentralen Tramhaltestelle sind sehr gut geworden. Barrierefrei und mit Leitsystemen versehen, so müssen heute Haltestellen sein.

 

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Gefährlich – Wozu hat unsere Stadt einen Behindertenbeirat? Diese Stufen an der Tramhaltestelle sind eine Zumutung. Schon mehrere male konnte ich Stürze beobachten und ich selbst habe hier schon Probleme gehabt. Gefährlich ist der sanfte Anstieg der Stufen. Wenn man oben ist, sieht man nur die grauen Streifen der Stufenkanten. Aber Sehschwache und ältere Menschen erkennen hier nicht, dass das Niveau sich verändert. Hier hätte eine andere Lösung her gehört. Da der Behindertenbeirat beteiligt war, hätte ich mir mehr Sensibilität gewünscht.

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Vielleicht sollten diese Stufen besser gekennzeichnet werden oder ein Geländer muss her, sollte nicht wirklich etwas ernstes mal passieren.

von Fahrgastinitiative BB Veröffentlicht in Bahn Aktuell

Tram Zuwachs in Brandenburg

Brandenburg an der Hafel erhält zwei gebrauchte Niederflurstrassenbahnen des Typs NGT6.

Es handelt sich um die Prototypen der HAVAG Halle. Damit kann nun auf allen Strecken durchgängig niederflurig gefahren werden. Vier NGT 6 sind derzeit vorhanden, der Rest sind KT4D und die selbigen mit Mittelniederflurteil. Für die BUGA soll ein Ringverkehr angeboten werden, damit die BUGA Standorte besser erreichbar sind.

Da der Fahrzeugbestand deutlich die 30er Jahresgrenze überschritten hat, sind neue Fahrzeuge unumgänglich. Die VBBr haben damit jetzt 6 jüngere moderne Tram Fahrzeuge im Bestand und es bleibt zu hoffen, dass der Verjüngungsprozess weiter gefahren wird und nicht zur Sackgasse sich entwickelt.

Die vorhandenen NGT 6 in Brandenburg

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DBV kritisiert die Finanzierung der Sanierung der ÖPNV-Trasse am Alten Markt in Potsdam aus Mitteln der ViP

Deutscher Bahnkunden-Verband e.V.

DBV-Regionalverband Potsdam-Mittelmark:
DBV kritisiert die Finanzierung der Sanierung der ÖPNV-Trasse am Alten Markt in Potsdam aus Mitteln der ViP

(16.2.2014) Die Fraktion Die Andere stellte eine Kleine Anfrage zur baulich mangelhaften ÖPNV-Trasse am Alten Markt. Aus der Antwort geht hervor, dass die ViP die Sanierungsmaßnahmen teilweise aus eigenen Mitteln finanzieren musste. Hierzu erklärt der Regionalverband Potsdam-Mittelmark des Deutschen Bahnkunden-Verbandes (DBV):
Mit Unverständnis hat der DBV Potsdam-Mittelmark zur Kenntnis genommen, dass die Potsdamer Verkehrsbetriebe offensichtlich einen Teil der Sanierungsarbeiten an der ÖPNV-Trasse vor dem neuen Landtag selber finanzieren mussten. Dieser Umstand ist für den DBV völlig indiskutabel! Wir sind der Ansicht, dass für diese Sanierung nach dem Veruracherprinzip jene Stellen im Rathaus zur Kasse gebeten werden, die die Verlegung des Pflasters veranlasst haben. Indessen sind den Verkehrsunternehmen ViP und HVG weitere Kosten durch mehrfache Umleitungen entstanden, die in dieser Rechnung bisher nicht berücksichtigt wurden. All diese Gelder fehlen den Unternehmen an anderer Stelle, ganz abgesehen von den Unannehmlichkeiten für die Potsdamer Fahrgäste. Bei allem Verständis für den Wunsch nach städtebaulicher Integrität von Verkehrsanlagen, sollte die Funktionalität an erster Stelle stehen. Denkmalpflegerische Maximalforderungen sind demnach aus Sicht des DBV völlig fehl am Platze.
Insgesamt beobachtet der DBV leider immer wieder den Umstand, dass sich bei der Finanzierung verschiedener Vorhaben unberechtigt an den städtischen Unternehmen bedient wird. Diesen Fakt werden wir weiterhin öffentlich kritisieren.
i.A. Benjamin Karl
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Sachsen: Hohe Beteiligung bei Onlinepetition gegen Abbestellung Döbeln – Nossen

Auch gut ausgelastete Züge der RB110 sind keine Seltenheit, am 24.1.2014  wartet in Nossen eine große Reisegruppe auf die Regionalbahn nach Meißen. Fotos Ulrich Dobberitz.
Die Einwohner der Region Döbeln-Roßwein-Nossen zeigen derzeit  eindrucksvoll, was sie von der geplanten Abbestellung der RB110 halten,  nämlich nichts! Innerhalb kurzer Zeit stimmten 1000 Menschen (Stand  20.02., 13:30 Uhr) gegen die Pläne des VMS die RB-Linie 110 zum  Fahrplanwechsel 2015 auslaufen zu lassen. Parallel dazu läuft auch  weiterhin vor Ort die Sammlung von Unterschriften, bei der bereits  weitere 1500 Menschen ihr Votum eingelegt haben.
Die Begründungen „pro Bahn“ sind dabei vielschichtig und die Argumente  reichen von der sprichwörtlichen Spitze des Eisbergs in einer Welle von  sächsischen SPNV-Einstellungen über das Anprangern einer vollkommen  verfehlten Verkehrspolitik Minister Morloks hinsichtlich der  Verteilung der Regionalisierungsmittel bis hin zur Einschätzung, dass  Buslinien für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen oder Familien mit  Kinderwagen/Fahrrädern keine Alternative zur Regionalbahn darstellen.
Die Region um Nossen muss regional und überregional erreichbar bleiben  um auch wirtschaftlich nicht abgehängt zu werden. Geiz ist nicht mehr  geil, wer einmal spart, zahlt später doppelt! Das Abhängen einer ganzer  Regionen beschleunigt den demografischen Wandel und das Aussterben der  Region um Nossen — Rosswein, die dort heute wohnende Bevölkerung wird  mit den Auswirkungen lange leben müssen.
Die Befürworter der RB110 sind jederzeit dazu bereit, mit dem Ergebnis  dieser beiden Aktionen wieder in einen Sachdialog mit den  Verkehrsverbänden eintreten zu können, um gemeinsam an Lösungen zu  arbeiten. Diese Diskussion blieb den Aktivisten bisher verwehrt, obwohl  sie viele der in der ETC-Studie aufgeführten „Contra-RB110-Argumente“  widerlegen können. Am Ende bleibt zu hoffen, dass sich gerade auch vor  dem Hintergrund der bevorstehenden sächsischen Kommunal- und  Landtagswahlen viele Menschen an der Petition und Unterschriftenaktion  beteiligen, um den Politikern klare Signale gegen einen weiteren  Kahlschlag im SPNV und damit eine weitere Schwächung der ländlichen  Räume setzen zu könne. (Peter Wunderwald, 21.02.14)

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