Modernisierung des Schienennetzes mit rund 4,6 Milliarden Euro

Die Deutsche Bahn setzt 2014 die umfassende Modernisierung ihres   Bestandsnetzes fort. Rund 4,6 Milliarden Euro werden im kommenden Jahr   in die Sanierung und Erneuerung vorhandener Strecken, Anlagen und   Technik fließen. „Die Modernisierung unseres fast 34.000 Kilometer   langen Streckennetzes ist die entscheidende Voraussetzung für mehr   Verkehr auf der Schiene“, erläutert Dr. Volker Kefer, DB-Vorstand für   Infrastruktur und Dienstleistungen. „Allein für die Instandhaltung   werden wir rund 200 Millionen Euro mehr aufwenden als im letzten Jahr.   Darüber hinaus stellt der Bund mit der aktuell bis 2015 verlängerten   Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung 2013 und 2014 jeweils 250   Millionen Euro zusätzlich zu den 2,5 Milliarden Euro p.a. für Erhalt und   Sanierung bereit. Um die Infrastruktur in der gebotenen Qualität   vorhalten zu können, ist allerdings auch danach eine entsprechende   Mittelausstattung unerlässlich.“
2014 sollen über 3.000 Kilometer   Schienen, 2.350 Weichen, mehr als zwei Millionen Eisenbahnschwellen und   etwa vier Millionen Tonnen Schotter erneuert werden. Um dabei   verschiedene Bauarbeiten an einem Streckenabschnitt gleichzeitig   ausführen und so Anzahl und Dauer baubedingter Sperrungen auf ein   Minimum reduzieren zu können, bündelt die Bahn die größten Maßnahmen in   speziellen Korridoren. In 2014 sind es 65 Korridore mit mehr als 755   Einzelmaßnahmen.
„Trotz dieser optimierten Abläufe lassen sich   Einschränkungen im Bahnverkehr während der Baumaßnahmen leider nicht   komplett vermeiden. Um eine zuverlässige Reiseplanung zu gewährleisten,   steht für uns die umfassende und rechtzeitige Information der Fahrgäste   an oberster Stelle“, betont Dr. Kefer.
Die wichtigsten Baustellen 2014:
• 1. Hannover–Hamburg In den Monaten Juni und Juli ist die Strecke Hamburg–Hannover abschnittsweise nur eingleisig befahrbar. Die meisten ICE-Züge werden über Rotenburg (Wümme) umgeleitet und benötigen für die Strecke Hamburg–Hannover etwa 20 Minuten länger. IC-Züge fallen zwischen Hamburg und Hannover aus, dafür halten ICE-Züge in Celle, Uelzen und Lüneburg. Die Bauarbeiten am dritten Gleis zwischen Stelle und Lüneburg werden in diesem Jahr abgeschlossen.
• 2. Frankfurt-Fulda Von Anfang März bis Anfang Juni ist der Schlüchterner Tunnel nur eingleisig befahrbar, da die neue Tunnelröhre in die Streckenführung eingebunden werden muss. Die ICE auf der Relation Frankfurt-Berlin haben während dieser Maßnahme eine rund 15 Minuten längere Fahrzeit. Parallel hierzu werden im Hauptbahnhof Frankfurt die Fernverkehrsbahnsteige sechs bis neun grundlegend saniert. Die ICE-Linien Dortmund-München und Hamburg-Zürich/Stuttgart halten abweichend in Frankfurt Süd und fahren nicht über den Hauptbahnhof.
• 3. München–Salzburg Vom 7. April bis 27. November werden zwischen Rosenheim und Salzburg umfangreiche Brückensanierungsarbeiten durchgeführt, die abschnittsweise eine eingleisige Betriebsführung erfordern. Im Personenverkehr kommt es auf der Strecke zu Fahrzeitverlängerungen von rund 10 Minuten, darüber hinaus fallen Nahverkehrsleistungen zwischen Traunstein und Waging aus. Im Güterverkehr sind teilweise weiträumige Umleitungen notwendig.
• 4. Karlsruhe-Mannheim Die Strecke Mannheim-Karlsruhe ist vom 31. Juli bis 15. September komplett gesperrt. Zwischen Graben-Neudorf und Karlsruhe-Hagsfeld werden die Streckengleise erneuert. Zusätzlich finden in Friedrichstal, Blankenloch und Karlsruhe-Hagsfeld Bahnsteigarbeiten statt. Der Fernverkehr wird überwiegend mit Fahrzeitverlängerungen über Bruchsal umgeleitet, im Nahverkehr kommt es im betroffenen Abschnitt zu Zugausfällen. Teilweise enden ICE/IC-Leistungen in Mannheim bzw. Heidelberg.
• 5. München-Ingolstadt Die Infrastruktur zwischen München und Ingolstadt wird erneuert und für eine Höchstgeschwindigkeit bis 200 km/h ertüchtigt. In diesem Zusammenhang sind auch Linienverbesserungen der Trassenführung erforderlich. Aus diesem Grund ist die Strecke ganzjährig abschnittsweise eingleisig befahrbar. Für den Fernund Nahverkehr stehen daher ganzjährig nur eingeschränkte Kapazitäten zur Verfügung, so dass Umleitungen über Augsburg (Fernverkehr) sowie Teilausfälle von Zugleistungen (Nahverkehr) erforderlich werden.
• 6. Knoten Leipzig Nach Abschluss der Arbeiten für den City-Tunnel Leipzig finden in den Jahren 2014/15 umfangreiche Baumaßnahmen zur Einbindung der neuen Schnellfahrstrecke Erfurt-Halle (VDE 8.2) statt. Diese beinhalten auch Umbau- / Sanierungsarbeiten der Fernverkehrsbahnsteige (Gleise 10 bis 15). Vor diesem Hintergrund wird die Linienführung im Fernverkehr grundlegend angepasst. In Richtung Dresden wird auf diese Weise wieder ein Stundentakt angeboten(Pressemeldung Deutsche Bahn, 13.12.13).

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von Fahrgastinitiative BB Veröffentlicht in Bahn Aktuell

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