DBV zu Verkehrsprobleme des Potsdamer Raumes

Potsdam, 23.10.2013

Zu den Vorschlägen der Landeshauptstadt Potsdam und dem Landkreis Potsdam-Mittelmark, wie die Verkehrsprobleme des Potsdamer Raumes in den Griff zu kriegen wären erklärt der Deutsche Bahnkunden-Verband Potsdam-Mittelmark:

Die vorgetragenen Ansätze, mit denen die Verkehrsprobleme in der Stadt Potsdam und deren Umland gelöst werden sollen, zeugen gleichermaßen von wenig Sachkenntnis und fehlendem politischen Handlungswillen, in Teilen sogar von Verantwortungslosigkeit. Einen wirklichen verkehrlichen Nutzen hat keine der erdachten Maßnahmen. Wem nutzt ein Expressbus, der sich mit im Stau anstellt. Und wem nutzt ein P+R-Parkplatz, der Millionen kostet und städtische Fläche verbraucht, damit nur ein geringer Prozentsatz der Fahrgäste mit dem eigenen PKW bis an den Bahnhof fahren kann? Um die Gesamtsituation zu verbessern, sind umfangreiche Investitionen in den schienengebundenen Nahverkehr unerlässlich. In diesem Punkt wird jedoch zu Protokoll gegeben, dass der Ausbau des Potsdamer Straßenbahnnetzes nicht befürwortet wird.

Ob die tatsächlichen Probleme einfach verkannt werden oder nicht erkannt werden wollen, bleibt das Geheimnis der Mitwirkenden. Ein Handlungsmotiv lässt sich jedoch aus Sicht des DBV den betreffenden Akteuren unterstellen: Alle vorgebrachten Maßnahmenvorschläge haben gemeinsam, dass sie verhältnismäßig wenig Investitionen benötigen und sich schnell und für den Bürger sichtbar umsetzen lassen. Grüßt da die kommende Kommunalwahl oder Landtagswahl?

DBV Pressemitteilung, Regionalverband PM

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von Fahrgastinitiative BB Veröffentlicht in Bahn Aktuell

Neuer Busbahnhof in Brandenburg (Havel): 2 Millionen Euro Kosten für verhältnismäßig wenig Nutzen

Der DBV-Regionalverband Potsdam-Mittelmark kritisiert die gestern, am 16.10.2013, erfolgte Einweihung des neuen Busbahnhof in Brandenburg (Havel). Rund 1,8 Millionen Euro hat die neue Anlage gekostet. Viel Geld für wenig Fahrgastnutzen – so der DBV-Regionalverband.

In den 1,8 Millionen Euro sind auch 36 kostenfreie Kfz-Parkplätze enthalten. Wieso wird die Anlage von Pkw-Parkplätzen aus Mitteln bezahlt, die eigentlich dem öffentlichen Verkehr zugute kommen? Der Parkplatz steht, wie auch der westlich vom Bahnhof, allen Autofahrern zur Verfügung. Die Anlage selber sieht zwar schick aus, ist kaum dazu geeignet, die Attraktivität der Busnutzung zu erhöhen. Zu weit ist der Weg von den Bahnsteigen des Regionalverkehrs bis zu den neuen Bussteigen – etwa 200 Meter und knapp 100 Meter von und zur Straßenbahn. Kurze Wege sehen anders aus. Durch die große Entfernung wird auch kaum ein Busfahrer heraneilende Fahrgäste aus verspäteten Zügen wahrnehmen können.

Wer hier umsteigt, sollte bei Regenzeiten Kapuze oder Schirm mitnehmen. Denn der Umsteigeweg ist nicht überdacht. Das Dach am Busbahnhof selber bietet ebenfalls keinen wirksamen Wetterschutz, weil es in etwa 5 Meter Höhe angebracht und nicht breit genug ist. Planer und Bauherr mögen Sinn für Ästhetik haben, fahren aber wohl kaum mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Der Wetterschutz hätte anders ausgesehen.

Auch die Anlage aller 6 hintereinander liegenden Haltestellen hätte besser gelöst werden können. Warum sind nicht drei nebeneinander mit jeweils zwei hintereinanderliegenden Haltestellenbuchten angeordnet worden? Das hätte zur leichten Orientierung der Fahrgäste beigetragen, wo ihr Bus abfährt und viele Wege zwischen Bahn und Bus verkürzt.

Der Bau des Busbahnhofs an dieser Stelle ist mehr oder weniger die konsequente Fortführung einer Fehlplanung. Anstatt alle Verkehrsmittel – Zug, Straßenbahn und Bus und Taxi – auf kleiner Fläche zu konzentrieren, werden durch ein Auseinanderziehen der Haltestellen die Umsteigewege erheblich verlängert. Der DBV-Regionalverband hat auch kein Verständnis dafür, dass die Nutzung der mit Geld aus dem öffentlichen Verkehr finanzierten Parkplätze kostenfrei allen Autofahrern zur Verfügung steht.

(Pressemeldung Deutscher Bahnkunden Verband e.V.)

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Müritz-Bahn fährt ab 2015 ganzjährig zwischen Malchow und Waren

Auch nach 2015 wird zwischen Malchow und Waren (Landkreis   Mecklenburgische Seenplatte) die Bahn fahren. Die sogenannte   „Müritz-Bahn“ dient vor allem zur Stärkung des touristischen Angebots in   der Region, sagte Infrastrukturminister Volker Schlotmann in der   Sitzung des Landtages heute (10.10.2013) in Schwerin.
„Es gab eine   Anhörung zum Thema Südbahn im Verkehrsausschuss. Vor der Anhörung   gingen wir davon aus, dass die „Müritz-Bahn“ nur in der Saison verkehren   wird. Im Ergebnis der Beratungen habe ich entschieden, dass die   SPNV-Leistungen zwischen Malchow und Waren ganzjährlich bestellt   werden“, so Volker Schlotmann.
Die „Müritz-Bahn“ wird Malchow und   Neustrelitz mit Umsteigen in Waren verbinden. Vorgesehen sind sechs   Fahrten in jede Richtung, wobei jeweils der Anschluss in Waren Richtung   Berlin bzw. aus Berlin hergestellt werden soll. Der Minister: „Die   Einzelheiten bedürfen noch der näheren Ausarbeitung, aber ich bin   zuversichtlich, dass dies für die Region ein attraktives Angebot ist.“
Auf   der Strecke zwischen Parchim und Malchow wird ein flexibles Bussystem   eingesetzt. Dabei wird Plau am See neu in das Streckennetz mit   eingebunden. „Es werden natürlich komfortable, barrierefreie Busse zum   Einsatz kommen, die, zumindest in der Saison, auch die Möglichkeit einer   Fahrradmitnahme bieten sollen. Prüfen werden wir auch, ob hier neue,   ökologische Antriebsformen wie zum Beispiel Erdgas in Frage kommen. Auf   jeden Fall trägt das Land die Kosten des Ersatzverkehres im Rahmen der   geltenden Richtlinie“, sagte Schlotmann.
Ein Ausbau des   Streckenabschnitts zwischen Parchim und Waren würde 47,5 Millionen Euro   kosten. Der Betrieb eines Busses kostet das Land pro Kilometer rund zwei   Euro, die Bahn je Kilometer rund zehn Euro.
Zielsetzung ist es,   Verkehrsträger dort einzusetzen, wo sie ihre Stärken ausspielen und   effizient eingesetzt werden können. Schlotmann: „So schaffen wir   finanziellen Spielraum im System und setzen Verkehrsmittel nicht nur   ökonomischer, sondern auch ökologischer ein.“ (Pressemeldung  Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg, 14.10.13    ).

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DBV zu Bauarbeiten am Berliner Hauptbahnhof

Unter den ständigen, erheblichen Verspätungen haben insbesondere die Fahrgäste aus Brandenburg zu leiden, die zur Weiterfahrt mit Straßenbahn und Bus weitab von Berlin auf zuverlässige Züge angewiesen sind. Zur Zeit macht die DB AG mit einem katastrophalen RE 1-Fahrplan wirksam vor, wie auch noch der letzte Berufspendler zwischen Brandenburg (Havel) und Frankfurt (Oder) aufs eigene Auto getrieben wird.
Seit dem 7.10.2013 wird am Berliner Hauptbahnhof gebaut, ein Ferngleis ist gesperrt. Zwischen Friedrichstraße und Zoologischer Garten fährt der Fern- und Regionalverkehr in beiden Richtungen über ein Gleis. Trotz Einschränkungen und Umleitungen zahlreicher Linien bleibt am Tag 5 nach Inkrafttreten festzustellen, dass der theoretische Baufahrplan in der Praxis wieder einmal nicht funktioniert.
Die absolut schlechte und unvollständige Fahrplaninformation ist inzwischen keine besondere Aufregung mehr Wert. Da gibt es nirgends eine komplette Information über die gesamte Sperrung und Personal an den „neuralgischen“ Punkten zur Betreuung der Fahrgäste scheint nicht notwendig. Auch an die sich widersprechende Zielbeschilderung von Bahnsteig und Zug hat sich der regelmäßige Fahrgast schon lange gewöhnt. Großformatige Hingucker an den Bahsteigzugängen – ebenfalls Fehlanzeige. Am Bahnhof Zoo ist ein Aufzug seit Tagen defekt, eine elektronische Hinweistafel gleichermaßen. Der Hinweis „… bitte informieren Sie sich rechtzeitig!“ mag zwar die bequemste Variante der Fahrgastinformation sein, ausreichend ist sie keinesfalls. Was aber bis zum Ende der geplanten Stadtbahn-Bauarbeiten am 20.10.2013 dramatischer ist, sind die regelmäßigen Verspätungen der Linie RE 1 (Magdeburg – Brandenburg (Havel) – Berlin – Frankfurt (Oder) von mindestes 10 Minuten. Fast jeder Zug hat Verspätung und damit wird der Anschluss für viele tausend Pendler, die zu „ihrem“ RE 1-Regionalbahnhof mit dem Linienbus oder der Straßenbahn fahren, zu einem unkalkulierbaren Risiko. Ob die Straßenbahn in Brandenburg (Havel) nach Hohenstücken wartet? Der Bus nach Lehnin, der ab Groß Kreutz fährt, ist sicherlich schon abgefahren wie in Füstenwalde der Anschlussbus nach Beeskow. Wer ständig wegen eines verpassten Anschlusses bis zu einer Stunde auf den nächsten Bus- und Straßenbahnanschluss warten muss, zieht daraus die Konsequenzen und fährt lieber frühmorgens mit seinem Auto zum Bahnhof. Da macht es dann weniger aus, ob der RE nun 10 oder 15 Minuten Verspätung hat. Das Nachsehen haben die kommunalen Verkehrsunternehmen.
Der DBV erwartet von der DB Netz AG, in Zukunft bei Baustellenfahrplänen auf die Zuverlässigkeit des Fahrplans zu achten. Alle Beteiligten sollten sich daran denken, dass die Fahrgäste mit Zahlung ihres Fahrpreises auch ein zuverlässiges Zugangebot erwarten können. An- un Abfahrtszeiten in den Fahrplänen dürfen nicht zu unverbindlichen Schätzungen werden. Was die Fahrgastinformation angeht, so können die Fahrgäste ebenfalls zu recht erwarten, dass sie umfassend und ausreichend informiert werden (Pressemeldung  Deutscher Bahnkunden-Verband, 14.10.13    )

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DB Regio erhält Zuschlag für „Wipperliese“

Scannen0078DB Regio erhält Zuschlag für „Wipperliese“ Kreisbahn Mansfelder Land fährt weiter Klostermansfeld – Wippra
Magdeburg. Das Land Sachsen-Anhalt hat nach europaweiter Ausschreibung den Auftrag für die Leistungen auf der Eisenbahnstrecke Klostermansfeld – Wippra („Wipperliese“) vergeben. Den Zuschlag erhielt die DB Regio AG, die wiederum die Kreisbahn Mansfelder Land mit dem Betrieb beauftragt. Damit bleibt es auch beim Einsatz der beliebten Esslinger Triebwagen, die behutsam modernisiert wurden. Fortgeführt wird ebenfalls der bewährte Fahrplan mit sehr guten Anschlüssen
• in Klostermansfeld von und nach Magdeburg sowie per Bus im Bahn-Bus- Landesnetz von und nach Lutherstadt Eisleben sowie • in Wippra von und zu den Bussen Richtung Harzgerode und Sangerhausen.
Der neue Verkehrsvertrag löst den alten Vertrag mit der Burgenlandbahn (Marke der DB Regio) ab, der zum Jahresende ausläuft. Die Laufzeit des neuen Vertrages ist vom Dezember 2013 bis Dezember 2018. Danach soll die Strecke Klostermansfeld – Wippra im Rahmen eines größeren Verfahrens neu vergeben werden. Ab Dezember 2015 behält sich das Land Sachsen-Anhalt wie in den bisherigen Verträgen die Möglichkeit vor, jährlich zu kündigen. Die „Wipperliese“ ist eine Strecke mit Prüfbedarf, das heißt: die Bestellung hängt ab von der Entwicklung der Fahrgastzahlen und den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln.
Über die Vergabeentscheidung wurden alle Bieter informiert, Einsprüche gab es nicht. Das Leistungsvolumen umfasst ca. 125.000 Zugkm pro Jahr, der Vertragswert beträgt etwa 2 bis 4 Millionen Euro (je nach Laufzeit).

19.08.2013 Magdeburg

NASA GmbH Am Alten Theater 4 u. 6 39104 Magdeburg

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Zentrale Verkehrsstation am Bahnhof Markkleeberg freigegeben

Am Montag, dem 07. Oktober 2013 um 15:00 Uhr ist die neu gebaute ÖPNV-Verknüpfungsstelle am Bahnhof Markkleeberg ihrer Bestimmung übergeben worden. Damit wurde eine zentrale und moderne Verkehrsstation mit Umsteigemöglichkeiten zum öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) geschaffen. Großzügige Haltestellenbereiche sowie Parkplätze für Pkw, Busse und Fahrräder verbessern nun deutlich den Übergang innerhalb des ÖPNV.
Mit Inbetriebnahme des City-Tunnel Leipzig am 15. Dezember 2013 wird die Bedeutung der Verknüpfungsstelle Markkleeberg weiter steigen, da sich die Erreichbarkeit von Markkleeberg mit dem Anschluss an das neue SBahn- Netz erheblich verbessert. Da das bisherige Empfangsgebäude marode war und die damit verbundenen Anlagen nicht mehr dem neuesten verkehrstechnischen Standard entsprachen, bestand akuter Handlungsbedarf, um längerfristig den Bestand der Anlage zu sichern. Insgesamt hat der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) die ÖPNVVerknüpfungsstelle in Markkleeberg mit rund 600.000 EUR gefördert. „Die Einwohner der Stadt Markkleeberg und Pendler aus dem Umland können sich über eine attraktive, barrierefreie Verkehrsanlage in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Markkleeberg und dem Haltepunkt Markkleeberg-Mitte freuen“, erklärte der Geschäftsführer des ZVNL, Oliver Mietzsch, anlässlich der Verkehrsfreigabe der zentralen Verkehrsstation Markkleeberg. Weitere erhebliche finanzielle Mittel haben der Freistaat Sachsen sowie die Stadt Markkleeberg selbst bereitgestellt.
Die im Zusammenhang mit der Verkehrsstation neu gebaute Bushaltestelle ist mit einen Wetterschutz, Sitzgelegenheiten und moderne Infovitrinen sowie eine Fahrgastinformationsanlage ausgerüstet, die zukünftig im Echtzeitbetrieb die Reisenden auf Anfrage informiert. Weiterhin wurde eine überdachte Bike&Ride-Anlage mit 18 Stellplätzen errichtet sowie eine Park&Ride-Anlage mit 17 Stellplätzen. Sechs der überdachten Stellplätze stehen nun auch Zweiradfahrern zur Verfügung. Darüber hinaus wird es zukünftig auch für mobilitätseingeschränkte Personen zwei speziell ausgewiesene Parkflächen geben, erklärte der ZVNL-Geschäftsführer (Pressemeldung ZVNL, 08.10.13).

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DBV fordert Probebetrieb Joachimsthal – Templin

Es ist bedauerlich, wie mit nicht nachvollziehbaren Äußerungen Brandenburgs Verkehrsminister Jörg Vogelsänger (SPD) immer wieder auf sich aufmerksam macht. Die Bestellung von Tourismusverkehren auf dem knapp 28 Kilometer langen Schienenstück zwischen Joachimsthal (Landkreis Barnim) und Templin (Landkreis Uckermark) soll angeblich „einen Millionenbetrag“ kosten. Wie hoch wäre dieser Betrag konkret? Wie setzt er sich zusammen? Auf diese Fragen gibt es von ihm keine Antwort. Vogelsänger hätte auch sagen können, dass er an einer solchen Bestellung kein Interesse hat und sich jede weitere Nachfrage verbittet.
Der DBV hat nachgerechnet und käme auf maximal 247.000 € Kosten brutto für einen Probebetrieb im nächsten Jahr von Anfang April bis Ende August zwischen Joachimsthal und Templin mit Halten auf den bisherigen Stationen Friedrichswalde, Ringenwalde, Götschendorf, Milmersdorf, Ahrensdorf, Templin Vorstadt. Von einem Millionenbetrag mit einem Stundentakt jeden Tag von morgens bis abends kann überhaupt keine Rede sein.
Dabei hätte es gerade dieser Streckenabschnitt verdient, genauer betrachtet zu werden. Die Gleise zwischen Templin und Joachimsthal liegen noch, die Strecke ist in Betrieb – einige Male in der Woche fahren zwischen Milmersdorf und Joachimsthal Güterzüge. Aus touristischer Sicht ist die die Schorfheide und die Uckermark eine hochinteressante Region, weil es hier noch für den Ausflugs- und Fahrradtourismus unerschlossene Potentiale gibt. Im Gegensatz zu anderen Ausflugszielen sind Schorfheide und Uckermark noch nicht von Tagesausflüglern überlaufen. Zahlreiche Radwege führen parallel zur Strecke bzw. kreuzen sie. Ein Stundentakt im Sommer würde die Bemühungen vieler Tourismusbetriebe und der Kommunen unterstützen. Was läge näher, als diese wirtschaftsschwache Region gezielt durch eine Bestellung von Zugverbindungen in den Sommermonaten zu unterstützen? Es ist bedauerlich, wenn Vogelsänger reflexhaft immer nur mit dem Argument reagiert, es sei kein Geld da. Dieses Totschlagargument verhindert jede sachliche Diskussion.
Gerade die berlinfernen Regionen sind auf ein verlässliches Verkehrsangebot angewiesen, an dessen Finanzierung sich auch das Land Brandenburg beteiligen muss. Die Vergangenheit hat regelmäßig gezeigt, dass bei der Finanzierung von Busverkehren, die nach Abbestellungen eingerichtet wurden, die Kommunen alleine gelassen werden. So wird keine Mobilität mit öffentlichen Verkehrsmitteln gesichert, so wird der Trend zur Landflucht noch verstärkt. Die Einrichtung einer solchen Bahnverbindung in der Sommersaison wäre eine nachhaltige Möglichkeit, die Schorfheide und die Uckermark für den Tourismus zu erschließen.
Es bleibt zu hoffen, dass die Kommunen gemeinsam mit ihren Tourismusanbietern und den örtlichen Kammervertretern nicht aufgeben (Pressemeldung  DBV Berlin-Brandenburg, 08.10.13).

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Zwischenzeitliche Ausschreibung RB25 und RB26

Die Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH hat für das Land Brandenburg, Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, und das Land Berlin, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, im Amtsblatt der Europäischen Union Verkehrsleistungen auf den RB25 und RB26 vom 14.12.2014 bis 12.12.2015 ausgeschrieben (2013/S 194-334575).
Es geht um die Strecken
• Los-Nr: 1: RB25 Berlin-Lichtenberg – Werneuchen, ca. 350 000 Zkm und
•      Los-Nr: 2: RB26 Berlin-Lichtenberg – Strausberg – Müncheberg – Küstrin-Kietz – Bundesgrenze, ca. 1 100 000 Zkm.
Es handelt es sich um ein wettbewerblich und transparent ausgestaltetes Vergabeverfahren nach Art. 5 Abs. 3 VO (EG) Nr. 1370/2007 in Form einer Freihändigen Vergabe ohne Teilnahmewettbewerb nach § 3 Abs. 1 Satz 3 VOL/A, allerdings mit der Besonderheit, dass es nicht nur ausgewählten Unternehmen, sondern jedermann offen steht. In einer ersten Phase werden interessierte Bewerber innerhalb einer einheitlichen Angebotsfrist aufgefordert, verbindliche Angebote abzugeben.  Der Aufgabenträger behält sich vor, ohne Durchführung von Verhandlungen auf das zu diesem Zeitpunkt vorliegende wirtschaftlich günstigste Angebot eines geeigneten Bieters den Zuschlag zu erteilen. Entscheidet sich der Aufgabenträger, auf der Grundlage der eingegangenen verbindlichen Angebote Verhandlungen durchzuführen, wird er in einer zweiten Phase alle geeigneten Bieter, die ein wertungsfähiges Angebot abgegeben haben, zu Verhandlungen auffordern. Die Infrastrukturkosten sind nicht in den Angebotspreis einzubeziehen und werden gesondert erstattet (WKZ, Quelle EU-Ausschreibung, 08.10.13

von Fahrgastinitiative BB Veröffentlicht in Bahn Aktuell