OLA mit zwei neuen Geschäftsführern

Zum 9. August 2013 wurden Andreas Winter und Stefan Schönholz von den Gesellschaftern Veolia Verkehr und Nahverkehr Schwerin als neue Geschäftsführer der Ostseeland Verkehr GmbH (OLA) bestellt. Der Wechsel an der Spitze des Unternehmens wurde notwendig, weil der bisherige Geschäftsführer Dirk Fischer zu einem anderen Unternehmen gewechselt hat. „Unsere Hauptaufgabe neben der zuverlässigen Erfüllung unseres Verkehrsvertrages sehen wir derzeit in der Sicherung der Arbeitsplätze unserer Mitarbeiter“, betonten die beiden neuen Geschäftsführer. Nach derzeitigem Stand liegt seitens der Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (VMV) eine Aufkündigung der Zusammenarbeit bereits für Dezember 2013 vor, gegen die jedoch Einspruch erhoben wurde.
Andreas Winter arbeitet seit 1994 für die Veolia-Verkehr-Gruppe bzw. deren Vorgängergesellschaften und hatte in den vergangenen Jahren diverse Führungspositionen inne. So war er unter anderem Geschäftsführer bei der Nord-Ostsee-Bahn (NOB) und beim Veolia Verkehr Kundenservice in Neubrandenburg sowie Projektentwickler beim InterConnex. Derzeit ist er Geschäftsführer der Veolia Verkehr Personal Service und darüber hinaus seit März 2013 Bereichsleiter Geschäftsentwicklung in Berlin. Andreas Winter ist für das operative Geschäft der OLA verantwortlich.
Stefan Schönholz verfügt über 22 Jahre Berufserfahrung im Bereich Personalentwicklung. Nach seiner Dienstzeit als Hauptmann und Kompaniechef bei der Bundeswehr war er unter anderem in Leitungsfunktionen bei AEG und Daimler und von 2002 bis 2011 als „Vice President Human Ressources“ bei Bombardier Transportation tätig. Seit März 2013 fungiert er als Arbeitsdirektor bei der Veolia Verkehr GmbH. Stefan Schönholz obliegt bei der OLA die Verantwortung für alle sozialen und personalbezogenen Themen (Pressemeldung OLA, 12.09.13

Werbeanzeigen
von Fahrgastinitiative BB Veröffentlicht in Bahn Aktuell

Mahnwache der OLA-Mitarbeiter

Wie den Medien zu entnehmen war, halten Mitarbeiter der OLA ab Mittwoch, den 11. September auf Initiative des Betriebsrates der OLA eine Mahnwache vor dem Regierungssitz in Schwerin ab.
Hintergrund ist, dass das Land Mecklenburg-Vorpommern die Verkehrsverträge für die OLA-Linien überraschenderweise kurzfristig nicht verlängern möchte.
Dadurch würde die OLA bereits zum Fahrplanwechsel ab 15. Dezember alle ihre Aufträge im Schienenpersonennahverkehr verlieren. Damit ist auch die Zukunft von über 110 Mitarbeiter derzeit unklar (Pressemeldung OLA, 12.09.13).

von Fahrgastinitiative BB Veröffentlicht in Bahn Aktuell

7 Millionen Euro für Magdeburger Straßenbahn

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Jan Mücke, läutet am 11.09.13 mit einem feierlichen Spatenstich den Beginn des zweiten Bauabschnittes der neuen Straßenbahnlinie in Magdeburg ein. Die neue Nord-Süd-Verbindung wird in acht Bauabschnitten ausgebaut. Sie wird das Zentrum der Stadt verkehrlich entlasten und umliegende Wohn- und Gewerbegebiete besser an das Straßenbahnnetz anschließen.
Insgesamt wird die knapp 14 Kilometer lange zweigleisige Strecke rund 140 Millionen Euro kosten. Sie soll 2019 fertig sein. Der jetzt begonnene knapp einen Kilometer lange Abschnitt entlang der Wiener Straße mit drei Haltestellen wird rund 13 Millionen Euro kosten.
Jan Mücke:     „Ich freue mich, dass wir heute den zweiten Bauabschnitt dieser wichtigen Strecke beginnen können. Mit der zweiten Nord-Süd-Verbindung für die Straßenbahn verbessern wir den öffentlichen Nahverkehr in Magdeburg. Damit wird das Zentrum der Stadt vom Verkehr entlastet und vor allem der Norden besser an das Netz angebunden. Davon profitieren alle Menschen in der Stadt.“
Der Bund unterstützt das Projekt aus dem Bundesprogramm nach dem Gemeindeverkehrs-finanzierungsgesetz (GVFG). Die Sicherstellung des öffentlichen Personennahverkehrs ist Aufgabe der Länder. Die Bundesregierung unterstützt die Bundesländer bei dieser Aufgabe mit erheblichen Mitteln.
2013 erhalten die Länder nach dem Regionalisierungsgesetz rund 7,2 Milliarden Euro zur Finanzierung des öffentlichen Personennahverkehrs, rund 1,335 Milliarden Euro nach dem Entflechtungsgesetz sowie ca. 332 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm nach dem GVFG, mit dem der Neu- und Ausbau der Schienenverkehrswege des öffentlichen Personennahverkehrs in Verdichtungsräumen anteilig durch den Bund finanziert werden können (Pressemeldung BMVBS, 12.09.13).

von Fahrgastinitiative BB Veröffentlicht in Bahn Aktuell

PRO BAHN unterstützt Reaktivierung Wrist – Kellinghusen

        Der Fahrgastverband PRO BAHN unterstützt die bisherigen Planungen von Land, LVS und der Stadt Kellinghusen, die Bahnstrecke Wrist – Kellinghusen für den Schienenper-sonennahverkehr (SPNV) zu reaktivieren und fordert Land und LVS auf, endlich die weiteren Planungen zur Reaktivierung der Bahnstrecke zu starten.
„Die Reaktivierung der Bahnstrecke Wrist – Kellinghusen hat für alle beteiligten Partner Vorteile“, so der PRO BAHN-Landesvorsitzende Stefan Barkleit. „Mit der Reaktivierung erhält die Stadt Kellinghusen eine attraktive Bahnanbindung an Hamburg und mit der Einkürzung der RB Neumünster – Hamburg-Altona auf Wrist – Hamburg-Altona realisieren Land und LVS im Rahmen der Ausschreibung Netz Mitte Einsparungen bei den Betriebskosten, die deutlich höher als die Investitionskosten für die Reaktivierung sowie die Kosten für den Betrieb nach Kellinghusen sind.“
Aus der Sicht des Fahrgastverbandes wird die Stadt Kellinghusen mit der Reaktivierung der Bahnstrecke nicht nur eine attraktive Bahnanbindung an Hamburg-Altona, sondern auch eine attraktive Bahnanbindung an Hamburg Hbf und somit auch an den Fernverkehr in Richtung  Rhein/ Main erhalten. Konkret wird die Bahnanbindung von Kellinghusen folgende Verbindungen umfassen:
– Einführung einer stündlichen Direktverbindung Kellinghusen – Hamburg-Altona mit einer Fahrtzeit von 45 Minuten
– Einführung einer stündlichen Umsteigeverbindung Kellinghusen – Hamburg Hbf mit Umstieg in Elmshorn und einer Fahrtzeit von rund 55 Minuten
– Erhaltung der Umsteigeverbindung Kellinghusen – Hamburg Hbf mit Umstieg in Wrist und einer Fahrtzeit von rund 55 Minuten
Hintergrund: Der Fahrgastverband PRO BAHN hat im Vorfeld der Ausschreibung des Wettbewerbsnetzes Mitte im Frühjahr 2010 ein Konzept für die Bahnstrecke (Flensburg –/ Kiel –) Neumünster – Hamburg vorgestellt, dass unter anderem folgende Maßnahmen umfasst:
– Einführung eines RE-Halbstundentaktes Neumünster – Hamburg Hbf
– Einkürzung der RB-Linie Neumünster – Hamburg-Altona auf Wrist – Hamburg-Altona
– Reaktivierung der Bahnstrecke Kellinghusen – Wrist und Verlängerung der RB Wrist – Hamburg-Altona nach Kellinghusen
„Ziel unseres Konzepts ist es gewesen, mit der Einkürzung der RB-Linie Neumünster – Hamburg-Altona auf Wrist – Hamburg-Altona die Grundlage für die Verlängerung der RB-Linie nach Kellinghusen und damit für die Reaktivierung der Bahnstrecke Wrist – Kellinghusen zu schaffen“, so Barkleit weiter. „Wir haben darauf gesetzt, dass im Rahmen der Ausschreibung Netz Mitte eine optionale Verlängerung der RB Wrist – Hamburg-Altona nach Kellinghusen zu einem Kostensatz für den Betrieb angeboten werden kann, zu dem eine Reaktivierung der  Bahnstrecke Wrist – Kellinghusen wirtschaftlich sinnvoll ist. Diese Annahme ist offenbar aufgegangen.“
Weiterhin setzt sich der Fahrgastverband PRO BAHN seit vielen Jahren dafür ein, dass die Bahnstrecke Kellinghusen – Hamburg-Altona langfristig in das Hamburger S-Bahn-Netz eingebunden wird. Dafür soll die geplante S4 Hamburg-Altona – Bad Oldesloe alle 20 Minuten über ihren westlichen Endbahnhof Hamburg-Altona hinaus verlängert werden, nördlich des geplanten Fernbahnhofes Hamburg-Altona Nord aus dem mit Stromschiene betriebenen S-Bahn-Netz auf die Fernbahngleise wechseln, um auf den bestehenden Fernbahngleisen nonstop bis Pinneberg zu fahren und dann wie die heutigen Regionalbahnen die Bahnstationen Prisdorf und Tornesch sowie eine neue Bahnstation im Süden von Elmshorn zu bedienen. Nördlich von Elmshorßn soll die S4 abwechselnd stündlich weiter über Glückstadt nach Itzehoe und über Wrist nach Kellinghusen fahren (Pressemeldung Pro Bahn SH, 11.09.13)

von Fahrgastinitiative BB Veröffentlicht in Bahn Aktuell

OLA-Mitarbeiter kämpfen um ihre Arbeitsplätze

Mitarbeiter der Ostseeland Verkehr GmbH (OLA) werden ab Mittwoch, dem 11. September 2013, jeweils ab 11.00 Uhr eine Mahnwache vor dem Regierungssitz des Ministerpräsidenten Erwin Sellering abhalten.
Worum geht es? Im Dezember 2013 übernehmen die Deutsche Bahn und die ODEG das Stammnetz der privaten Ostseeland Verkehr GmbH (OLA). Normalerweise würden unsere KollegInnen bis zur Übergabe des Netzbetriebes im kommenden Jahr die Strecke weiter bedienen. Die Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH (VMV) des Verkehrsministeriums MV hat die langjährige Zusammenarbeit mit der OLA jedoch sehr kurzfristig und ohne handfesten Grund aufgekündigt.
Mehr als 100 MitarbeiterInnen und ihre Familien wissen nun nicht, wie es nach dem 14. Dezember 2013 für sie weitergeht. So geht man nicht mit Menschen um, zumal die einfache Möglichkeit besteht, eine geordnete Übergabe Ende nächsten Jahres zu organisieren.  Zu Weihnachten arbeitslos, Danke Herr Verkehrsminister Schlotmann!
Das Land unternimmt keinerlei Anstrengungen, die Übergabe an andere Bahngesellschaften an Bedingungen wie die Übernahme der Beschäftigten zu knüpfen. Das wäre aber ihre Pflicht, es gibt auch die Möglichkeiten dazu!
Verkehrsminister Schlotmann hat ein Gespräch mit dem Betriebsrat der OLA kurzfristig abgesagt und versteckt sich in seinem Ministerium. Offensichtlich ist es ihm egal, was mit den OLA-MitarbeiterInnen und aus ihren Familien wird.  WIR sind enttäuscht! WIR sind wütend! Was fordern WIR?
1. Ein sofortiges und gemeinsames Gespräch mit dem Ministerpräsidenten Erwin Sellering, dem Verkehrsminister Volker Schlotmann und Arbeitsministerin Manuela Schwesig!
2. Die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit der OLA auf allen Strecken bis zur Betriebsübergabe im Dezember 2014!
3. Die verbindliche Übernahme aller OLA-MitarbeiterInnen durch die neuen Betreiber!
WIR geben nicht so schnell auf! Das WIR entscheidet!
Mahnwache Mittwoch, 11. September 2013,  ab 11.00 Uhr Staatskanzlei MV, Schlossstraße 2-4. Bitte kommen Sie und unterstützen Sie uns und unsere Familien (Pressemeldung Betriebsrat Ostseeland Verkehr GmbH, 11.09.13).

von Fahrgastinitiative BB Veröffentlicht in Bahn Aktuell

Vorstellung der ersten FLEXITY Straßenbahn für Plauen

Nach ersten Tests im Streckennetz wurde die neue FLEXITY Strassenbahn am vergangenen Freitag in Plauen der Offentlichkeit vorgestellt. Im Rahmen eines Tages der offenen Tür hatten die Plauenerinnen und Plauener die Möglichkeit die erste neue Strassenbahn seit 37 Jahren genau zu begutachten.
Die Einrichtungsfahrzeuge des Typs FLEXITY Classic haben eine Kapazität für 119 Fahrgäste. Die Strassenbahnen sind 21 Meter lang, 2,3 Meter breit und mit dem zuverlässigen BOMBARDIER MITRAC Antriebs- und Steuerungssystem ausgestattet. Die konventionellen Triebdrehgestelle erhöhen die Laufruhe und reduzieren den Rad- und Schienenverschleiss. Das Fahrzeug ist perfekt an die anspruchsvollen topographischen Rahmenbedingungen in Plauen angepasst und in der Lage, Steigungen von bis zu 7,8 Prozent mühelos zu bewältigen.
Die Plauener Strassenbahn GmbH (PSB) bewegt über 8 Millionen Fahrgäste pro Jahr und sichert im Auftrag der Stadt die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger. Plauen ist eine Stadt mit einer langen Strassenbahntradition – die erste Strassenbahnlinie wurde hier bereits 1894 in Betrieb genommen.
Die Strassenbahnen werden am Bombardier Standort in Bautzen gefertigt – von Sachsen für Sachsen. Die elektrische Ausrüstung kommt aus dem Werk Mannheim, die Drehgestelle kommen aus dem Bombardierwerk Siegen. Insgesamt wurden von Plauen bislang sechs Strassenbahnen bestellt. Die Auslieferungen der ersten beiden Fahrzeuge fanden am 20. August und am 22. August 2013 statt. Die weiteren vier Fahrzeuge werden bis Sommer 2014 übergeben.
In Städten auf der ganzen Welt sind Strassenbahnen wieder vermehrt nachgefragt, da sie eine nachhaltige Lösung zur Vermeidung von Verkehrsproblemen darstellen. Mit der wachsenden Bevölkerung und Urbanisierung steigt auch der Bedarf an technisch ausgereiften Strassenbahnlösungen. Als langjähriger Marktführer im Strassen- und Stadtbahn-Segment bietet Bombardier das umfassendste Produktportfolio in diesem Bereich und überzeugt weltweit täglich viele Kunden durch Zuverlässigkeit und Effizienz der gelieferten Produkte.
Insgesamt sind mittlerweile über 4.000 Strassen- und Stadtbahnen von Bombardier in mehr als 75 Städten in Europa, Australien und Nordamerika im Einsatz oder bestellt. Fahrzeuge aus der Produktfamilie, die nun nach Plauen geliefert wird, sind auch in folgenden Städten seit vielen Jahren im Einsatz: Dresden, Frankfurt, Halle und Leipzig, aber auch für Adelaide (Australien),Krakau (Polen), Norrköpping und Stockholm (Schweden) (Pressemeldung Bombardier, 11.09.13)

von Fahrgastinitiative BB Veröffentlicht in Bahn Aktuell