Barrierefreiheit am Brandenburger Hhbf – und es geht doch…..

Mit Überraschung habe ich heute Morgen wahrgenommen, dass der Zugang zu den Bahnsteigen am Hauptbahnhof mit Asphalt überzogen wurde und damit der steinige und unbenutzbare Weg der Vergangenheit angehört. Gleichzeitig sollen die Zugänge zum ZOB und zur Tram ebenso gesichert sein. (Nachtrag: Die Zugänge zum ZOB sind nun noch schlechter als der Weg zu den Bahnsteigen, schlimmer geht immer….) Die vom Tiefbauamt vorgeschlagene weiträumige Sperrung für Fußgänger am Bahnhofsvorplatz konnte danke der Initiative der Verkehrsbetriebe Brandenburg verhindert werden. Die Ampelanlage wird etwas nach Westen verschoben und gleichzeitig Barrierefrei gestaltet.

Neue Variante:

weg neu

Alte Variante

bhfbrb

Nun frage ich mich als Pendler – was für Nasen haben wir in den Ämtern sitzen?!

So wie es jetzt auch wird, hat während der Umbauarbeiten des Hauptbahnhofes auch der Zugang zu den Bahnsteigen zu sein. Es ist peinlich, dass die Stadt Brandenburg sich einen tollen hübschen neuen Bahnhof leistet, aber nicht in der Lage war, die Nutzung während der Bauzeit mit ordentlichen Zugängen zu gewährleisten.

Für große Enttäuschung sorgt dabei der Behindertenbeirat, der sich leider allzu oft von der Stadtverwaltung vorführen lässt. Denn diese Situation am Bahnhof wurde sogar vom Behindertenbeirat verteidigt und selbst der große Umweg zwischen Bahnhof und Bus/ Tram wäre abgesegnet wurden, weil es laut SV keine Alternativen gäbe. Man sieht – man muss kämpfen.

Und manchmal sind gut gemeinte Ratschläge nicht unbedingt gut gemacht, dass zeigen die runden Treppenbereiche am Gesundheitszentrum, die eine Unfallgefahr darstellen, trotz Markierung – leider in schwarz.

Es bleibt die Hoffnung, dass Fahrgastvertretung und Behindertenbeirat noch enger kooperieren, damit hier ein reger fachlicher Austausch besteht und man gemeinsam Erfolge gegen so manche Wilkür der Verwaltung erzielen kann.

Vielen Dank an die Herren Nothnagel und Jumpertz, welche sich im Sinne ihrer Fahrgäste engagiert haben und ohne denen diese Lösung nicht möglich gewesen wäre.

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About Fahrgastinitiative BB

Bahn und ÖPNV Freak aus Brandenburg

2 responses to “Barrierefreiheit am Brandenburger Hhbf – und es geht doch…..”

  1. FIBB says :

    Bislang gab es auf die Antwort der Fahrgastinitiative keine Reaktion des Behindertenbeirates. Natürlich ist die FIBB an einer Kooperation interessiert, aber sollte von Seiten des Behindertenrates der Stadt Brandenburg kein Interesse bestehen, wird die FIBB mit den Fahrgastverbänden gemeinsam für Lösungen im ÖPNV für mobilitätseingeschränkte Menschen suchen, dies schließt auch mehr Menschen ein, als nur behinderte Menschen. Dennoch sollten die Initiativen aufeinander zugehen und auch offen für neue Sichtweisen sein. Hier wartet die FIBB auf ein Gesprächsangebot.

  2. FIBB says :

    Vom Behindertenbeirat der Stadt Brandenburg erhielt ich heute eine Mail. In dieser wird deutlich gemacht, dass man die geäußerte Kritik zur Arbeit des Behindertenbeirates nicht akzeptiert und unverschämt schlecht gemacht wird.

    Dabei war dies keine Fundamentalkritik am Beirat, da auch wir wissen, wie schwer es ist, ehrenamtlich tätig zu sein und die Interessen Anderer durchzusetzen.

    Allerdings wird in der Mail auch deutlich, dass man für das eine die Augen öffnet und für das andere nicht. Zita Start:

    Allerdings sehen wir es wohl doch noch ein bisschen anders, den Umgang mit Baustellen, die mal fertig werden, wo sich dann auch die Pendler drüber freuen. Die 20000 €, die jetzt für die Bitumfläche und für eine nahe Überquerung eingesetzt wurden, fehlen um barrierefreie Pflastersteine in Straßenbau der Stadt einzusetzen. Die Straßen sollen 30-40 Jahre halten, das ist ein Bauen in die Zukunft, weil die Steine zu teuer sind, haben die Stadtverordneten dies abgelehnt, uns wurde der Vorschlag in den Ausschuss gemacht, wir sollen Kompromisse eingehen. Können wir das nicht auch von den Pendlern verlangen ? Zitat Ende.

    Dabei wird vergessen, dass auch behinderte Menschen Pendler sind, dazu aber auch alte Menschen und der „normale“ Pendler von uns Fahrgastvertretern unterstützt werden. Wir betonen nach wie vor, bei einem solchen bauprojekt müssen Übergangslösungen für den Zugang der Bahnsteige und zu Bus, Tram und PKW gewährleistet sein. Dies gehört in eine Projektkalkulation und ist den Baukosten mit zuzurechnen.

    Letztlich bleiben wir auch bei der Frage, warum hat der beirat sich nicht für einen Busbahnhof vor dem Bahnhof stark gemacht, kurze Wege sind für ältere und behinderte menschen erstrebenswert und kein Bahnhofsvorplatz, wo sich ohnehin keine aufhalten möchte.

    Man darf nicht sich bei einem Thema verkämpfen – seien es teure barrierefreie Pflastersteine, welche auch Anwohner mit finanzieren müssen – und andere Themen wie die nicht barrierefreien Zugänge am Bahnhof, welche über ein Jahr nicht besser werden, einfach als gegeben hinnehmen. da sollte man die Kritik auch annehmen, dass nicht alles gut ist beim Beirat, auch wenn die Absicht positiv ausgelegt sein kann.

    Interessant wäre mal die Meinung von Pendlern, ob man die Geduld und das Verständnis für derartige Zustände aufbringen möchte. Die Kommentarfunktion ist für alle offen.

    Fahrgastinitiative BerlinBrandenburg

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