DBV zur VBB-Qualitätsbilanz

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Eigentlich ein erfreuliches Bild: im Bereich des VBB fahren immer mehr  Menschen mit Bahn und Bus. 1,293 Milliarden Menschen nutzten 2012 das  Angebot in den Ländern Berlin und Brandenburg. Für 2013 schätzt der VBB  sogar nochmals eine weitere Zunahme auf 1,3 Milliarden Fahrgäste.
Nicht nur die Fahrgastzahlen insgesamt steigen weiter, auch die Zahl der  Pendler, die täglich aus Brandenburg nach Berlin zur Arbeit und abends  zurück fahren, nimmt weiter zu. Im Jahresdurchschnitt 2011 zu 2012  beträgt das Plus täglich ca. 3.200 Fahrgäste, für 2013 rechnet der VBB  nochmals mit + ca. 3.200 Fahrgäste. Die jüngste Äußerung von  Brandenburgs Verkehrsminister Jörg Vogelsänger (SPD), dass es weder  morgen noch in Zukunft S-Bahn-Verlängerungen in das Berliner Umland  geben wird, ist deshalb eine unsachliche Randnotiz und dürfte in einigen  Jahren wiederlegt sein.
Der Fahrgastzunahme in der Region Berlin steht ein weiterer Rückgang in  berlinfernen Regionen entgegen. Hier machte der Geschäftsführer des VBB,  Hans-Werner Franz deutlich, dass ein schlechtes ÖPNV-Angebot einen  überdurchschnittlichen Rückgang bedeute. Der DBV-Landesverband sieht die  Landkreise und Kommunen in der Pflicht, gegenüber dem Land für den  Erhalt aller Schienenstrecken, Linien und Halte und für eine  ausreichende Finanzausstattung zu kämpfen. Ansonsten droht die Gefahr,  dass die Lebensbedingungen im Land Brandenburg weiter auseinanderfallen.
Die Fahrgäste tragen inzwischen mit 47 % über Fahrgeldeinnahmen zu den  Kosten für den Bahn- und Busverkehr bei. Eine schlechte Qualität –  beispielsweise wegen Verspätungen oder zu wenig eingesetzten Wagen –  führt zu geringeren Zahlungen durch die Aufgabenträger. Hier erinnert  der DBV an seine Forderung, dass diese Malusregelung auch den Fahrgästen  zugute kommen muss. Wenn die Pünktlichkeit auf der Linie RE 2 zur Zeit  nur 53 % beträgt, kostet (trotz ständiger Verspätungen und verpasster  Anschlüsse) beispielsweise die Monatskarte von Wittenberge nach  KönigsWusterhausen weiterhin 191 Euro im Monat. Während die Länder  Berlin und Brandenburg als Besteller der Verkehrsleistungen  selbstverständlich ihre Entgelte kürzen, „dürfen“ die Fahrgäste  weiterhin für eine Leistungen so viel zahlen, als wenn sie pünktlich  erbracht wird.
Insgesamt sieht der DBV-Landesverband die Notwendigkeit, für die Zukunft  durch neue Bedien- und Verkehrskonzepte den öffentlichen Verkehr in  Berlin und Brandenburg insgesamt zu stärken. Wobei die Region Berlin  sicherlich anderer Konzepte bedarf, als die berlinfernen Regionen wie  die Prignitz, die Uckermark oder der Elbe-Kreis. Dazu gehört das  vorausschauende, gemeinsame Planen über Landesgrenzen hinweg, sondern  auch Neubestellungen von Verkehrsleistungen dort vorzunehmen, wo sie  notwendig sind. Auch die Tarifstruktur könnte nach Meinung des DBV  überarbeitet und durch neue Angebote erweitert werden (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband Landesverband Berlin-Brandenburg, 12.08.13).

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