DBV zum Einsatz von Talent 2-Zügen auf den RE 7 und RB 14

Dem CDU-Landtagsabgeordneten Rainer Genilke hat die Brandenburger  Landesregierung in der Antwort 5/7010 auf eine Kleine Anfrage unter  anderem Auskunft zu den Sitzplatzkapazitäten im Regionalverkehr gegeben.  Demnach sind Kapazitätserhöhungen technisch und betrieblich nicht  möglich, obwohl Verkehrsminister Vogelsänger doch für die nächsten Jahre  steigende Fahrgastzahlen voraussagt.
Auf den Linien RE 7 (Dessau – Berlin – Wünsdorf) und RB 14 (Nauen –  Berlin – Senftenberg) kommen seit dem Fahrplanwechsel bzw. Frühjahr 2013  anstatt der bis dahin eingesetzten Doppelstockzüge einstöckige  Talent-2-Triebwagen zum Einsatz. Wie der DBV schon vor der  Inbetriebnahme anmahnte, kam dies auf einigen Relationen im Grunde einer  Angebotskürzung gleich, da hier ein Zug mit 4 Doppelstockwagen durch  einen 5-teiligen Triebwagen ersetzt wurde.
In den nächsten Jahren wird sich ein weiteres Problem stellen, dass  offenbar bisher nicht berücksichtigt wurde: die Talent-2-Triebzüge  bieten kaum Möglichkeiten, auf die weiter ansteigende Fahrgastnachfrage  im Raum Berlin und seinem näheren Umland zu reagieren. Stattdessen wird  es in Zukunft in den Spitzenzeiten noch enger in den Zügen werden. Hier  hätte sich der DBV eine vorausschauende Politik gewünscht.
Insbesondere in Richtung Nauen ist dies schon heute ein großer Nachteil.  Denn 140 m-Bahnsteige lassen maximal eine achtteilige Zuggarnitur zu  (5+3). Das Kuppeln von zwei vierteiligen Einheiten zu einer achtteiligen  Einheit ist nicht möglich, wenn zwischen Spandau und Nauen gehalten  werden soll.
Eine vertane Chance ist es für den DBV, wenn bei den Planungen nicht  Prognosen, die für die kommenden Jahre eine stetige Erhöhung der  Fahrgastzahlen voraussagen, berückichtigt werden: längere Bahnsteige in  Brandenburg für längere Züge!
Taktverdichtungen oder zusätzliche Züge  zur Abdeckung von Bedarfsspitzen, werden kategorisch ausgeschlossen. So  schafft man durch kurzsichtige Entscheidungen Probleme für zukünftige  Jahre. Ferner kritisiert der DBV, dass die gleichen Fehler wieder beim  Bahnsteigneubau zwischen Oranienburg und Neustrelitz gemacht wurden.
Auch hier ist, wenn Bahnsteige neugebaut worden sind, auf die  Brandenburger Standardlänge von 140 m gekürzt. Das reicht gerade aus für  fünf Doppelstockwagen. Ein Halt mit einem sechsteiligen Doppelstockzug  ist nicht möglich (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband Landesverband Berlin-Brandenburg, 22.07.13).

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von Fahrgastinitiative BB Veröffentlicht in Bahn Aktuell

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