Startschuss für Lückenschluss zwischen Sebnitz und Dolni Poustevna

Der Lückenschluss zwischen Sebnitz und Dolni Poustevna nimmt Fahrt auf: Mit einem symbolischen Spatenstich haben heute Vormittag Vertreter der Deutschen Bahn AG, des Verkehrsverbundes Oberbelbe (VVO), des Landkreises Sächsische Schweiz–Osterzgebirge sowie des Ústecký kraj (Bezirk Ústí) und der Tschechischen Bahnen ČD den Startschuss für die Wiederherstellung des grenzüberschreitenden Streckenabschnitts gegeben. Im Sommer 2014 soll die neue Schienenverbindung in Betrieb gehen. Mit den Bauarbeiten an der Eisenbahnbrücke über die Blumenstraße hat die Deutsche Bahn federführend die Firmen Königbau aus Kesselsdorf bei Dresden beauftragt.
Der Lückenschluss zwischen Sebnitz und Dolni Poustevna hat für die Region eine hohe Bedeutung, denn eine leistungsfähige Gleisinfrastruktur ist die Grundlage für eine moderne und zukunftsfähige Mobilität und lässt hier vor Ort die sächsisch-böhmische Grenzregion ein weiteres Stück zusammenrücken“, sagte Artur Stempel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für den Freistaat Sachsen.
VVO-Geschäftsführer Burkhard Ehlen ergänzte: „Der heute hier stattfindende symbolische Spatenstich ist das Ergebnis der Hartnäckigkeit der Sebnitzer Bürgerinnen und Bürger. Die Sächsisch-Böhmische Schweiz ist eine gemeinsame Tourismusregion, die jetzt noch enger zusammenwachsen kann.“
Bund, Deutsche Bahn und VVO investieren insgesamt rund drei Millionen Euro in die Wiederherstellung der Verbindung zwischen Sebnitz und Dolni Poustevna. In diesem Zusammenhang finden nicht nur Bauarbeiten an der Strecke statt. Vielmehr werden auch Arbeiten an der Verkehrsstation Sebnitz realisiert und dabei die Bahnsteige erneuert und barrierefrei gestaltet.
Ab April 2013 wird in einem ersten Bauabschnitt zunächst die Eisenbahnüberführung über die Blumenstraße neu errichtet, was bis Sommer 2013 abgeschlossen sein wird. Ab August 2013 beginnt dann der Bau des Streckengleises zwischen dem Bahnhof Sebnitz und der Grenze, der bis Oktober abgeschlossen sein soll. Parallel dazu finden die Erneuerung des Gleises 5 und der Bahnsteige sowie der Einbau einer Weiche am Südkopf des Bahnhofs statt. Daran schließen sich die Arbeiten an der Leit- und Sicherungs- und Telekommunikationstechnik sowie die erforderlichen Betriebserprobungen und Abnahmen an.
Bereits im November hatte die Deutsche Bahn AG im Rahmen der bauvorbereitenden Maßnahmen für das Projekt die ersten Baumfällarbeiten an der zukünftigen Strecke durchgeführt. Parallel dazu wurden Ersatzpflanzungen vorgenommen und mit der Sicherung der umliegenden Felsen in Form von Felsvernetzungen begonnen sowie zwei Stützmauern saniert.
Die Planungen des VVO und des Ústecký kraj (Bezirk Ústí) für den Betrieb der Strecke sehen einen Zwei-Stunden-Takt zwischen Sebnitz und Bad Schandau vor. Die neue durchgehende Linie von Rumburk über Dolní Poustevna, Sebnitz, Bad Schandau nach Děčín ist Bestandteil des tschechischen Regionalnetzes „Šluknovsko“. Im Abschnitt Sebnitz–Bad Schandau verkehrt die neue Linie anstelle der Züge der Städtebahn Sachsen, deren Züge aus Pirna zukünftig in Sebnitz enden werden. Zwischen Bad Schandau und Děčín ersetzt die neue Verbindung den Elbe-Labe-Sprinter, der jetzt noch von den Tschechischen Bahnen (ČD) und der DB Regio AG betrieben wird. Derzeit laufen intensive Gespräche über die Qualitätsanforderungen an den zukünftigen Betreiber sowie die tarifliche Gestaltung des neuen Angebots (Pressemeldung Deutsche Bahn/VVO, 05.04.13).

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von Fahrgastinitiative BB Veröffentlicht in Bahn Aktuell

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