Nordhausen – Kritik an geplanter Kündigung des HSB-Vertrags

Mit Verwunderung und Irritation hat Staatssekretärin Inge Klaan das Vorhaben der Landrätin Birgit Keller (Landkreis Nordhausen) aufgenommen, den Gesellschaftervertrag der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) zu kündigen. „Welche Interessen sollte der Freistaat an dieser Bahn eigentlich noch haben, wenn die örtlichen Akteure sich von dem Verkehrsprojekt verabschieden. Diese Absage an eine etablierte touristische Verkehrsinfrastruktur ist unverantwortlich. Sie schwächt zudem den Nordthüringer Raum“, erklärte Verkehrsstaatssekretärin Inge Klaan am Freitag in Erfurt.
„Mit diesem Beschluss“, so Klaan weiter, „werden auch viele Berufs-Pendler und Schüler in der Region buchstäblich aufs Abstellgleis geschoben. Denn zwischen Nordhausen und Ilfeld erfüllt die HSB seit Jahren eine wichtige Aufgabe im Öffentlichen Personennahverkehr. Auch dieser Linienverkehr läuft mit der abrupten Absage Gefahr, eingestellt zu werden.“
Die Staatssekretärin erinnerte daran, dass die HSB im Norden des Landes Aufgaben des Öffentlichen Personennahverkehrs und des touristischen Verkehrs zur Erschließung des Harzes realisiert. Erst im Jahre 2004 hatten der Landkreis und die Stadt Nordhausen gemeinsam mit dem Land die Verknüpfung der Nordhäuser Straßenbahn mit den Angeboten der HSB zwischen Nordhausen – Niedersachswerfen und Ilfeld umgesetzt und damit die Voraussetzungen zur Verdichtung und Vertaktung der Angebote geschaffen.
Darüber hinaus kritisierte die Staatssekretärin auch Überlegungen der HSB, den Neubau einer Werkstatt zu errichten. Die bisherigen Kapazitäten im Instandhaltungswerk Meiningen (Dampflokwerk) seien völlig ausreichend, sagte Klaan. Für zusätzliche Kapazitäten gäbe es in der Region keinen Bedarf. Ein geplanter Neubau in Wernigerode (‚Gläserne Werkstatt’) hat deshalb wirtschaftlich keinen Sinn.
Ihre Existenz verdankt die Bahn der Entscheidung der Landkreise und Kommunen in Thüringen und Sachsen-Anhalt, die 1993 diese Bahn von der damaligen Deutschen Reichsbahn erworben und seitdem als kommunales Eisenbahnunternehmen führen. Seitens des Landes wurde der Thüringer Streckenanteil für die vorgesehene Verdichtung und Vertaktung der Angebote und der erforderlichen modernen Sicherungstechnik ausgebaut. Der Freistaat Thüringen zahlte hierfür 15 Millionen Euro mit dem Ziel, die kommunalen Thüringer Gesellschafter, Landkreis Nordhausen, Stadt Nordhausen und Gemeinde Harztor bei der Erhaltung ihrer Eisenbahninfrastruktur zu unterstützen.
„Mit der Ankündigung eines Austritts des Landkreises wird die bisherige Unterstützung des Landes in Frage gestellt“, so Klaan wörtlich. „Die vorgebrachten Gründe für diese Entscheidung – wie beispielsweise die Haushaltssituation des Landkreises – sind nicht schlüssig. Der Landkreis hat sich schließlich für den Erwerb und den Ausbau der HSB eingesetzt. Nun kündigt die Landrätin den kommunalen Konsens auf, der Grundlage ist für die Unterstützung der HSB. Auch zum Neubau einer Werkstatt in Wernigerode sind bislang noch keine belastbaren Entscheidungen getroffen.“
Klaan appellierte schließlich an die kommunalen Akteure vor Ort: „Das Land fordert den Landkreis Nordhausen auf, sich zu seiner Bahn zu bekennen und nicht die bisherigen Entscheidungen zum Erwerb und zum Ausbau dieser gerade für den Harztourismus wichtigen Linie einseitig in Frage zu stellen.“
Hintergrund: Der Landkreis Nordhausen ist seit 1992 mit einem Anteil von 20 Prozent Gesellschafter der Harzer Schmalspurbahnen GmbH. Das bedeutet, dass der Landkreis laut Landratsamt Nordhausen mit einem Anteil von rund 300.000 Euro am Stammkapital der Gesellschaft beteiligt ist (Pressemeldung Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, 15.04.13).

Werbeanzeigen
von Fahrgastinitiative BB Veröffentlicht in Bahn Aktuell

DBV zu VBB Fahrpreisänderungen

Der DBV-Landesverband sieht die beschlossenen Fahrpreisänderungen mit einem lachenden und weinenden Auge. Einerseits steigen die Fahrpreise für viele Relationen, ohne dass für die Fahrgäste eine Verbesserung spürbar ist. Andererseits ist vorsichtig erkennbar, dass durchaus auch versucht wurde, durch neue Tarifangebote einen gewissen Ausgleich zu schaffen (z. B. 4-Fahrten-Karte für die Kurzstrecke).
Die Preissteigerungen sind nach Ansicht des DBV insbesondere vor dem Hintergrund kritisch zu sehen, als dass die Länder als Besteller der Regionalverkehrs- und S-Bahn-Züge im Falle von Verspätungen oder Zugausfällen selbstverständlich von den Bestellentgelten einen Teil zurückbehalten. Dieses Anrecht haben die Fahrgäste nicht: erreiche ich in Cottbus meinen Anschlussbus nicht mehr, weil der Regionalzug aus Berlin 25 Minuten Verspätung hat, kostet mich die Einzelfahrt trotzdem 14 Euro. Hier wiederholt der DBV seine Forderung, dass der Preis im Zusammenhang mit der Leistung zu sehen ist.
Für nicht schlüssig hält der DBV den Hinweis darauf, dass die Steigerungen bei Energie- und Personalkosten nicht alleine durch ein Plus an Fahrgästen (= Mehreinnahmen für die Unternehmen) aufgefangen werden können. „Jedes Jahr fahren immer mehr Menschen mit Bahn und Bus. Das Angebot wird kaum in notwendigem Umfang erweitert“ meint Frank Böhnke, Landesvorsitzender des Verbandes. Langfristig wird die Verkehrspolitik beider Länder nicht umhin kommen, das Angebot der ständig steigenden Nachfrage anzupassen (Pressemeldung DBV Berlin/Brandenburg, 12.04.13).

von Fahrgastinitiative BB Veröffentlicht in Bahn Aktuell

Bündnis 90/Die Grünen zu VBB Fahrpreisänderungen

Weder Senat noch die im VBB verbundenen Verkehrsunternehmen haben seit der letzten Beratung transparent darstellen können, wieso eine Fahrpreiserhöhung in weniger als einem Jahr wieder nötig wird. Die angekündigten Erhöhungen liegen zudem deutlich oberhalb der Inflationsrate (so werden die Fahrpreise jetzt zum Treiber der Inflationsrate).
Ein Entschuldungs- und Finanzierungskonzept für die BVG liegt weiter nicht vor. Die angekündigten Fahrpreiserhöhungen sind daher weiterhin nur als dreist zu bezeichnen. Der Senat sollte die Fahrpreiserhöhung zurückweisen.
Nochmal möchte ich darauf hinweisen: Der Senat hat über 10 Millionen Euro wegen der S-Bahn-Krise einbehalten. Warum dann die Fahrgäste ihr Portemonnaie öffnen sollen, ist unverständlich.
Auch die Finanzsituation bei der BVG muss anders gelöst werden. Der Senat muss zu seiner finanziellen Verantwortung stehen. Die Schulden der BVG sind maßgeblich auf den von Wowereit verhandelten Tarifvertrag aus dem Jahr 2005 zurückzuführen. Diese Entscheidung alleine von den Fahrgästen mit jährlichen Fahrpreiserhöhungen bezahlen zu lassen, das ist der falsche Weg. Zudem kann mit weiteren Steigerungen von Effizienz und Fahrgastzahlen das Defizit nachhaltig abgebaut werden.
Weiitere Information: Antrag der Fraktion im Abgeordnetenhaus (Stefan Gelbhaar, MdA, 12.04.13).

von Fahrgastinitiative BB Veröffentlicht in Bahn Aktuell

VBB-Tarifanpassung 2013 beschlossen

Zum 1. August 2013 wird es im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg eine Tarifanpassung geben, das hat der Aufsichtsrat des VBB heute beschlossen. Demnach werden die Fahrpreise in Berlin und Brandenburg um durchschnittlich 2,8 Prozent steigen. Neu im VBB-Tarif ist die 4-Fahrten-Karte für die Kurzstrecke im Tarifbereich Berlin AB. In den kreisfreien Städten bleiben bei Einzelfahrausweisen und Tageskarten die Preise stabil. Auch an Weihnachten und Silvester gilt künftig für Zeitkarteninhaber die Mitnahmeregelung.
Einen großen Kostenblock im Verkehrswesen verursachen neben Energie und Brennstoffen die Personalkosten. In Brandenburg beispielsweise steigen die Kosten für Beschäftigte aufgrund erfolgter Tarifabschlüsse in den nächsten zwei Jahren um fast acht Prozent. Von den Verkehrsunternehmen kann dies nur zu einem geringen Teil durch Mehrerlöse aufgrund von Fahrgaststeigerungen ausgeglichen werden.
Angesichts der demographischen Entwicklung vor allem in Berlin und in seinem unmittelbaren Umland zeigt sich, dass das Verkehrsangebot eher ausgeweitet werden müsste, um der Nachfrage der wachsenden Bevölkerungszahlen in Ballungsräumen gerecht zu werden. Die Finanzierungsmöglichkeiten dazu sind allerdings kaum vorhanden.
Die Entwicklung in anderen Verkehrsräumen Deutschlands zeigt, dass die Fahrpreise seit dem Jahr 2008 um durchschnittlich jeweils rund 3,1 Prozent pro Jahr erhöht wurden. In Berlin und Brandenburg lagen die Anpassungen jeweils deutlich darunter (Pressemeldung VBB, 12.04.13)

von Fahrgastinitiative BB Veröffentlicht in Bahn Aktuell

B Bus fährt wieder zur Malge

VBBr-Fahrgastinformation

 Ab Samstag, den 20.04.2013 fahren die Busse der Linie B planmäßig im Stundentakt wieder zur Malge.

 Wir bitten unsere Fahrgäste, die Fahrpläne zu beachten.

 Ihre Verkehrsbetriebe Brandenburg an der Havel GmbH

Meck.-Vorpommern – Schienenprojekte für Bundesverkehrswegeplan angemeldet

Der letzte Bundesverkehrswegeplan (BVWP) wurde vom Bund im Jahr 2003 beschlossen und im Jahr 2010 einer Überprüfung unterzogen. Der BVWP umfasst alle geplanten Investitionen des Bundes in seine Verkehrswege (Straße, Schiene, Wasserstraßen). Derzeit bereitet das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) eine Fortschreibung des BVWP vor. Diese ist für das Jahr 2015 geplant.
Im Rahmen der Fortschreibung ist zum einen über die Fortführung schon im BVWP 2003 enthaltener Vorhaben zu entscheiden, zum anderen kann die Aufnahme neuer Maßnahmen bzw. Vorhaben in den BVWP erfolgen.
Die Anmeldungen für die Verkehrsträger Schiene und Wasserstraße werden vom BMVBS in einem mehrstufigen Verfahren geprüft. In einem ersten Schritt erfolgt die Prüfung hinsichtlich ihrer grundsätzlichen Eignung für den BVWP. Stellen sich Projekte als geeignet heraus, werden sie näher untersucht und einer gesamtwirtschaftlichen Bewertung unterzogen.
Für den Verkehrsträger Straße wurden noch keine Projekte aus Mecklenburg-Vorpommern für die Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplanes beim BMVBS angemeldet. Die Frist hierfür endet im September. Die Anmeldung der Projekte wird derzeit durch das Infrastrukturministerium vorbereitet.
Für den Verkehrsträger Schiene hat das Infrastrukturministerium dem BMVBS acht Projekte für die Fortschreibung des BVWP gemeldet. Dabei handelt es sich um folgende Projekte:
1.     Fertigstellung Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 1 (VDE 1) Lübeck / Hagenow Land – Rostock – Stralsund
2.     Ausbau Strecke Stralsund – Greifswald – Pasewalk – Berlin
3.     Elektrifizierung Lübeck – Schwerin und Bau einer Verbindungskurve südwestlich von Bad Kleinen
4.     Streckenertüchtigung Kavelstorf – Rostock Seehafen für den schweren Güterverkehr (Ergänzung Ausbauvorhaben Rostock – Berlin)
5.     Neubau Eisenbahnsüdanbindung Insel Usedom über Karnin („Karniner Brücke“)
6.     Ausbau Strecke Stralsund – Demmin – Neubrandenburg – Neustrelitz
7.     Ausbau Strecke Bützow – Güstrow – Neubrandenburg – Pasewalk– Grambow (Grenze Polen)
8.     Neubau Darßbahn Barth – Zingst (Pressemeldung Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung, 10.04.13).

von Fahrgastinitiative BB Veröffentlicht in Bahn Aktuell

Sachsen-Anhalt – 61 Millionen Euro für den öffentlichen Nahverkehr

Mit einem umfangreichen Investitionsprogramm fördert das Land in diesem Jahr den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und gibt damit zugleich Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung in Sachsen-Anhalt.
„Es sind Fördermittel in Höhe von gut 60 Millionen Euro geplant, mit denen Investitionen von insgesamt rund 690 Millionen Euro auf den Weg gebracht werden können“, erklärte Verkehrsminister Thomas Webel am 08.04.13 in Magdeburg. In vielen Fällen gebe das Land mit seinem Beitrag die nötige Anschubfinanzierung, um große Vorhaben in Gang zu bringen und damit wichtige Investitionen nach Sachsen-Anhalt zu holen. Zugleich helfe die Landesförderung den Kommunen, ihre eigenen Nahverkehrsinvestitionen zu finanzieren, betonte Webel.
Die Strategie des Landes entspreche den Aufgaben und Zielen, wie sie im Gesetz und im Plan des öffentlichen Personennahverkehrs festgeschrieben seien, sagte der Minister. Dementsprechend investiere das Land gemeinsam mit seinen Partnern von Bund, Kommunen und Verkehrsunternehmen in eine Vielzahl von Vorhaben
• zum Ausbau der Infrastruktur im Eisen- und Straßenbahnnetz,
• zur Ertüchtigung so genannter Zugangsstellen (u.a. Bahnhöfe, Haltepunkte und deren Umfelder),
• zur Anschaffung von Straßenbahnfahrzeugen sowie
• des landesweiten Einsatzes neuer Technik im Rahmen der Projekte „Regio-Info“ und „Datendrehscheibe INSA plus (u. a. Ausbau der dynamischen Fahrgastinformation).
Über das ÖPNV-Investitionsprogramm sollen in diesem Jahr rund 150 konkrete Projekte gefördert werden, darunter etwa 40 neue Vorhaben. Beispielhaft nannte der Verkehrsminister:
• Ausbau von Eisenbahnstrecken (u.a. die Strecken Naumburg – Nebra, Magdeburg – Halberstadt);
• Sanierung und Ausbau von Bahnstationen im Bahnhofsprogramm entsprechend einer Rahmenvereinbarung mit der Deutschen Bahn AG (z. B. Tunnelverlängerung am Bahnhof Stendal, Haus- und Mittelbahnsteig am Bahnhof Eisleben, Verkehrsstation Merseburg, Bahnhof Braunsbedra);
• Umgestaltung von Empfangsgebäuden und Bahnhofsumfeldern im Schnittstellenprogramm; zum Beispiel: Laucha, Naumburg, Schönebeck, Coswig/Anhalt;
• Wiederbelebung kleinerer Bahnhofsgebäude mit touristischer Bedeutung wie z.B. in Thale;
• Förderung von Straßenbahnfahrzeugen und des Aus- bzw. Neubaus von Gleisanlagen in Halle und Magdeburg;
• Konzeption und Ausbau einer aktuellen Fahrgastinformation im Land Sachsen-Anhalt durch dynamische Fahrgastinformationsanlagen, die Erweiterung der erforderlichen Hard- und Software sowie Regio-DFI (Dynamische Fahrgastinformationsanlagen) (Pressemeldung Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr, 08.04.13)

von Fahrgastinitiative BB Veröffentlicht in Bahn Aktuell

Schienenprojekte in Sachsen für den Bundesverkehrswegeplan 2015

Das SMWA hat fristgerecht beim Bund die für den Freistaat Sachsen bedeutsamen Eisenbahninfrastrukturprojekte für den Bundesverkehrswegeplan 2015 angemeldet. Vorrangiges Ziel ist eine bessere Anbindung Sachsens insbesondere an die Strecken des Schienenfernverkehrs. Grundlage der Projektanmeldungen ist der Landesverkehrsplan 2025, den das Kabinett am 25. September 2012 beschlossen hatte.
Mit höchster Priorität angemeldet wurde die Teilstrecke Berlin – Dresden – Prag des europäischen TEN-V-Kernnetz-Korridors 4 Hamburg/Rostock – Berlin – Prag – Südosteuropa als Rückgrat des schnellen Schienenpersonenfernverkehrs und als leistungsfähige Güterverkehrsmagistrale. Ziel der Anmeldung im Bundesverkehrswegeplan ist dabei zum einen die alsbaldige Fertigstellung des Ausbaus der Strecke Berlin – Dresden für eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h und damit die Aufhebung der bisherigen Unterscheidung in eine erste und eine zweite Baustufe. Zum anderen gilt es, das Projekt „Neubaustrecke Dresden – Prag“ im neuen Bundesverkehrswegeplan fest zu verankern und diese damit auch in die Planungen für das künftige europäische Kernnetz aufnehmen zu können.
„Gerade jetzt werden buchstäblich die Weichen gestellt für die künftigen Schienenverkehrsachsen in Europa“, so Staatsminister Morlok weiter. „Umso wichtiger ist es, schon jetzt die langfristigen Ziele im Auge zu behalten und aktiv zu begleiten, wie beispielsweise die Neubaustrecke Dresden – Prag im Rahmen des Transeuropäischen Netzes (TEN-V).“ Das sächsische und das Tschechische Verkehrsministerium hatten dazu im Februar 2013 bereits einen Förderantrag auf Studienmittel zur Vorplanung und zur weiteren Grundlagenermittlung für den Neubau dieser grenzüberschreitenden Eisenbahnstrecke unterzeichnet und bei der EU eingereicht.
Mit sehr hoher Priorität wurde auch die Aufnahme des Streckenausbaus und der Elektrifizierung Chemnitz – Leipzig angemeldet, um das Oberzentrum Chemnitz – und die dynamisch wachsende Region Südwestsachsen – zeitgemäß in das nationale Netz des Schienenpersonenfernverkehrs einbinden zu können.
In Ergänzung des auf polnischer Seite bereits laufenden Ausbaus drängt der Freistaat Sachsen auch mit sehr hoher Priorität auf den Ausbau und die Elektrifizierung der Strecke Dresden – Görlitz – Bundesgrenze als wichtigem Bestandteil des West-Ost-Korridors zwischen dem deutschen Hochgeschwindigkeitsnetz und den südlichen Regionen Polens. Die Elektrifizierung dieser Strecke ist eine wesentliche Voraussetzung für höherwertige Angebote im Schienenpersonenverkehr und damit einhergehende Fahrzeitverkürzungen zwischen Dresden und Breslau.
Erneut angemeldet wurden auch die bereits begonnenen Ausbauvorhaben Leipzig – Dresden und „Sachsen-Franken-Magistrale“ sowie die Schließung der Elektrifizierungslücke südlich von Hof im Freistaat Bayern. Der Freistaat Sachsen drängt dabei auf eine baldige Gesamtfertigstellung dieser Projekte, damit diese bald ihre volle verkehrliche Wirksamkeit entfalten können.
„Eine bessere und leistungsfähigere Anbindung an das Schienenfernverkehrsnetz bleibt das vorrangige Ziel der sächsischen Verkehrspolitik“, so Staatsminister Sven Morlok. „Erfreulich ist, dass einige Projekte nicht mehr angemeldet werden mussten, weil sie entweder inzwischen fertiggestellt sind oder ihre Finanzierung – und damit auch ihre Fertigstellung – gesichert sind.“ Das gilt beispielsweise für die Strecke Leipzig – Berlin (fertiggestellt) und den Ausbau der Strecke Hoyerswerda – Horka – Bundesgrenze (Finanzierungsvereinbarungen 2012 abgeschlossen).
Neben den genannten Vorhaben wurden weitere Projekte entsprechend Landesverkehrsplan 2025 angemeldet (Pressemeldung Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, 08.04.13).

von Fahrgastinitiative BB Veröffentlicht in Bahn Aktuell

S-Bahn Berlin – Vergabeverfahren wird neu aufgelegt

Die Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH hat im Auftrag der Länder Berlin und Brandenburg am gestrigen 8. April 2013 die Bekanntmachung des neu aufgelegten Teilnahmewettbewerbs für das erste im Wettbewerb zu vergebende Teilnetz („Ring“) der Berliner S-Bahn an das Amtsblatt der Europäischen Union gesandt.
Bis zum 10. Juni 2013 können interessierte und qualifizierte Unternehmen bei der VBB GmbH die Teilnahme am Vergabeverfahren beantragen. Zu dem als „Teilnetz Ring“ bezeichneten Streckenpaket gehören folgende Linien:
– S41 Südkreuz – Südkreuz (im Uhrzeigersinn)
– S42 Südkreuz – Südkreuz (gegen Uhrzeigersinn)
– S46 Berlin Hbf – Westend – Königs Wusterhausen
– S47 Spindlersfeld – Südkreuz
– S8 Hohen Neuendorf – Zeuthen
Das Netz umfasst ein Betriebsvolumen von rund 9,4 Millionen Zugkilometer pro Jahr. Die Verkehrsleistungen sollen nach 2017 für 15 Jahre mit Neufahrzeugen erbracht werden. Die Fahrzeuge werden durch den zukünftigen Betreiber beschafft. Für diesen soll die Verpflichtung bestehen, u. a. die Fahrzeuge nach Ende des Verkehrsvertrages zu übergeben, damit diese dem nachfolgenden Unternehmen auf dem Teilnetz Ring zur Verfügung stehen.
Die Aufgabenträger erwarten mit der Neubeschaffung der Fahrzeuge eine deutliche Erhöhung der Zuverlässigkeit und Attraktivität des S-Bahn-Systems. Die wesentlichen Fahrzeuganforderungen wurden mit Vereinen und Verbänden intensiv abgestimmt.
Mit der Vergabe werden die Interessen der S-Bahn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewahrt. Es kommen die Vergabegesetze der Länder Berlin und Brandenburg zur Anwendung, in denen unter anderem die Pflicht zur Tariftreue und die Bezahlung eines Mindestlohns vorgegeben sind.
Darüber hinaus soll der zukünftige Betreiber dazu verpflichtet werden, den im Fahrbetrieb des betreffenden Teilnetzes Beschäftigten ein Arbeitsplatzangebot zu den gleichen Konditionen zu unterbreiten (Pressemeldung VBB, 10.04.13).

von Fahrgastinitiative BB Veröffentlicht in Bahn Aktuell

Eisenbahnerlebnistag im Historischen Bahnbetriebswerk Schöneweide

Am Sonnabend, 20. April, und Sonntag, 21. April, öffnet das historische Bahnbetriebswerk Schöneweide seine Tore und lädt große und kleine Fans der Eisenbahn zum Frühlingsfest. Die Dampflokfreunde Berlin präsentieren 20 Lokomotiven und Wagen aus allen Epochen. Im Mittelpunkt steht „Else“, die in Schöneweide beheimatete Dampflok der Baureihe 52. Die letzte betriebsfähige Dampflok Berlins präsentiert sich an beiden Tagen „unter Dampf“ zum Fototermin auf der Drehscheibe oder lädt zu Mitfahrten im Führerstand.
Die meisten Loks und Wagen können von innen besichtigt werden, so dass jeder mal den Platz des Lokführers einnehmen kann. Auf einer Draisine dürfen die Besucher mit Muskelkraft selbst ein Stück Eisenbahngeschichte „erfahren“. Wer dem Lokführer lieber bei der Arbeit zusehen möchte, fährt ein Stück auf dem Führerstand einer Dampflok oder Diesellok mit. Auszubildende der DB präsentieren ihre Ausbildungsberufe, unter anderem führen Gleisbauer die wichtigsten Gleisbaumaschinen vor.
Das Frühlingsfest ist ein Eisenbahnerlebnis für die ganze Familie. Beim Rundgang durch den großen Lokschuppen erfahren die Besucher, wie die Dampflok funktioniert und was in einer Lokomotivwerkstatt gemacht wird – so wie es zu Großvaters Zeiten Alltag war.
Außerdem gibt es eine Modelleisenbahnanlage und die große Modellbahn-Börse im Lokschuppen. Auf einer Aktionsfläche können Kinder die Modellzüge einer Gartenbahn selber fahren lassen oder mit der Holzeisenbahn immer neue Gleisanlagen bauen. Im historischen Speisewagen wird Hausmannskost serviert und im Biergarten mit Grill können die Besucher sich für den Rundgang durch das weitläufige Bahngelände stärken.
Eintritt: Erwachsene 5 Euro, Kinder (6 bis 14 Jahre) 2,50 Euro, Familien (2 Erwachsene und bis zu vier Kinder) 13 Euro. Öffnungszeiten Samstag 10-18 Uhr, Sonntag 10-17 Uhr. Zum Bahnbetriebswerk Schöneweide kommt man am besten mit der S-Bahn (S 45, S 46, S 8, S 9), S-Bahnhof Betriebsbahnhof Schöneweide. Parkplätze stehen nicht zur Verfügung (Pressemeldung Dampflokfreunde Berlin e.V., 18.03.13).

von Fahrgastinitiative BB Veröffentlicht in Bahn Aktuell

Startschuss für Lückenschluss zwischen Sebnitz und Dolni Poustevna

Der Lückenschluss zwischen Sebnitz und Dolni Poustevna nimmt Fahrt auf: Mit einem symbolischen Spatenstich haben heute Vormittag Vertreter der Deutschen Bahn AG, des Verkehrsverbundes Oberbelbe (VVO), des Landkreises Sächsische Schweiz–Osterzgebirge sowie des Ústecký kraj (Bezirk Ústí) und der Tschechischen Bahnen ČD den Startschuss für die Wiederherstellung des grenzüberschreitenden Streckenabschnitts gegeben. Im Sommer 2014 soll die neue Schienenverbindung in Betrieb gehen. Mit den Bauarbeiten an der Eisenbahnbrücke über die Blumenstraße hat die Deutsche Bahn federführend die Firmen Königbau aus Kesselsdorf bei Dresden beauftragt.
Der Lückenschluss zwischen Sebnitz und Dolni Poustevna hat für die Region eine hohe Bedeutung, denn eine leistungsfähige Gleisinfrastruktur ist die Grundlage für eine moderne und zukunftsfähige Mobilität und lässt hier vor Ort die sächsisch-böhmische Grenzregion ein weiteres Stück zusammenrücken“, sagte Artur Stempel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für den Freistaat Sachsen.
VVO-Geschäftsführer Burkhard Ehlen ergänzte: „Der heute hier stattfindende symbolische Spatenstich ist das Ergebnis der Hartnäckigkeit der Sebnitzer Bürgerinnen und Bürger. Die Sächsisch-Böhmische Schweiz ist eine gemeinsame Tourismusregion, die jetzt noch enger zusammenwachsen kann.“
Bund, Deutsche Bahn und VVO investieren insgesamt rund drei Millionen Euro in die Wiederherstellung der Verbindung zwischen Sebnitz und Dolni Poustevna. In diesem Zusammenhang finden nicht nur Bauarbeiten an der Strecke statt. Vielmehr werden auch Arbeiten an der Verkehrsstation Sebnitz realisiert und dabei die Bahnsteige erneuert und barrierefrei gestaltet.
Ab April 2013 wird in einem ersten Bauabschnitt zunächst die Eisenbahnüberführung über die Blumenstraße neu errichtet, was bis Sommer 2013 abgeschlossen sein wird. Ab August 2013 beginnt dann der Bau des Streckengleises zwischen dem Bahnhof Sebnitz und der Grenze, der bis Oktober abgeschlossen sein soll. Parallel dazu finden die Erneuerung des Gleises 5 und der Bahnsteige sowie der Einbau einer Weiche am Südkopf des Bahnhofs statt. Daran schließen sich die Arbeiten an der Leit- und Sicherungs- und Telekommunikationstechnik sowie die erforderlichen Betriebserprobungen und Abnahmen an.
Bereits im November hatte die Deutsche Bahn AG im Rahmen der bauvorbereitenden Maßnahmen für das Projekt die ersten Baumfällarbeiten an der zukünftigen Strecke durchgeführt. Parallel dazu wurden Ersatzpflanzungen vorgenommen und mit der Sicherung der umliegenden Felsen in Form von Felsvernetzungen begonnen sowie zwei Stützmauern saniert.
Die Planungen des VVO und des Ústecký kraj (Bezirk Ústí) für den Betrieb der Strecke sehen einen Zwei-Stunden-Takt zwischen Sebnitz und Bad Schandau vor. Die neue durchgehende Linie von Rumburk über Dolní Poustevna, Sebnitz, Bad Schandau nach Děčín ist Bestandteil des tschechischen Regionalnetzes „Šluknovsko“. Im Abschnitt Sebnitz–Bad Schandau verkehrt die neue Linie anstelle der Züge der Städtebahn Sachsen, deren Züge aus Pirna zukünftig in Sebnitz enden werden. Zwischen Bad Schandau und Děčín ersetzt die neue Verbindung den Elbe-Labe-Sprinter, der jetzt noch von den Tschechischen Bahnen (ČD) und der DB Regio AG betrieben wird. Derzeit laufen intensive Gespräche über die Qualitätsanforderungen an den zukünftigen Betreiber sowie die tarifliche Gestaltung des neuen Angebots (Pressemeldung Deutsche Bahn/VVO, 05.04.13).

von Fahrgastinitiative BB Veröffentlicht in Bahn Aktuell

Bombardier: Unter Deutschlands besten 100 Arbeitgebern

Nach einer kürzlich von dem Nachrichtenmagazin FOCUS und dem Karriereportal XING veröffentlichten Umfrage unter 13.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus 820 Unternehmen verdienen insgesamt 379 Firmen den Titel „beste Arbeitgeber“. Bombardier landet dabei im ersten Drittel und kommt unter die besten 100 Arbeitgeber.
Bombardier Transportation steuert von seinem Hauptsitz in Berlin das weltweite Bahngeschäft und deckt als Marktführer in der Schienenverkehrsbranche das gesamte Spektrum der Bahnverkehrslösungen ab – von kompletten Zügen über Subsysteme, Wartungsdienstleistungen und Systemintegration bis zur Signaltechnik. Weltweit sind über 100.000 unserer Schienenfahrzeuge und Lokomotiven im Einsatz. Über 34.900 Mitarbeiter arbeiten zusammen, um Menschen rund um den Globus voranzubringen – mit immer neuen guten Ideen.
Susanne Kortendick, Mitglied der deutschen Bombardier Transportation-Geschäftsführung erklärte: „Wir sind mit über 100 Nationalitäten und 25 Sprachen ein globales Unternehmen mit einer vielfältigen Belegschaft. Wir haben immer ein offenes Ohr für neue Ideen unserer Mitarbeiter, die mit unseren Kernwerten Integrität, Verpflichtung zu hervorragender Leistung, Kundenorientierung und Konzentration auf die Aktionäre im Einklang stehen. Die Platzierung unter den 100 besten Arbeitgebern bei der aktuellen FOCUS- und XING-Umfrage ist für uns eine wichtige Bestätigung, diesen Weg weiter zu beschreiten. Auch zukünftig werden wir die Kenntnisse und Fertigkeiten unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Mittelpunkt zu stellen – als wichtigste Grundlage für unseren langfristigen unternehmerischen Erfolg.“ (Pressemeldung Bombardier, 05.04.13).

von Fahrgastinitiative BB Veröffentlicht in Bahn Aktuell

Neue Verzögerungen bei Bauarbeiten Rostock – Berlin?

Bereits Mitte Februar 2013 teilte die DB Projektbau mit, dass erst am 9. Juni 2013 wieder Züge aus Richtung Rostock nach Berlin fahren werden. Erst dann, so die Planung, sind die Bauarbeiten zwischen Löwenberg – Nassenheide und Neustrelitz – Fürstenberg beendet. Dem DBV-Landesverband sind Informationen darüber bekannt, dass auch der Termin 9. Juni 2013 möglicherweise nicht gehalten werden kann.
Was tun, wenn die Bauarbeiten erst Ende August beendet sind und bis dahin kein Zug fährt? Ein Desaster für die regionale Tourismuswirtschaft und eine Bankrotterklärung für alle Verantwortlichen.
Wie der VBB erklärte, wird es keine zusätzlichen Züge in der Sommersaison zwischen Berlin und der Ostseeküste (Richtung Stralsund) oder über andere Strecken geben. Die Bauarbeiten auf dem Gebiet des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern sind dann abgeschlossen und die restlichen Bauarbeiten finden nur auf Brandenburger Gebiet statt. Es bestünde also für Mecklenburg-Vorpommern kein Anlass, zusätzliche Züge zu bestellen. Der DBV-Landesverband bedauert die möglicherweise anstehende Verzögerung und fordert die beiden Bundesländer auf, für die Sommersaison zusätzliche Ersatzzüge – sie müssen in die Baukosten mit eingerechnet werden, da sie notwendig sind.
Es ist ebenso nicht nachvollziehbar, warum das Land Brandenburg sich weigert, auf dem Abschnitt zwischen Templin und Joachimsthal wenigstens an den Wochenenden einen 2-Stunden-Takt zu bestellen, um Templin und die südliche Uckermark durchgängig auf dem Schienenwege zu erreichen. Die Angst scheint im Potsdamer Verkehrsministerium zu groß, dass damit Begehrlichkeiten geweckt werden könnten. Ohne Druck aus der betroffenen Region wird sich nichts ändern.
Der DBV-Landesverband empfiehlt deshalb allen Tourismusbetreibern, sich mit Beschwerdebriefen direkt an das Potsdamer Verkehrsministerium zu wenden. Generell fordert der DBV-Landesverband:
1. Kosten für notwendige Ersatzverkehre sind in Zukunft als Bestandteil in die Baukosten einzubeziehen.
2. Monatelange Totalsperrungen müssen in Zukunft vermieden werden. Eingleisige Abschnitte und Umleitungsverkehre bedeuten mehr Sicherheit bei der Fahrzeitenplanung.
3. Ersatzverkehre – insbesondere mit Bussen – müssen generell den gleichen Standard bieten wie das Ursprungsangebot. Dies betrifft insbesondere die Fahrrad- und Rollstuhlmitnahme sowie die Verfügbarkeit von Toiletten.
4. Der Zeitraum der Bauarbeiten muss realistischer geplant werden. Oberste Priorität muss die Einhaltung von Terminen haben (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband Landesverband Berlin-Brandenburg, 03.04.13).

von Fahrgastinitiative BB Veröffentlicht in Bahn Aktuell

Fahrscheinverkauf im Zug um Leipzig/ Halle wieder bald möglich…..

Sehr geehrte Damen und Herren (Adressat VBB),

 entgegen Ihren Äußerungen – der Trend ginge weg vom Fahrscheinverkauf in Zügen, möchte ich ihnen eine Pressemitteilung des ZVNL zusenden, wo das Gegenteil sichtbar wird. Im MDV werden bei allen Ausschreibungen der Fahrscheinerwerb im Zug gefordert, obwohl die Versorgungsdichte im MDV besser mit Automaten ist, als im VBB Gebiet. Ich bitte daher die Entscheidung vm letzten Jahr zur Abschaffung dieser Möglichkeit anzusehen.

 Freundliche Grüße, Thomas Stranz

——————————————————————

Zitat: Nach einer europaweiten Ausschreibung in 2011 haben am 14.03.2013 im thüringischen Großheringen die Verkehrsminister des Landes Sachsen- Anhalt und des Freistaates Thüringen, Thomas Webel und Christian Carius, sowie Bernard M. Kemper, Geschäftsführer der Abellio Rail Mitteldeutschland, feierlich den Verkehrsvertrag für das Netz Saale-Thüringen-Südharz (STS) unterzeichnet.
Aus diesem Anlass gratulierte Oliver Mietzsch, Geschäftsführer des ebenfalls am STS beteiligten Zweckverbands Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) dem Geschäftsführer der Abellio Rail Mitteldeutschland GmbH und erklärte: „Die Fahrgäste können sich auf mehr attraktive, umweltfreundliche und moderne neue Fahrzeuge freuen, denn diese zeichnen sich besonders durch eine großzügige, bequeme Bestuhlung und barrierefreien Zugang aus. Steckdosen an den Plätzen und entsprechende Mobilfunksignalverstärker sorgen für entsprechenden Arbeits- und Kommunikationskomfort. Zudem erhalten die Fahrgäste zukünftig wieder die Möglichkeit, Fahrscheine im Zug zu erwerben, entweder an den Fahrkartenautomaten oder beim Servicepersonal.“
Der ZVNL begrüßt insbesondere die zweistündliche Direktverbindung von Leipzig nach Erfurt und Leipzig nach Jena, sowie die generell bessere und schnellere Anbindung von Sachsen-Anhalt und Thüringen an den Ballungsraum Leipzig.
Mit Betriebsaufnahme ab Mitte Dezember 2015 werden die neuen Fahrzeuge im Raum Halle/Leipzig, Sangerhausen, Nordhausen, Kassel, Naumburg, Weimar, Jena, Saalfeld, Erfurt und Eisenach eingesetzt. Eigens für den Betrieb des STS-Netzes hat die zur Niederländischen Staatsbahn gehörende Abellio Rail GmbH eine regionale Gesellschaft im Verkehrsgebiet gegründet, die den Namen ,Abellio Rail Mitteldeutschland GmbH‘ trägt. Den Zuschlag erhielt Abellio bereits im Oktober 2012. Der Vertragswert beläuft sich insgesamt auf eine Höhe von ungefähr 800 Millionen Euro. (Pressemeldung ZVNL)

von Fahrgastinitiative BB Veröffentlicht in Bahn Aktuell