Kein VBB Ticket Verkauf im Zug – ein Trauerspiel!

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Der VBB kam auf die verblüffende Idee, den Verkauf von Fahrausweisen im Zug den Verkehrsunternehmen zu untersagen. Gerade obwohl Brandenburg eine große zahl an Stationen hat, welche keine Automaten besitzt bzw. die Automaten oft sehr anfällig sind und manche Menschen berührungsängste mit Automaten haben. Diese neue Regelung stürzt Zugbegleiter und Fahrgäste in ein Nirvana und hier laufen beide Opfer auf. Die beschäftigten des VBB haben einme Tatsache geschaffen, welche nicht tragbar ist und sowas können nur Menschen als Idee hervorbringen, welche selber nicht mit Bus und Bahn unterwegs sind.

Wir können nur aufrufen, wenn Sie mit dieser Regelung nicht einverstanden sind, schreiben Sie den VBB (info@vbbonline.de) an. Nur Ihr Protest kann hier etwas bewirken. Schon wenn die Karte am Automaten nicht gelesen werden kann, man kommt am bahnhof an, aber viele menschen holen sich dort noch ein Ticket… Sie müssen dennoch auf den Automaten warten, sonst kostet die Bahnfahrt 40 Euro. Und wenn sie es nicht pünktlich schaffen, dann ist eben der zug weg…. so wollen es die Beteiligten von Bahn und Verkehrsverbund und dann kann man nicht akzeptieren.

……..

Sehr geehrte Damen und Herren,

am Samstag d. 19.01. sind wir 09.26 ab Brandenburg Hbf nach Berlin gefahren. Da wir zu unseren Pendlerkarten noch ein Berlin ABC Ticket benötigten, haben wir ca. 15 Minuten eher eingeplant, damit wir am Automaten eine Fahrkarten erwerben können. Am Automaten warteten noch 6 Fahrgäste. Zwei Frauen kamen mit der Straßenbahn an und sahen die „Wartegemeinschaft“ und liefen – wegen der sich verknappenden Zeit bis zur Abfahrt zur Zugbegleiterin.

Diese verwies die Damen an den Automaten, im Zug könne sie keine Fahrkarten verkaufen. Ein Problem des Automaten war, dass dieser Leseschwierigkeiten mit EC Karten hatte und diese erst bei mehrmaligen nutzen, auch lesen konnte, dass hielt natürlich auf. Ein Kommentar der Zugbegleiterin war, wir können ja ins Reisezentrum gehen, dieses befindet sich jedoch auf der anderen Seite des Bahnhofes und der Zug wäre weg!

Die jungen Frauen haben sich dennoch um 09:24 an den Automaten gekämpft, wobei eine der Damen sich nun in die Türe des Zuges stellte, damit man noch mit dem Zug mitfahren kann. Natürlich dauerte der Fahrscheinerwerb seine Zeit. Eine böse Stimme des Lokführeres ertönte, dass sich die Frau aus der Tür zu bewegen habe. Aber letztlich haben es die zwei Fahrgäste dennoch geschafft.

Der Zug fuhr mit fünf Minuten Verspätung los. Hätten die Damen ihre Fahrkarte vom ZUB erhalten, wäre dies nicht passiert. Zum anderen – zum Glück haben die Damen vorher gefragt, die „kundenunfreundliche“ Zugbegleiterin hätte den Fahrgästen 40 Euro abgeknöpft……

Zum Hohn der Fahrgäste verkaufte dann die Zugbegleiterin im Zug auch noch Fahrkarten, welche allerdings über das VBB Gebiet hinausgehen.

….

Ich frage Sie nun ernstlich – ist das die Qualitätsoffensive von DB Regio und VBB? Verlangen Sie wirklich, dass man fast eine Stunde vor Abfahrt des Zuges am Bahnsteig sein soll, da man ja mit kaputten Automaten oder Schlangen davor rechnen muss? Müssen sich Fahrgäste von Lokführer und Zugpersonal beschimpfen lassen, weil man nach derer Meinung nicht früh genug am Bahnsteig ist? So kann es doch nicht sein!

Der SPNV/ÖPNV steht im Wettbewerb zum Individualverkehr.

Das Auto ist jederzeit startbereit, man hat seinen Sitzplatz und wird im Normalfall nicht beschimpft. Was uns hier VBB und DB Regio bieten ist nicht mehr zeitgemäß. Es wird vergessen, wer hier Dienstleister ist. Die Regelungen zum Verkauf von Fahrscheinen im Zug sollten unbedingt überarbeitet werden. Weder Zugbegleiter noch Fahrgäste haben hier etwas davon. Es sorgt für Ärger und Kundenabwanderung. Zugbegleiter sollten mehr Ermessensspielraum bekommen und nicht Fahrgäste abweise, welche noch kurz vor Abfahrt um eine Fahrkarte bitten. Oder ist ernstlich vorgesehen, wer es nicht mehr schafft am Automaten eine Fahrkarte zu erwerben, dass man dann auf den nächsten Zug warten muss, dass bei Minustemperaturen – weil beheizte Warteräume gibt es ja nicht mehr.

Hier muss unbedingt nachgebessert werden, im Interesse der Fahrgäste und der Zugbegleiter! Der Vorfall kann bezeugt werden.

……

Hier die Antwort von DB regio – kühl und wenig Kundenfreundlich, auch wenn man den schwarzen peter dem VBB zuschiebt:

…vielen Dank für Ihre E-Mail. Seit dem 9. Dezember 2012 müssen Fahrgäste im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) auch im Regionalverkehr bereits bei Fahrtantritt im Besitz einer gültigen VBB–Fahrkarte sein.

Der Kauf im Zug beim Kundenbetreuer ist nur noch dann möglich, wenn es am Einsteigebahnhof weder eine personalbediente Verkaufsstelle noch einen Automaten gibt bzw. wenn diese gestört sind. Diese Regelung erfolgt auf Wunsch der Länder Berlin und Brandenburg, im Rahmen der neuen Verkehrsverträge. In den neuen Verkehrsverträgen ist der VBB-Verkauf im Zug ausgeschlossen. In den Regionalzügen der DB Regio AG konnten bisher Fahrkarten gegen einen Aufschlag,dem sogenannten Bordpreis, beim Kundenbetreuer erworben werden. Bei anderen Unternehmen im Verkehrsverbund wurden die Fahrkarten zum Teil zuschlagfrei verkauft.

Diese unterschiedlichen Regelungen entfallen nun.

Es erfolgt dadurch auch eine Gleichstellung der DB Regio-Kunden zu denen der S-Bahn im Berliner Stadtgebiet. Mit freundlichen Grüßen

Ihr Regionaler Kundendialog Berlin/Brandenburg

 

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