Brandenburg – VBB drängt zu mehr Pünktlich- und Zuverlässigkeit

Seit dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2012 sind die über Potsdam fahrenden Regionalverkehrs-Linien RE 1, RE 7 sowie RB 21, RB 22 und RB 23 durchweg sehr gut ausgelastet, aber auch von erheblichen Verspätungen betroffen.
Mit der guten Fahrgast-Nachfrage werden die hohen Erwartungen, die das Land Brandenburg und der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg an eine Reihe von Mehrleistungen knüpften, bereits kurze Zeit nach Einführung des Angebots voll erfüllt. Kern der Maßnahmen ist die Ausweitung des Regionalverkehrs von und nach Potsdam, die Beschleunigung des RE 7 und die Verdichtung des RE 1 in Richtung Berlin zu den Hauptverkehrszeiten.
Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit dieser Linien lassen dagegen noch zu wünschen übrig. Deshalb haben die Länder Berlin und Brandenburg den VBB beauftragt, in einer Arbeitsgruppe mit DB Regio Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität des Angebots zu erarbeiten und schnellstmöglich umzusetzen.
Eine der Hauptursachen für Verspätungen ist die halbseitige Sperrung der Eisenbahn-Havelbrücke in Potsdam, die nach Angaben von DB Netz aufgrund einer dringlich gewordener Erneuerung von tragenden Elementen notwendig geworden ist. Die Havelbrücke kann erst im Laufe des März wieder auf beiden Gleisen befahren werden.
Weiterhin haben die neu eingesetzten modernen Elektrotriebwagen „Talent 2“ derzeit noch zu lange Aufenthaltszeiten an den Bahnhöfen, da die Zeit für das Ein- und Aussteigen bis zum Schließen aller Türen und der Abfahrt des Zuges zu lange dauert. DB Regio prüft, welche Maßnahmen zur Verbesserung der Ein- und Ausstiegsvorgänge und zur Verkürzung der Aufenthaltszeiten möglich sind.
Zur Verbesserung der Pünktlichkeit wurden bereits zum 7. Januar 2013 Fahrplananpassungen umgesetzt, die in den Fahrplaninformationsmedien kommuniziert und abrufbar sind. Am 21. Januar tritt für einige wenige Züge der Linie RB 23 eine weitere Änderung in Kraft, die den Engpass Havelbrücke zu den Spitzenzeiten entlasten soll. Diese Fahrplanänderung wird bereits ab 18. Januar in die elektronischen Informationsmedien eingearbeitet sein.
Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg geht davon aus, dass mit den genannten Fahrplanänderungen und den angekündigten Maßnahmen von DB Regio zur Verringerung allzu langer Bahnsteigaufenthaltszeiten ein weitgehend pünktlicher Betrieb der über Potsdam führenden Linien des Regionalverkehrs erreicht werden kann.
Hans-Werner Franz, VBB-Geschäftsführer: „Die Fahrgäste sind bislang zu recht unzufrieden: Die Verkehrsunternehmen müssen ihre Hausaufgaben machen und ihre Kräfte für einen ordentlichen Betriebsablauf bündeln. Das sind wir unseren Kunden schuldig.“ (Pressemeldung VBB, 18.01.13).

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