Berlin/Brandenburg: Talent 2 nimmt Fahrt auf

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Die ersten neuen Fahrzeuge vom Typ „Talent 2“ werden in Berlin und Brandenburg eingesetzt. Am Sonntag begann der planmäßige Einsatz auf der Linie RB22 zwischen Potsdam und Berlin-Schönefeld Flughafen. Am Montag folgten die Linien RB13, RB20 und RB22.

Als eine Folge des vom Verkehrsverbund organisierten Wettbewerbs fahren im sogenannten Netz „Stadtbahn“ nun die ersten Neubaufahrzeuge des Typs „Talent 2“. Nach dem Abschluss von Testfahrten werden die modernen Züge aus Brandenburger Produktion nun planmäßig von DB Regio auf folgenden Regionalbahn-Linien rund um Potsdam eingesetzt:

• RB13 Berlin-Spandau – Wustermark,

• RB20 Potsdam – Oranienburg,

• RB22 Potsdam – Berlin-Schönefeld Flughafen,

• RB23 Potsdam – Michendorf.

In den kommenden Wochen ist auch die Umstellung der Linie RB21 Potsdam – Wustermark vorgesehen. Die dort eingesetzten dreiteiligen Elektrotriebwagen bieten 167 Sitzplätze, davon zwölf in der 1. Klasse. Je nach Fahrgastzahl können weitere Triebwagen angekuppelt werden. Die Züge erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h und weisen darüber hinaus eine hohe Beschleunigung auf. Insgesamt 14 Einheiten stehen zur Verfügung.

Die in Hennigsdorf gefertigten Fahrzeuge entsprechen dem neuesten Stand der Technik und bieten den Fahrgästen zahlreiche Komfortverbesserungen: Die Züge sind klimatisiert und viele Sitzplätze sind mit Steckdosen ausgestattet. Das geräumige Mehrzweckabteil ist zentral im mittleren Wagen angeordnet und bietet neben großen Abstellflächen für Rollstühle, Kinderwagen und Fahrräder auch eine behindertengerechte Toilette. Den Einstieg in den Zug erleichtern die Spaltüberbrückung zwischen Zug und Bahnsteigkante oder ausfahrbare Trittstufen an niedrigeren Bahnsteigen. Zur Information der Fahrgäste stehen große Anzeigen und Monitore zur Verfügung. Die Sicherheit im Zug wird durch die bessere Sicht durch den Zug und die zusätzliche Videoüberwachung erhöht. Zudem werden weiterhin alle Fahrten von Kundenbetreuern begleitet.

Hans-Werner Franz, VBB-Geschäftsführer: „Ich freue mich sehr, dass wir den Fahrgästen im Verkehrsverbund nun hochmoderne Züge aus heimischer Produktion anbieten können. Durch die wettbewerbliche Vergabe konnten die Qualitätsvorgaben für die Fahrzeuge erhöht werden. Hiervon können die Fahrgäste ab sofort profitieren.“

Für den Einsatz im Netz „Stadtbahn“ sind insgesamt 48 drei- und fünfteilige Einheiten vorgesehen. In Abhängigkeit der Auslieferung weiterer Fahrzeuge werden diese dann auf den folgenden Linien eingesetzt:

• RE7 Dessau – Berlin – Wünsdorf-Waldstadt,

• RB10 Nauen – Berlin,

• RB11 Frankfurt (Oder) – Cottbus,

• RB14 Nauen – Berlin – Senftenberg.

Ab Inbetriebnahme des Flughafens Berlin Brandenburg (BER) werden die fünfteiligen Züge mit 300 Sitzplätzen auch als Flughafen-Express (RE9) zwischen Berlin Hauptbahnhof und Flughafen BER fahren.

Bereits seit Dezember 2009 ist der Einsatz zwei- und vierteiliger Triebwagen dieses Fahrzeugtyps auch zwischen Cottbus, Falkenberg (Elster) und Leipzig (RE10 und RB43) geplant. Während die vierteiligen Züge bislang noch nicht ausgeliefert wurden, haben die betreffenden zweiteiligen Fahrzeuge weiterhin keine Zulassung (Pressemeldung VBB, 06.06.12).

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