Aktionsbündnis gegen Einschränkung des Regionalverkehrs

Gepostet am

Die Landesregierung Brandenburg arbeitet an Plänen, das Regionalverkehrsangebot auf der Schiene weiter einzuschränken. Bahnhöfe sollen geschlossen und ganze Linien eingestellt werden. Nachteile für Bevölkerung, Umwelt und regionale Wirtschaft wären die Folge. Nicht zu vergessen der Abbau von Arbeitsplätzen. Das Aktionsbündniss spricht sich gegen diese Kahlschlagpolitik aus.

Brandenburg ist das Bundesland mit dem größten Anteil an Pendlern in Deutschland. Arbeit muss mit öffentlichen Verkehrsmitteln für alle erreichbar bleiben!

Bei Bahnhofsschließungen und Streckenstillegungen werden Fahrten des Natur-, Umwelt- und Kulturtourismus in Richtung Brandenburg sowie Einkaufs- und Erlebnisfahrten von Brandenburg nach Berlin auf das Auto verlagert oder unterlassen. Fahrradfahren wird ohne Bahnanschluss unterbunden und das Wandern erschwert. Brandenburg bietet mit seinen Ausflugszielen, Sehenswürdigkeiten, Landschafts- und Naturräumen ein großes Potential für den nachhaltigen und umweltschonenden Tourismus. Eine Erschließung und Nutzung ohne Bahn ist unvorstellbar.

Für zahlreiche Personengruppen wäre die Erreichbarkeit Brandenburgs nicht mehr bzw. nur noch eingeschränkt möglich:

• Für Fahrradausflüge in Brandenburg wird die Bahn benötigt. In keinen Bus passen 20 Fahrräder!

• Brandenburg wirbt als einziges Bundesland mit einem Konzept für das Wandern von Bahnhof zu Bahnhof („100 Wanderbahnhöfe“). Viele dieser Bahnhöfe wären von der Schließung betroffen.

• Ausflugsgruppen mit Rollstuhlfahrern und mobilitätseingeschränkte Pendler benötigen ebenfalls die Bahn. Der reguläre Einsatz von behindertengerechten Bussen ist oft die Ausnahme. Die Mitnahme ist auf maximal zwei Rollstühle pro Bus begrenzt.

• Der Ein- und Ausstieg von mobilitätseingeschränkten Menschen in Busse ist ungleich schwerer als in Schienenfahrzeuge. Reise- und Linienbusse haben keine behindertengerechte Toilette.

Wander- und Radtouristen sind zwei wichtige Zielgruppen in der Tourismuspolitik. Werden Bahnhöfe geschlossen und Verbindungen abbestellt, brechen diese zwei wichtigen Eckpfeiler weg.

Die Unterzeichner fordern von der Brandenburger Landesregierung:

1. Die notwendige gute und verlässliche Erreichbarkeit aller Regionen mit öffentlichen Verkehrsmitteln für alle Menschen sicherzustellen.

2. Vor dem Hintergrund der Herausforderungen wie zunehmenden Umweltproblemen, demografischem Wandel und verändertem Mobilitätsverhalten ist eine Erreichbarkeit aller Brandenburger Regionen für Schüler, Berufspendler, Touristen und mobilitätseingeschränkte Menschen ohne eigenen Pkw zu gewährleisten.

3. Brandenburg ist zu einer Modellregion der Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu entwickeln (Pressemeldung Aktionsbündnis „Rettet Brandenburgs Regionalverkehr“, 23.04.12).

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s