Neue Verhandlungsrunde im Vergabeverfahren Dieselnetz Südwest?

Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer hat sich vor der anstehenden Entscheidung im Vergabeverfahren für die künftige Bedienung der Nahverkehrsstrecken in Rheinland-Pfalz und dem Saarland an ihre Amtskollegen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, Kurt Beck und Winfried Kretschmann, gewandt. In den beiden Schreiben bittet sie die Ministerpräsidenten, sich für eine weitere Verhandlungsrunde durch den zuständigen Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd einzusetzen.

Nach Information der saarländischen Landesregierung soll ein neues Angebot der DB Regio Südwest vorliegen, das bisher noch nicht bewertet wurde. Eine Berücksichtigung weiterer verbesserter Angebote der beteiligten Unternehmen könnte, so wirbt die Ministerpräsidentin, „eine höhere volkswirtschaftliche Rendite für die Aufgabenträger und die Kunden im Öffentlichen Nahverkehr“ zur Folge haben, „die für weitere Verbesserungen im SPNV-Angebot der Länder eingesetzt werden könnte“.

„Insbesondere sollten wir sicherstellen“, so Kramp-Karrenbauer, „dass durch den zukünftigen Betreiber der Strecken im Dieselnetz Südwest die bestehenden Arbeitsplätze im SPNV nicht nur erhalten, sondern möglichst noch weiter ausgebaut und qualifiziert werden.“ (Pressemeldung Staatskanzlei, 16.02.12).

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von Fahrgastinitiative BB Veröffentlicht in Bahn Aktuell

Ein Kommentar zu “Neue Verhandlungsrunde im Vergabeverfahren Dieselnetz Südwest?

  1. Kommentar: Nicht genannt wurde, dass am Bieterverfahren Netinera und die DB Regio je ein Los gewonnen haben. Es ist Wahlkampf im Saarland und Frau Karrenbauer weiß, dass die Deutsche Bahn ein wichtiger Arbeitgeber im kl. Saarland ist. Jetzt wird mit Hysterie agiert und argumentiert, dass viele Arbeitsplätze wegfallen würden, wenn die DB regio den fetten Auftrag nichjt erhält.#
    Und wie Wunder – DB Regio zaubert ein neues Angebot aus dem Hut.
    Will man Wettbewerb – dann bitte unter fairen Bedingungen. Sonst kann man das ganze Verfahren bleiben lassen und auch noch Geld sparen.
    Allerdings ist es fragwürdig, wenn die Politik hier wieder Monopolisten den Weg ebnen und sich dann feiern lassen. In einigen Verkehrsverträgen ist dass den Fahrgästen irgendwann mal negativ auf die Füße gefallen…..

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