Brandenburg: Königs Wusterhausen – Lübbenau jetzt mit 160 km/h

 

Dr. Joachim Trettin, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für das Land Brandenburg, bei der Vorstellung der Reisezeitverkürzung in Lübben. Fotos Bodo Schulz.

Die Reise im Regional-Express Cottbus – Berlin dauert seit heute Morgen nur noch 69 Minuten. Alle EC-, IC- und RE-Züge sind hier nun mit Geschwindigkeiten bis zu 160 km/h unterwegs. Insgesamt investierte die Deutsche Bahn rund 140 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung und aus Eigenmitteln. Bahn, Bund und Land hatten sich zuletzt gemeinsam für den Ausbau des 60-Kilometer-langen, zweigleisigen Streckenabschnitts Königs Wusterhausen–Lübbenau eingesetzt.

Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger und Dr. Joachim Trettin, Konzernbevollmächtiger der Deutschen Bahn AG, nahmen heute in Lübben nicht nur den Abschnitt Königs Wusterhausen–Lübbenau offiziell wieder in Betrieb, sondern feierten auch die Reisezeitverkürzung von rund 20 Minuten zwischen Berlin und Cottbus. Mit der Zeitersparnis rückt auch der neue Flughafen Berlin Brandenburg zeitlich näher nach Cottbus.

Von Juni bis Dezember 2008 hatte die Bahn den Abschnitt Lübbenau–Cottbus mit mehr als 20 Millionen Euro aus Bestandsnetzmitteln erneuert und sich damit zu der für Berlin wichtigsten Strecke in die Lausitz bekannt. Davor waren bei Halbe fast 12 Millionen Euro für einen stabilen Bahndamm im Dahmetal verwendet worden. Weitere Moorstellen entlang der Strecke blieben eine besondere Herausforderung bei den späteren Arbeiten. Im Mai 2010 begann der Streckenausbau im Abschnitt Königs Wusterhausen–Lübbenau.

Mit Elektronischen Stellwerken in Cottbus, Königs Wusterhausen und Lübbenau wird die gesamte Strecke von der Betriebszentrale der Bahn in Berlin-Pankow sicher und zuverlässig ferngesteuert. Der Bahnkörper, Gleise, Weichen, Signale und Telekommunikationsanlagen wurden von Grund auf erneuert. Das betraf auch insgesamt 78 Bahnübergänge auf den 87 Kilometern zwischen Königs Wusterhausen und Cottbus, die den aktuellen Sicherheitsstandards entsprechend neu oder ausgebaut wurden. Alle Bahnsteige zwischen Königs Wusterhausen und Cottbus wurden einschließlich neuer Beleuchtung, Zuwegung und Reisendeninformation neu- oder umgebaut.

Über die Auswirkungen auf den Zugverkehr hatte die Bahn rechtzeitig und ausführlich informiert. Die Deutsche Bahn dankt den Anwohner entlang der Strecke für das entgegengebrachte Verständnis während der Bautätigkeit (Pressemeldung Deutsche Bahn

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von Fahrgastinitiative BB Veröffentlicht in Bahn Aktuell

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