Brandenburg: 3,5 Millionen Euro Darlehen für Bahnhof in Brandenburg/Havel

Ein Darlehen in Höhe von rund 3,5 Millionen Euro aus dem Stadtentwicklungsfonds des Landes hilft der Stadt Brandenburg/Havel, ihren Bahnhof zu sanieren. Den Darlehensvertrag übergab heute Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger in Anwesenheit von Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann an den Geschäftsführer der städtischen Wohnungsbaugesellschaft (WOBRA), Klaus Deschner.

Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger: „Mit dem Stadtentwicklungsfonds können wir Darlehen für Projekte bereitstellen, die aus den normalen Förderprogrammen keine Mittel erhalten können. Das hilft den Kommunen, Projekte zu stemmen, die sie alleine nicht schultern könnten. Die Stadt kann jetzt endlich ihren Bahnhof sanieren und das gesamte Entree erheblich aufwerten. Das Land hat der Stadt seit 1991 für Stadtentwicklung, Wohnen und den ÖPNV rund 475 Millionen Euro Fördermittel bereitgestellt.“

Im Förderprogramm „Nachhaltige Stadtentwicklung“ (NSE) wurde erstmals die Möglichkeit geschaffen, auch Darlehen für die Städtebauförderung zu vergeben. Im Mai 2009 wurde ein Stadtentwicklungsfonds (SEF) errichtet, der mit einem Volumen von 20 Millionen Euro die Unterstützung von Projekten über das Ende der aktuellen EU-Strukturfondsperiode hinaus ermöglicht.

Der Vorteil: Das Darlehen aus dem Fonds ist um rund 2 Prozent günstiger als am Markt. Die Laufzeit beträgt 10 Jahre und die Rückzahlung kann für ein Jahr tilgungsfrei sein. Die Rückzahlung fließt wieder in den Fonds und kann für neue Projekte eingesetzt werden. Bislang wurden Mittel aus dem Fonds in geringerem Umfang in den Städten Spremberg und Schwedt eingesetzt. Mit Brandenburg wird nun erstmals ein Darlehen für ein erstes großes Projekt in Millionenhöhe vergeben.

Der Bereich um den Hauptbahnhof wird komplett neu strukturiert und in einen attraktiven und repräsentativen Stadteingang verwandelt. Die beiden Gebäudeteile (Hauptbahnhof und Neustädter Bahnhof) sollen auf ihre Kernbereiche zurückgebaut und durch einen transparenten Zwischenbau verbunden werden. Neben bahnhofsaffinen Nutzungen und einer Erlebnisgastronomie sind Büroeinheiten für die DB Regio und die Bundespolizei vorgesehen.

Für den Bereich des Bahnhofsvorplatzes wurden bereits Zuschüsse für den ersten Bauabschnitt in Höhe von rund 2,8 Millionen Euro bewilligt. Weitere Mittel sind vorgesehen, der Fördermittelantrag wird noch geprüft. Die Stadt Brandenburg hat vom Land seit 1991 rund 360 Millionen Euro Fördermittel für Stadtentwicklung und Wohnen erhalten. Der städtische ÖPNV wurde gefördert mit rund 115 Millionen Euro (Pressemeldung Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, 27.10.11).

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