Deutscher Bahnkunden Verband sieht “Talent 2″-Einsatz mit gemischten Gefühlen

Nun endlich scheint es sicher zu sein, dass die “Talent 2″-Züge bald den Weg auf die Gleise in Berlin und Brandenburg finden. Den bevorstehenden Einsatz im Alltagsbetrieb sieht der DBV Berlin/Brandenburg mit gemischten Gefühlen.

Positiv an den neuen Zügen ist, dass sie bei der Anfahrt schneller sind als die bisherigen Züge. Die Möglichkeit, die Länge der Nachfrage anzupassen, ist ebenfalls in verkehrsschwachen Zeiten ein Vorteil.

Die Züge bieten im Vergleich zu den bisher eingesetzten Doppelstock-Zügen mit fast der gleichen Länge weniger Sitzplätze. Ein siebenteiliger Talent 2-Triebzug hat weniger Sitzplätze als ein fünfteiliger Doppelstockzug! Was die Länder Berlin und Brandenburg bewogen hat, trotz ständig steigender Fahrgastzahlen hier eine vermeidbare Verknappung in Kauf zu nehmen, ist deren Geheimnis. Ist es nicht gewünscht, wenn Autofahrer auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen? Weiterhin problematisch ist die Tatsache, dass beim Talent 2 die Türbereiche schmaler sind. Dadurch können sich die Haltezeiten an den Bahnhöfen verlängern, weil das Ein- und Aussteigen länger dauert. Warum man das bewährte Doppelstock-Konzept ohne Not teilweise aufgibt, ist vollkommen unverständlich.

An den inzwischen üblichen 140 Meter langen Regionalzug-Bahnsteigen können maximal siebenteilige Zugeinheiten halten. Insbesondere im Berliner “Speckgürtel” ist dadurch die Möglichkeit ausgeschlossen, eine Aufstockung der Zuglängen vorzunehmen. Der neue Zug mag modern sein.

Der DBV Berlin/Brandenburg befürchtet trotzdem, dass der “Talent 2″ schnell vom Erfolg überrollt wird und sich als Fehlbestellung der beiden Länder Berlin und Brandenburg entpuppt (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband, 09.05.12).

VBB-Begleitservice droht das Aus

Nach Zeitungsinformationen soll der Begleitservice für mobilitätseingeschränkte Menschen in Berlin Ende Juni eingestellt werden. Es sei kein Geld mehr für die Fortführung vorhanden. Das Angebot sei, so ein Sprecher von Arbeitssenatorin Kolat (SPD), “zu teuer und ineffizient”.

Der DBV-Landesverband fordert die Berliner Landesregierung auf, für eine zuverlässige und stabile Fortführung dieses sinnvollen und stark genutzten Angebotes zu sorgen. Dabei können, einfach und unkompliziert, mobilitätseingeschränkte Menschen telefonisch Hilfen bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel anfordern. Sei es der Arzttermin oder der Besuch bei Freunden. Besonders geschultes Personal unterstützt bei der Fahrt.

Das seit 2008 bestehende Angebot wurde in den vergangenen Jahren – immer mit der Begründung des fehlenden Geldes – weiter eingedampft.

Wer auf politischer Ebene ernsthaft an eine komplette Einstellung denkt, sollte vorher einen Blick in die Koalitionsvereinbarung werfen. Da steht viel über die Teilhabe und soziale Verantwortung: Die umfassende Nutzbarkeit des öffentlichen Freiraums und des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) für alle Bewohnerinnen und Bewohner, aber auch für die Gäste der Stadt, ist von zentraler Bedeutung. Wir werden dafür sorgen, dass die öffentlichen Räume der Stadt von allen Menschen selbstständig — entsprechend dem Inklusionsgedanken — genutzt werden können. Der Begleitservice ist ein einfaches und effektives Mittel, um mit wenig Aufwand behinderten Menschen die Nutzung von Bahn und Bus zu ermöglichen.

Sollte dieser Service tatsächlich eingestellt werden, wäre es ein Armutszeugnis für die Berliner Landespolitik (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband, 03.05.12)

Brandenburg: DBV zur Streichung von Zugverbindungen

Verkehrsminister Vogelsänger hat auf der VBB-Regionalkonferenz seine Überlegungen zu den Neuverhandlungen mit dem Bund über die Neuverteilung der Regionalisierungsmittel bekanntgegeben. Demnach “kämpfe” Brandenburg derzeit um die Fortschreibung. “Kampf” scheint für Vogelsänger nicht das Verteidigen des jetzigen Zustandes zu bedeuten, sondern das freiwillige Aufgeben von eigenen Positionen.

Jedes Bundesland erhält vom Bundesverkehrsminister Geld, mit dem Schienenverkehrs-leistungen bestellt werden sollen. Noch bis 2014 ist dieser Finanzfluss gesichert. Wenn Verkehrsminister Vogelsänger (SPD) so tut, als ob die Kürzung bereits beschlossene Sache sei, so entspricht das nicht den Tatsachen. Die Neuverhandlungen haben noch nicht einmal begonnen. Jedes spätere Ergebnis bei den Finanzzuweisungen setzt auch die Zustimmung aller Bundesländer voraus. Anstatt die Position Brandenburgs, dass zumindest eine Fortführung in der heutigen Höhe zwingend notwendig und Kürzungen überhaupt nicht verhandelbar seien, offensiv zu vertreten, übt er sich in vorauseilendem Gehorsam und entwickelt selbst schon Kürzungsszenarien. Damit schwächt er Brandenburgs Verhandlungsposition!

Seit vielen Jahren bezahlt Brandenburg aus diesen Regionalisierungsmitteln viele Projekte, die zwar irgendwo mit dem öffentlichen Verkehr zu tun haben, aber unmittelbar keine Zugbestellungen sind. Beispielsweise wird das “Mobilitätsticket Brandenburg”, der Fahrschein sozial schwächere Menschen, vollständig aus diesen Mitteln gespeist. Auch so manche P+R-Parkplätze sind mit diesen Geldern gebaut worden. Die Landkreise erhalten die Gelder, mit denen sie ihren Busverkehr bezahlen, ebenfalls aus diesem Haushaltstitel.

Minister Vogelsänger hat ankündigt, in der Prignitz ab 2015 keine Zugleistungen mehr zu bestellen. Damit bestraft er gerade die Region, die durch intelligente Lösungen die Kosten erheblich gesenkt hat. Denn hier funktioniert seit Jahren ein abgestimmter Bahn- und Busverkehr mit niedrigen Kosten. Was jetzt nötig wäre, wäre nicht ein freiwilliges Zurückdrehen des in manchen Landesteilen ohnehin schon abgemagerten Bahn- und Busangebotes. Eine neue Verkehrspolitik braucht das Land Brandenburg. Warum nicht den Landkreisen die Zuständigkeit für den Regionalbahnverkehr – natürlich mit den entsprechenden Geldern – übertragen. Warum muss im Potsdamer Verkehrsministerium entschieden werden, ob in Kuhbier, Nassenheide oder Oegeln der Regionalzug hält und für den Busanschluss ist der Landkreis zuständig?

Andererseits ist genügend Geld dafür übrig, politisch gewollte Projekte zu fördern. Dazu gehört beispielsweise die Schienenanbindung des neuen Flughafens “BER”. Alle 10 Minuten soll eine S-Bahn in den unterirdischen Bahnhof einfahren, alle 20 Minuten ein Regionalexpress vom Berliner Hauptbahnhof (neben weiteren Regionallinien) dort eintreffen. Das prognostizierte Fahrgastaufkommen rechtfertigt ein so dichtes Zugangebot nicht. Diese Anbindung ist jedoch politisch gewollt und deshalb wird sie nicht zur Disposition gestellt. Oder der 15-Minuten-Takt von Potsdam nach Friedrichstraße im Regionalverkehr, der ebenfalls mehrere Millionen Euro jährlich kostet. Warum reicht nicht die parallel fahrende S-Bahn-Linie 7 aus, die ja angeblich so schlecht ausgelastet sei?

Auch die angeblich jetzt beginnende “breite Diskussion” sieht der DBV mit gemischten Gefühlen. Eine Diskussion würde voraussetzen, dass alle Beteiligten über den gleichen Sachstand verfügen. Das ist jedoch nicht der Fall, da beispielsweise die Kostenstruktur streng geheim ist (Pressemeldung DBV, 24.04.12).

Brandenburgs Nahverkehr unter dem Rotstift

Am 23. April fand in Potsdam die Regionalkonferenz des VBB statt.

Hintergrund für die etwas größere Startveranstaltung waren die beabsichtigten Kürzungen aus dem Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (MIL).

Die Veranstaltung bekam gleich zu Beginn einen Dämpfer als betont wurde, dass nur 30 Minuten Diskussionszeit gegeben wird. Damit ging man unbequemen Fragen aus dem Weg.

Minister Vogelsänger versuchte wiederholend deutlich zu machen, warum Brandenburg so extrem sparen muss. Nicht immer wollten die Zuhörer dessen Meinung teilen.

Stolz verkündete Vogelsänger, dass es dennoch zu Angebotsausweitung kommt, durch den neuen Flughafen BER, neue Verbindung nach Berlin hinein und das man die Anbindung nach Polen verbessern möchte, wobei letztere seit Jahren vom Steuerzahler hoch subventioniert werden.

Herr Vogelsänger kritisierte den Deutschen Bahnkunden Verband, weil dieser gegen die Planungen zur Anbindung des Hauptstadtflughafens klagte. Leider hat Vogelsänger gar nicht verstanden, warum gegen die verunglückte Planung protestiert wurde.

Immer wieder wurde das Argument hervorgebracht, dass man nicht wisse, was für Geld ab 2015 zur Verfügung steht. Gleichwohl werden Bestellgelder immer höher und man sieht sich gezwungen im Bahnangebot schmerzliche Streichungen vorzunehmen.

• So werden auf zahlreichen Strecken Tagesrandlagen bzw. Einzelleistungen gestrichen. Aber wer auf gerade diese Angebote angewiesen ist, hat nun ein Problem.

• Auf der recht gut ausgelasteten Strecke Brandenburg – Rathenow kommt es am Wochenende zu einem 2 Std. Takt. Damit startet man den Niedergang dieser Verbindung, denn es wird hier wohl gern mit dem Rotstift argumentiert und schon vor Jahren war diese Verbindung schon einmal in der Diskussion

• Die Bahnstrecken Neustadt/D – Kyritz – Pritzwalk und Pritzwalk – Meyenburg werden zwar noch nicht abbestellt, aber in den Leistungen um ca. 50 % gekürzt.

Die Region soll nun in den kommenden zwei Jahren eine Lösung vorschlagen, wie der ÖPNV aussehen kann und wie dieser finanziert werden soll. Noch strebt der Landkreis den Erhalt des SPNV an. Aber wenn man die Leistungen schon jetzt kürzt, ist kaum noch Handlungsspielraum, wie man den SPNV zukunftsfähig machen kann.

Ab 2015 wird Brandenburg definitiv keine Züge mehr dort bestellen.

Ein hammerhartes Stück, wie man noch sich krampfhaft an den Vorgaben des Koalitionsvertrages halten möchte (keine Streckenabbestellungen), aber nach der Wahl in 2014 hofft die SPD, dass sich dann alles leichter erledigen lässt und man kann Bahnstrecken loswerden.

• Beeskow – Frankfurt/O. wird ebenfalls auf einen weniger attraktiven Zweistundentakt reduziert.

• Zahlreiche Zugangsstellen sollen überprüft werden, seit jahren ist dies schon eine Art von Ausdünnung auf dem bestehenden Netz. Der erhoffte Effekt, wenige Minuten Zeitersparnis und marginale Finanzzahlen, dafür aber weiter Rückzug aus der Region.

- Insgesamt werden so im Paket gesehen „nur“ 2% an Leistungen gestrichen.

Aber das streichen dieser Leistungen ist nur ein Vorgeschmack auf das, was da noch kommen kann.

Nicht umsonst sickerten weitere Informationen aus dem MIL und es darf festgestellt werden, dass das MIL im Moment durch den Koalitionsvertrag nicht stärker den Rotstift ansetzen darf.

Die ländlichen Regionen müssen für den teilweise massiven Ausbau in Berlin Opfer lassen.

Dabei ist nicht immer klar, wie hoch die Berliner Nahverkehrsfinanzierung ist. Oft trägt Brandenburg den größeren Teil der Berliner Nahverkehrsfinanzierung. Das MIL wirkt wie ein zahnloser Tiger.

Man hört auch nicht, das das MIL kritischer und mit Energie gegen die überzogenen Bestellentgelte der DB Netz AG vorgeht. Wo ist die Kritik für die hohen Stationsgebühren? Gleichzeitig muss man feststellen, dass die ewig langen RE Linien Brandenburg und in die Nachbarländer eher zum Fernverkehr gehören sollten. Brandenburg finanziert damit indirekt die Deutsche Bahn durch solche Bestellungen und dabei hat ex Minister Meyer einen überteuerten langfristigen Vertrag mit der Bahn unterschrieben. Heute ist Herr Meyer selber bei der Bahn und die EU Komm interessierte sich für diesen nebulösen Verkehrsvertrag.

Es bleibt immer wieder das Dauerargument – Demographischer Wandel. Wie schön das dieser für alle Sparzwänge herhalten muss. Letztlich werden durch Kürzungen im Nahverkehr die Regionen noch mehr in der Zukunftsfähigkeit geschadet.

Immer wieder betonte man die bessere Anbindung nach Westpolen. Im Moment sind die Züge von und nach Polen schlecht ausgelastet und es ist ein Hohn, wenn Bürger in der Prignitz erfahren, dass ihre Züge gestrichen werden, aber Züge ins Nachbarland jetzt kräftig mit Finanzmittel gefüttert werden.

Da strahlte Herr Vogelsänger, wenn er dem ÖPNV in den Kommunen sogar für Tram und Obus mehr Geld in die Hand geben kann. Für alle Betriebe 5 Mio Euro. Das reicht in keinster Weise. Das land hat sich dagegen schon lange aus der Verantwortung gezogen, um Straßenbahnen oder Obusse zu fördern. Andere Bundesländer sind hier weitsichtiger und vor allem planen die Beschaffung zentral.

Schon in den letzten Jahren wurden Bahnstrecken eingestellt, weil die Potentiale nicht erkannt wurden.

Doch Brandenburg ist im Vergleich zu anderen Bundesländern noch steigerungsreif – Trassen werden verkauft

und damit die Möglichkeit entzogen – ein Verkehrsangebot für die Zukunft zu bewahren.

Brandenburg – Belzig ist ein gutes Beispiel, die Trasse wurde verkauft und inzwischen wurden die Gleise fast

komplett zurückgebaut. Der Weg zur Entwidmung ist damit nicht mehr lang und diese Trasse verloren.

In Brandenburg sind Entwidmungen sehr schnell gemacht, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen schlossen dagegen Trassensicherungsverträge für abbestelle Bahnstrecken ab, damit diese nicht überbaut werden und erste Reaktivierungen zeigen, es war der richtige Weg.

Man spielt Regionen mit dem Ballungsraum Berlin gegeneinander aus. Warum Golm nun ständig mit der Flughafenanbindung von Potsdam ständig als Kopffahrt angefahren werden muss, will und kann ich nicht verstehen. Manche Verdichtung im Raum Berlin mag ich nicht nachvollziehen. Dabei gibt es oft parallele Angebote, welche im ländlichen Raum fehlen.

Für neue Angebote, bessere S-Bahnanbindung – wie die Wiedereherstellung der S-Bahn nach Velten etc. gibt es keine, es sei denn, es wird woanders gespart.

Brandenburg zeigt sich wenig kämpferisch….

gegenüber dem Land Berlin – zur höheren Beteiligung bei der SPNV Finanzierung.

gegenüber DB Netz – wegen der überhöhten Trassenentgelte und Stationsgebühren – welche eine Frechheit darstellen. Gegenüber einen überbezahlten VBB Chef, es war eine Ungeheuerlichkeit, dass Herr Franz gegenüber seinem Vorgänger einen großen Packen Taler mehr bekommt, die genauen Zahlen wurden bei Ihm leider nie veröffentlicht.

Und selbst bei dem bestens genutzten Angebot wären Verbesserungen angemahnt – aber es passiert nichts.

So müssten z.B. die Züge des RE 1 auf 6 oder 7 Wagenzüge verstärkt werden oder gar ab Brandenburg bis Frankfurt alle 20 Minuten verkehren. Die Begründung liegt immer auf der VBB/MIL Argumentation, dass manche Bahnhöfe zu kurze Bahnsteige haben. Doch dann muss gerade bei diesem sehr gut ausgelasteten Zug endlich investiert werden.Die Bahn hatte ja alle Bahnsteige zurückgebaut. Zu DR Zeiten waren diese viel länger.

Mit der Fahrradsaison wird es im Zug wieder sehr eng und es kommt zu Problemen im Zug.

Mit Enttäuschung vernahm ich auch die Meldung, dass Brandenburg – Rathenow an Sa/So

nun nur noch zweistündlich bedient wird. Die Fixkosten für Fahrzeug und Personal sind ja schon

der größte Anteil bei der SPNV Finanzierung. Jetzt bezahlen wir die längeren Pausen von Personal und Triebfahrzeug. Dafür ist es nicht mehr so flexibel zwischen beiden Havelstädten zu fahren.

Und bitte notieren Sie schon jetzt meine Worte – in ein paar Jahren kommt der 2 Stundentakt an Mo-Fr.

Seit Jahrzehnten in Deutschland immer dasselbe Bild – bis schließlich Busse kommen und auch deren Angebot gestrichen wird.

Bahnstrecken werden leider scharf nach Zahlen durchgerechnet und lassen schnell auf den Schluss kommen, dass da gespart werden kann. Die „vergoldete“ Ortsumgehung Wusterwitz für 30 Mio Euro zeigt, Straßen werden gebaut, egal welchen Sinn diese haben.

Ähnlich verweise ich auf den umstrittenen Ausbau der B 102 Richtung Rathenow in Hohenstücken.

Der kurze vierspurige Streifen wird mit großem Aufwand hinzementiert, obwohl es nur ein verschieben des Flaschenhals darstellt und der Flaschenhals ist das eigentliche Problem.

Insgesamt war es eine interessante Veranstaltung. Wurde Herr Vogelsänger kritisiert, reagierte er sehr grob und scharf und griff teilweise die ehrenamtliche Mitglieder der Bahnkundenvertretungen scharf an.

Das Brandenburg hier eine neue Welle von Einsparungen im SPNV und ÖPNV startet und es nicht die letzte sein wird, dass dürfte jedem bei den an den Haaren herbeigezogenen Begründungen aufgefallen sein.

Auch sollte das Land aufpassen sich aus der Verantwortung des ÖPNV zu lösen. Rufbusse und Bürgerbusse können nur begrenzt ein Ersatz für ein ÖPNV Angebot sein und sollten nur im äußersten Notfall zur Anwendung kommen. Findet sich keine Aktiven für einen Bürgerbus, dann könnte einen Region komplett ohne Nahverkehr sein.

Brandenburg braucht ein Grundnetz durch die Schienenbedienung welche auch überregional Interesse findet. Die Feinverteilung obliegt dem Busverkehr, welcher mit den bahnangeboten abgestimmt wird.

Rufbusse sollten nur begrenzt und in problematischen Regionen bzw. Zeiträumen Anwendung finden.

Meine persönliche Meinung zum Bürgerbus bleibt beim – Nein – das Land hat eine Verantwortung und darf diese nicht an engagierte Menschen abwälzen – zu viele Gefahren birgt dieses Konzept.

Brandenburg ist dabei das gute Angebot im SPNV und ÖPNV zu ruinieren – auch mit 2 % Streichungen kann man klein anfangen. Doch Fortsetzung folgt………

Thomas Stranz

Aktionsbündnis gegen Einschränkung des Regionalverkehrs

Die Landesregierung Brandenburg arbeitet an Plänen, das Regionalverkehrsangebot auf der Schiene weiter einzuschränken. Bahnhöfe sollen geschlossen und ganze Linien eingestellt werden. Nachteile für Bevölkerung, Umwelt und regionale Wirtschaft wären die Folge. Nicht zu vergessen der Abbau von Arbeitsplätzen. Das Aktionsbündniss spricht sich gegen diese Kahlschlagpolitik aus.

Brandenburg ist das Bundesland mit dem größten Anteil an Pendlern in Deutschland. Arbeit muss mit öffentlichen Verkehrsmitteln für alle erreichbar bleiben!

Bei Bahnhofsschließungen und Streckenstillegungen werden Fahrten des Natur-, Umwelt- und Kulturtourismus in Richtung Brandenburg sowie Einkaufs- und Erlebnisfahrten von Brandenburg nach Berlin auf das Auto verlagert oder unterlassen. Fahrradfahren wird ohne Bahnanschluss unterbunden und das Wandern erschwert. Brandenburg bietet mit seinen Ausflugszielen, Sehenswürdigkeiten, Landschafts- und Naturräumen ein großes Potential für den nachhaltigen und umweltschonenden Tourismus. Eine Erschließung und Nutzung ohne Bahn ist unvorstellbar.

Für zahlreiche Personengruppen wäre die Erreichbarkeit Brandenburgs nicht mehr bzw. nur noch eingeschränkt möglich:

• Für Fahrradausflüge in Brandenburg wird die Bahn benötigt. In keinen Bus passen 20 Fahrräder!

• Brandenburg wirbt als einziges Bundesland mit einem Konzept für das Wandern von Bahnhof zu Bahnhof (“100 Wanderbahnhöfe”). Viele dieser Bahnhöfe wären von der Schließung betroffen.

• Ausflugsgruppen mit Rollstuhlfahrern und mobilitätseingeschränkte Pendler benötigen ebenfalls die Bahn. Der reguläre Einsatz von behindertengerechten Bussen ist oft die Ausnahme. Die Mitnahme ist auf maximal zwei Rollstühle pro Bus begrenzt.

• Der Ein- und Ausstieg von mobilitätseingeschränkten Menschen in Busse ist ungleich schwerer als in Schienenfahrzeuge. Reise- und Linienbusse haben keine behindertengerechte Toilette.

Wander- und Radtouristen sind zwei wichtige Zielgruppen in der Tourismuspolitik. Werden Bahnhöfe geschlossen und Verbindungen abbestellt, brechen diese zwei wichtigen Eckpfeiler weg.

Die Unterzeichner fordern von der Brandenburger Landesregierung:

1. Die notwendige gute und verlässliche Erreichbarkeit aller Regionen mit öffentlichen Verkehrsmitteln für alle Menschen sicherzustellen.

2. Vor dem Hintergrund der Herausforderungen wie zunehmenden Umweltproblemen, demografischem Wandel und verändertem Mobilitätsverhalten ist eine Erreichbarkeit aller Brandenburger Regionen für Schüler, Berufspendler, Touristen und mobilitätseingeschränkte Menschen ohne eigenen Pkw zu gewährleisten.

3. Brandenburg ist zu einer Modellregion der Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu entwickeln (Pressemeldung Aktionsbündnis “Rettet Brandenburgs Regionalverkehr”, 23.04.12).

SPNV Brandenburg – Reduzierung des Bestellvolumens um ca. 2 Prozent

Perspektivnetz Brandenburg. Quelle Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft.
Gegenüber dem Jahr 2012 muss das Bestellvolumen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) in Brandenburg reduziert werden, bleibt aber immer noch über dem Niveau von 2011. Dies hat Verkehrsminister Jörg Vogelsänger beim heutigen Auftakt der Regionalkonferenzen des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB) in Potsdam dargestellt. Vogelsänger informierte auch über die Eckpunkte für den neuen Landesnahverkehrsplan der Jahre 2013 bis 2017 – der Auftakt einer breiten Diskussion.
Vogelsänger: “Die Landesregierung steht auch in Zukunft für einen starken öffentlichen Personnahverkehr (ÖPNV). Linienabbestellungen, wie sie zurzeit in vielen Landesteilen befürchtet werden, wird es zum neuen Jahr nicht geben. Obwohl uns die enormen Kostensteigerungen für Infrastruktur und Energie zu einer moderaten Angebotsanpassung, vor allem bei schwach ausgelasteten Zuglinien, zwingen, muss keine Region Angst davor haben, vom SPNV abgehängt zu werden.”
Gegenüber dem hohen Niveau dieses Jahres plant die Landesregierung, das Bestellvolumen bei den Bahnunternehmen 2013 um rund zwei Prozent zu reduzieren. Betroffen sind vor allem einzelne Züge, die nur von sehr wenigen Fahrgästen genutzt werden und für die laut Prognosen auch in den kommenden Jahren ein weiterer Einnahmerückgang erwartet wird. Neben 32 Millionen Zugkilometern im Regionalverkehr werden etwa 3,9 Millionen Zugkilometer anteilig im S-Bahn-Netz bestellt –insgesamt fast 2 Millionen Zugkilometer mehr als Jahr 2011. “Eine leistungsfähige S-Bahn bleibt für die vielen Brandenburger Pendler des Berliner Umlands unverzichtbar. Dem werden wir auch in Zukunft trotz enger finanzieller Spielräume gerecht”, sagte der Minister.
Der Finanzrahmen für Verkehrsbestellungen durch das Land wird in den kommenden Jahren deutlich geringer. Die Regionalisierungsmitteln des Bundes sind nur noch bis 2014 festgeschrieben und damit gesichert. Brandenburg kämpft derzeit mit den anderen Bundesländern beim Bund um eine Fortschreibung dieser Mittel für den Regionalverkehr.
Schließlich werden die Fahrgäste auch weiterhin über moderate, an die Preissteigerungen angepasste Ticketpreise zur Kostendeckung beitragen müssen. Hier den Hebel anzusetzen und über Gebühr an den Preisen zu schrauben, entspreche nicht dem Grundsatz Brandenburger Verkehrspolitik. “Die öffentlichen Verkehrsmittel müssen für die Menschen bezahlbar bleiben”, betont Vogelsänger.
Mit Blick in die Zukunft müsse für alle Brandenburger Regionen gelten: “Brandenburg wird auch weiterhin über einen leistungsstarken Bahnverkehr verfügen. Neubestellungen werden nur noch auf Kosten von Leistungskürzungen an anderer Stelle möglich sein”, bekräftigt der Minister. Welche Gestaltungsräume vor diesem Hintergrund noch möglich sind, gelte es bei der aktuellen Novelle zum ÖPNV-Gesetz des Landes und zum Landesnahverkehrsplan 2013 bis 2017 auszuloten. Dazu werden derzeit drei finanzierbare Zielnetze (2013, 2016 sowie “Perspektivnetz Brandenburg”) entwickelt.
Die landesweite Diskussion zum Landesnahverkehrsplan ist damit eröffnet. Minister Vogelsänger lädt alle Beteiligten und Interessenten ein, sich bis zum 5. Juni einzubringen. Planmäßig zum 1. Januar 2013 sollen das neue ÖPNV-Gesetz und der Landesnahverkehrsplan in Kraft treten (Pressemeldung Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, 24.04.12).

Berlin: VBB-Fahrgastforum fordert sofortige Einstellung des Bedarfs-Kneeling

Das Fahrgastforum des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) lehnt die Pläne der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ab, das automatische Absenken der Busse an Haltestellen durch ein sogenanntes fahrgastbezogenes Bedarfs-Kneeling zu ersetzen. Das Fahrgastforum fordert die BVG auf, zu dem bisherigen – seit Jahren – bewährten System unverzüglich zurückzukehren und das bereits begonnene Pilotprojekt mit sofortiger Wirkung einzustellen. Damit alle Menschen in Berlin weiterhin ohne Einschränkungen mobil unterwegs sein können, fordert das Fahrgastforum außerdem den Senat von Berlin auf, eine derartige Regelung nicht zur Wirklichkeit werden zu lassen.

In seiner Sitzung im März 2012 hat das Fahrgastforum des VBB über Barrierefreiheit in Bussen und Bahnen ausführlich diskutiert. Hintergrund sind die Pläne der BVG, das sogenannte Kneeling bei den Bussen wieder abzuschaffen. Beim Kneeling handelt es sich um das automatische Absenken von Bussen an Haltestellen, um die Einstiegshöhe auf ein Minimum zu reduzieren. Die BVG beabsichtigt das automatische Kneeling durch ein sogenanntes fahrgastbezogenes Bedarfs-Kneeling, das nur noch auf Anforderung eines Fahrgastes erfolgen soll, zu ersetzen.

Das Fahrgastforum des VBB verweist auf die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung, zu deren Umsetzung sich auch der Senat von Berlin verpflichtet hat. Dazu gehört unter anderem, dass die Barrierefreiheit nicht die Ausnahme sondern der Normalfall ist. Barrierefreiheit bedeutet nicht nur die Zugänglichkeit für Menschen mit Behinderungen sondern auch für ältere Menschen, die auf Gehhilfen angewiesen sind oder Personen mit Kleinkindern und Kinderwagen.

Bei dem Bedarfs-Kneeling wird die Mobilität vieler Menschen in Berlin in einem erheblichen Maße eingeschränkt. Auch sind viele Formen körperlicher Einschränkungen durch die Busfahrer in keiner Weise zu erkennen, zu bewerten und einzuschätzen. Fahrgäste werden so bei jedem Ein- und Ausstieg zu Bittstellern. Das ist unzumutbar und keineswegs hinnehmbar.

Das Fahrgastforum des VBB besteht aus 24 Mitgliedern. Davon sind 8 Mitglieder in Verkehrs- und Umweltverbänden organisiert. 16 Mitglieder sind Bürgerinnen und Bürger aus Berlin und Brandenburg. Das Fahrgastforum trifft sich vier Mal im Jahr. Ziel ist es, den Dialog zwischen den Fahrgästen, den Verkehrs- und Umweltverbänden, den Verkehrsunternehmen und dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg zu führen. Das Fahrgastforum soll die Wünsche und Meinungen der Berliner und Brandenburger Bevölkerung an ein kundenorientiertes Nahverkehrssystem besser und direkter in die Arbeit des VBB einfließen lassen (Pressemeldung VBB, 23.04.12).

BRB Gleissperrung – Erneuerung Mischwasserkanal in der Großen Gartenstraße

Am Samstag, den 21.04.2012 und Sonntag, den 22.04.2012 treten wegen Erneuerung des Mischwasserkanals in der Großen Gartenstraße nachfolgende Änderungen im Straßenbahnverkehr auf:

Samstag, den 21.04.2012

Linie 1: entfällt

Linie 2: entfällt

Linie 1-2:

- verkehrt ab 06:14 Uhr bis 20:14 Uhr alle 30 Minuten ab Anton-Saefkow-Allee zur Quenzbrücke und 20:42 von Anton-Saefkow-Allee nach Hohenstücken Betriebs-hof.

- verkehrt ab 6:46 Uhr bis 20:16 Uhr alle 30 Minuten ab Quenzbrücke zur Anton-Saefkow-Allee und 20:36 Uhr von Quenzbrücke nach Hohenstücken Betriebshof

- Fontanestraße bzw. Fouquéstraße besteht Anschluss mit Linie 6.

Linie 6:

- verkehrt nach Haltestelle Neustädtischer Markt über Sankt-Annen-Straße und Geschwister-Scholl-Straße zum Hauptbahnhof auf das Gleis 2 (Ein- und Aus-stieg auf dem Mittelbahnsteig) und von dort zurück nach Hohenstücken Nord.

- Die Haltestellen Steinstraße, Jacobstraße, Große Gartenstraße und Blumenstra-ße werden nicht bedient.

Sonntag, den 22.04.2012

Linie 6:

- Linienführung wie am Samstag, den 21.04.2012

Wir bitten um Beachtung.

Ihre Verkehrsbetriebe

Brandenburg an der Havel GmbH

Erreichbarkeit der Straßenbahnhaltestelle „Hohenstücken Betriebshof“

Ab Montag, den 23.04.2012 08:00 Uhr bis Mittwoch, den 25.04.2012 Betriebsschluss ist wegen Asphaltarbeiten in der Rathenower Landstraße die Straßenbahnhaltestelle „Hohenstücken Betriebshof“ von und zum Wohngebiet Hohenstücken nicht erreichbar.

Fahrgäste von und zum Wohngebiet Hohenstücken nutzen bitte die Haltestellen „August-Bebel-Straße“, „Am Silokanal“ oder „Willibald-Alexis-Straße“.

Wir bitten um Beachtung.

Ihre

Verkehrsbetriebe

Brandenburg an der Havel GmbH Weiterlesen

Städtebahn Belzig – Brandenburg ist nun Geschichte

….sind Strecken abbestellt, werden in vielen Bundesländern Trassensicherungsverträge geschrieben, um den Verkehrsbedarf zu einer späteren Zeit gerecht zu werden. Das Überbauen einer Trasse hätte nämlich fatale Folgen. In Brandenburg werden dagegen mit Billigung des Ministeriums mit Verweis auf das AEG Strecken gleich zurückgebaut und auch entwidmet.

Eigentlich wollte man nie daran glauben, dass die Abbestellung der Strecke Brandenburg – Belzig ein endgültiger Akt gewesen sein soll. Denn ich kenne die Züge und wenn auch immer die Fahrgastzahlen für die politische Rechengröße nicht gereicht haben, die Züge waren besetzt – trotz Busparallelverkehr.

Und bei letzterem bestand das Problem. Der Landkreis favorisierte den eigenen Busbetrieb VGB.

Das man damit ein Stück des Netzsystem Bahn zerstört und eigentlich eine überregionale Mobilitätskette damit verliert, dass interessierte auch nicht im Ministerium in Potsdam.

Eher ist man erstaunt, wie im MIL argumentiert wird. Hier zählen nur die Zahlen und Fakten und ist die Strecke nicht im gewünschten Bereich, wird abbestellt.

Welcher Schaden für eine Region damit angereichtet werden kann, dass interessiert nicht.

Das MIL kommt mit Argumenten, wie wir sie aus den 70ern in den alten Bundesländern kennen.

Der Bus gilt mal wieder als das Alheilmittel und wird somit hofiert und die neuerliche Ankündigung, dass weitere Strecken abbestellt werden, zeigt, dass der Bahnverkehr in der Fläche in Brandenburg platt gemacht werden soll.

Wir halten dies unverantwortlich für die Zukunft der ohnehin schon gebeutelten Regionen. Allen Demografiediskussionen zum Trotz, mit solchen Maßnahmen werden Regionen noch nachhaltiger geschädigt und das Abwandern von jüngeren Menschen beschleunigt.

Sicherlich muss auch mit Augenmaß gewertet werden, ob sich bahnverkehr lohnt. Die Fahrgastzahlen sind dabei jedoch eine Komponente, um die Zukunftsfähigkeit einer Strecke zu bewerten. Aber weitere Komponenten wie Touristische Erschließung, mögliche Aktivierung von Güterkunden zur Entlastung der Straßen, Umleiterstrecken, vermeiden von Bahn/Bus Parallelverkehren, Anbindung der Region etc. -wären mit einzubeziehen. Das man bei Straßen nicht rechnet sehen wir an sinnlosen Projekten wie „Autobahnzubringern“ welche die Wirtschaft „ankurbeln“ sollen.

Manchmal kostet dieser Schwachsinn Millionen – siehe Ortsumfahrung Wusterwitz – und dann zieht man an der Notbremse, aber das Geld ist verbaut.

Zurück zu Brandenburg – Belzig. Hier herrschte einst dichter Güterverkehr, heute werden Güterzüge auf der Magistrale Magdeburg – Brandenburg – Seddin eng in das Trassenangebot gepresst. Umleiterstrecken wie Wiesenburg – Güterglück oder Brandenburg – Belzig sind nicht mehr nutzbar.

Die Strecke hätte mit abgestimmten Busverkehr mit Sicherheit eine gute Chance haben können. Allein die Erschließung des Naturparkes Fläming, Schülerverkehre, schnellere Anbindung von Brandenburg in Richtung Dessau hätten Potential geboten.

Immerhin hatte man lange Hoffnung, dass mit der Zeit hier doch noch von Seiten der Politik bzw. Aufgabenträger neue Ideen und Willen für den Erhalt der Bahnstrecke kommen möge.

Das die Firma Prinsen nun aber die Strecke abbaut, dass war ein bitterer Schlag.

Das MIL schaut dabei untätig zu und stellt sich schützend hinter die geltende Gesetzgebung.

Nicht einmal eine Trassensicherung ist vorgesehen und die rage der Entwidmung des Streckenkörpers ist damit nur noch eine Frage der Zeit.

Keiner kann heute die Verkehrsbedarfe in den nächsten Jahrzehnten abschätzen. So manche Bahnstrecke konnte aus dem Dornröschenschlaf geweckt werden, allein in Brandenburg haben Minister Vogelsänger und seine Leute hier eine andere Meinung und lassen die Kahlschlag im Nebenbahnnetz zu.

Ich kann nur jedem empfehlen – wenn man es in die Hände bekommen sollte – das Programm „Zielnetz 2000“ sich einmal anzuschauen. Hier wurde in einer gut bezahlten Studie noch ein Gesamtkonzept für Brandenburgs Schienenwege vorgelegt.

Leider blieb von diesen guten Plänen nicht mehr viel übrig.

Dafür bauen wir weitere Autobahnen sechsspurig aus und für die Bürger auf dem Land bleibt nur noch der Rufbus….

Nebenbahnen im Land Brandenburg gibt es bald nicht mehr!