Sachsen-Anhalt – Kahlschlag auf Nebenbahnnetz ins Gespräch gebracht

Kaum im Amt, hat Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) sich schon gedanken über des Bahnnetz in seinem Land genmacht. Noch in den 90ern gab es Gutachten und Projekte zum thema Flächenbahn und deren Erhaltung. das bauhaus wurde mit seinem Wissen und Know How mit beteiligt.

Doch mit der zweiten Dähre Ära ging es zuende. Selbst Strecken deren Fortbestand nie diskutiert wurde (Oebisfelde-Salzwedel) verschwanden von der Landkarte, wie auch das gesamte Jerichower Netz. 

Nun wurde angekündigt, dass 11 weitere Landesbuslinien vorgesehen sind.

Dafür haben wir erst mit der touristisch orientierten Strecke Berga Kelbra-Stolberg ein Beispiel gehabt, wie man einen Bahnbetrieb vollends ruinieren kann und der Schaden für die Region wird sich in den Übernachtungszahlen bemerkbar ,machen, denn wenn der Zug nicht fährt kommen noch mehr Autos – und Autos und Motorräder hat das romantische Städtechen Stolberg schon zu viele.

Herr Webel will nun weitere 10 Strecken wegen zu geringe Fahrgastzahlen streichen. Es wirtd nicht nach Ursachen gesucht, Fakten zählen und dann kommt der Rotstift.

Nicht bestätigt ist folgende Liste: Halberstadt-Blankenburg; Laucha-Wangen; Merseburg-Schafstädt; Mücheln-Querfurt; Klostermansfeld-Wippra; Stendal-Tangermünde; Zeitz-Weißenfels; Bernurg-Calbe.

Ausdünnen wird man auch das Angebot zwischen Wittenberg und Falkenberg, sowie Rathenow und Stendal.

Ausgeprochene Problemstrecken sind auch Dessau-Wörlitz und Wittenberg-Bad Schmiedeberg, welche aber Regional sehr großen Zuspruch und Unterstützung finden.

Man muss nun abwarten, was passieren möge – fakt ist, ein IST Zustand werden wir nicht mehr erleben, so lange Politiker zig neue Autobahnen, Bundesstraßen (N) und Umgehungsstraßen bauen – ohne zu fragen ob diese sich rechnen. gerade die B(N) haben den tollen effekt, sie sind keine Autobahn – aber vierspurig und für den langsamen Trecker übers Land baut man links und rechts noch zwei Fahrspuren…..

Wenn das sich rechnet, ist mit Sicherheit auch noch genug Geld da und wir könnten sogar wieder von Hohenwulsch nach Kalbe fahren….

Thomas

 

Berlin: VBB fordert schnell wirksames Notfallkonzept bei der S-Bahn

Der Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg, Hans-Werner Franz zum heutigen Ausfall des S-Bahnverkehrs:

“Es darf nicht sein, dass ein Stromausfall fast das gesamte S-Bahnsystem in der Bundeshauptstadt über Stunden in den Kollaps treibt und zehntausende Fahrgäste auf der Strecke bleiben. Offenbar sind Notfallkonzepte entweder nicht vorhanden oder nicht ausreichend, um ein solches Desaster, wie wir es heute erlebt haben, zu vermeiden. Der VBB fordert die zuständige DB Netz AG auf, umgehend Vorkehrungen zu treffen, dass dieser desolate Zustand abgestellt wird. Offensichtlich fehlt aber auch ausreichend geschultes Betriebspersonal, damit die vorhandenen Notbedienplätze in den dezentralen Anlagen der elektronischen Stellwerke besetzt werden können. Bei einem Stromausfall in der Betriebszentrale, wie wir ihn heute erlebt haben, könnten diese Betriebseisenbahner die örtliche Bedienung übernehmen und der Verkehr könnte zumindest eingeschränkt aufrecht erhalten werden. Hier rächt sich der überzogene Personalabbau der letzten Jahre beim DB-Konzern. Durch fehlendes Personal gibt es trotz vorhandener Technik keine funktionierenden Rückfallebenen, wie zum Beispiel einen eingeschränkten Notverkehr (Pressemeldung VBB, 16.12.11).

Berlin: DBV fordert nachhaltige Konsequenzen zur S-Bahn

 

Seit heute Vormittag dreht sich wieder einmal kein S-Bahn-Rad. Nicht wegen des Wetters oder unterlassener Instandhaltung. Wieder einmal ist an einem wichtigen Knotenpunkt der Strom ausgefallen. Eine Betriebszentrale, verantwortlich für die Steuerung und Überwachung fast des gesamten Berliner Regional- und S-Bahn-Verkehrs, ist seit Stunden stromlos.

Im Mai brannte am Bahnhof Ostkreuz eine Kabelbrücke. Über mehrere Tage fuhren die Berliner S-Bahnen nur eingeschränkt. Es gab keine Notfallpläne, keine Reserven, keine zusätzlichen Kapazitäten, die den Ausfall hätten auffangen können. Und jetzt? Strom kann immer unvorhergesehen ausfallen. Dafür werden Notfallkonzepte und zusätzliche Anlagen bereitgehalten, die im Fall des Falles sofort einspringen können. Sie werden für den Normalbetrieb nicht gebraucht, sind aber für den Ernstfall unverzichtbar.

Warum gibt es für die jetzt stromlose Betriebszentrale keine Reserveanlagen und -leitungen, die sofort hätten aktiviert werden können? Jedes Wirtschaftsunternehmen ist für einen solchen Fall gerüstet — nur der ‘Global Player’ DB AG offenbar nicht.

Der DBV-Landesverband fordert deshalb wirksame und nachhaltige Konsequenzen. Ausfälle und Störungen, die wegen nicht vorhandener Reserven noch stunden- oder tagelang nachwirken, sind in den vergangenen Jahren viel zu häufig vorgekommen, ohne dass die entsprechenden Reserven aufgebaut und vorgehalten werden.

Zur Erinnerung: Während die Verkehrsunternehmen des DB-Konzerns eigenwirtschaftlich handeln, ist die Infrastruktur — und hierzu gehört auch die ausgefallene Betriebszentrale — im Bundeseigentum. Bundesverkehrsminister Ramsauer muss endlich dafür sorgen, dass zu jeder Tages- und Nachtzeit, im Sommer wie im Winter, einen stabilen und zuverlässigen Eisenbahnverkehr gibt (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband, 16.12.11).

Berlin: Totalausfall der S-Bahn

Wegen eines Stellwerksausfalls kam es am 15.12.11 zu umfangreichen Behinderungen im gesamten Berliner S-Bahn-Netz, vor allem im Innenstadtbereich. Auch der Bahn-Regional- und Fernverkehr in Berlin und Brandenburg waren zum Teil betroffen. Stadtentwicklungssenator Michael Müller zur aktuellen Situation der S-Bahn am 15.12.11: Ich hoffe, dass die S-Bahn ihr technisches Problem heute noch und so schnell wie möglich in den Griff bekommt. Dass die gesamten Züge der S-Bahn durch einen einzigen Stellwerkdefekt ausfallen, ist kaum vorstellbar.

Das wichtigste ist jetzt, dass gerade in den Stadtrandbereichen ein Ersatzverkehr von der DB organisiert wird und die Fahrgäste nicht bei dieser Kälte an den Haltestellen stehen bleiben müssen. Ich weiß, dass die BVG ihr möglichstes tut und jedes Fahrzeug auf die Strecke bringt. Die U-Bahnen fahren mit der größtmöglichen Fahrzeuglänge und das Kontrollpersonal informiert, statt zu kontrollieren.

Ich habe mit der Geschäftsführung der S-Bahn gesprochen und sie aufgefordert, sich vor allem um die Kundeninformation und den Ersatzverkehr zu kümmern. Staatssekretär Christian Gaebler macht sich vor Ort ein Bild von der Situation (Pressemeldung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, 16.12.11).

Berlin: Technisches Versagen bei routinemäßiger Systemüberprüfung

“Abweichende Betriebssituation” auf dem Server der Berliner S-Bahn-GmbH, sofern er überhaupt erreichbar war. Wartende Fahrgäste ohne Information neben einem nicht fahrenden Zug. Fotos Sebastian Schrader.

Planmäßige Kontrollarbeiten an der Stromversorgung im elektronischen Stellwerk Halensee haben am 15.12.11 den zeitweisen Ausfall des Bahnbetriebs in weiten Teilen des Berliner Netzes verursacht.

Bei einem Umschaltvorgang, mit dem in regelmäßigen Abständen die Notstromversorgung überprüft wird, kam es zum Ausfall eines Bauteiles. Aus bislang nicht geklärter Ursache versagte auch das vorhandene Reservesystem.

In der Zeit von 11.45 Uhr bis 14.40 Uhr war daher in weiten Teilen des Netzes im Westteil der Stadt die Signaltechnik gestört.

Die Umschaltung ist Teil eines regelmäßigen Systemchecks, der im Abstand von zwei Monaten routinemäßig stattfindet. Die Systemüberprüfung ist in den vergangenen Jahren bereits dutzendfach durchgeführt worden, ohne dass es zu Auffälligkeiten gekommen ist.

Die Deutsche Bahn bedauert die durch die Störung entstandenen Unannehmlichkeiten sehr. Eine genaue Untersuchung des Vorfalls ist eingeleitet (Pressemeldung Deutsche Bahn, 16.12.11).

Brandenburg: Wettbewerbsverfahren “Netz Ostbrandenburg” veröffentlicht

 

Die Länder Berlin und Brandenburg schreiben mit dem sogenannten “Netz Ostbrandenburg” neun Regionalbahnstrecken in einem Wettbewerbsverfahren aus. Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) ist beauftragt worden, das Verfahren federführend umzusetzen. Die entsprechende Bekanntmachung wurde im europäischen Amtsblatt veröffentlicht.

Die Schienenverkehrsleistungen auf dem “Netz Ostbrandenburg” werden für eine Vertragslaufzeit von Dezember 2014 bis Dezember 2024 ausgeschrieben. Sie umfassen ein jährliches Volumen von rund 4,9 Millionen Zugkilometern. Auf das Land Brandenburg entfallen dabei etwa 4,2 Millionen und auf das Land Berlin ca. 0,6 Millionen Zugkilometer. Die Ausschreibung der neun Regionalbahnstrecken erfolgt in zwei Losen, wobei die vier Ländergrenzen überschreitenden Linien ein Los bilden. Im “Netz Ostbrandenburg” sind folgende Regionalbahnlinien zusammengefasst:

• R12 Berlin – Templin

• R25 Berlin – Werneuchen

• R26 Berlin – Küstrin-Kietz – Kostrzyn

• R35 Fürstenwalde (Spree) – Bad Saarow Klinikum

• R36 Königs Wusterhausen – Beeskow – Frankfurt (Oder)

• R54 Berlin – Löwenberg (Mark) – Rheinsberg (Mark)

• R60 Eberswalde – Frankfurt (Oder)

• R61 Angermünde – Schwedt (Oder)

• R63 Eberswalde – Joachimsthal

Während der Vertragslaufzeit ist eine Weiterführung der Linie R26 nach Gorzów Wlkp. (Polen) vorgesehen. Dazu soll das ab Dezember 2014 beauftragte Eisenbahnverkehrs-unternehmen mit dem Betreiber des polnischen Streckenabschnitts einen Kooperationsvertrag abschließen.

Durch die Ausschreibung des “Netzes Ostbrandenburg” befinden sich nunmehr über 91 Prozent der Schienennahverkehrsleistungen auf dem Gebiet der Länder Berlin und Brandenburg im Wettbewerb. Rechnet man das im Sommer 2012 anlaufende Vergabeverfahren “Netz Nordwestbrandenburg” (Prignitz-Express) hinzu, so ergibt sich für das kommende Jahr sogar eine Wettbewerbsquote von rund 99 Prozent.

Seit 10 Jahren werde im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg konsequent auf Wettbewerb im Schienennahverkehr gesetzt, sagt VBB-Geschäftsführer Hans-Werner Franz, davon profitierten die Fahrgäste und auch die Länder als Besteller der Verkehrsleistung: “Wettbewerb bringt bessere Leistungen und mehr Angebot. Auf nahezu allen Strecken in Berlin und Brandenburg gelten inzwischen hohe einheitliche Qualitätsstandards und ab Dezember 2015 werden wir den Fahrgästen dann flächendeckend überall neue oder modernisierte Fahrzeuge, Barrierefreiheit, Personal in jedem Zug und weitere Komfortverbesserungen anbieten. Ausschreibungsgewinne der Länder fließen wieder zurück in die Bestellung, so dass wir auch mehr Verkehr auf die Schiene bringen können.” (Pressemeldung VBB, 15.12.11).

Mecklenburg-Vorpommern: Veränderte Ausschreibung Teilnetz Ost-West

Bei der Vorbereitung der Ausschreibung des SPNV-TeilNetzes Ost-West in Mecklenburg-Vorpommern läuft es nicht ganz rund. Der vor einem Jahr bekannt gegebene Beginn des Vergabeverfahrens am 21.11.2011 konnte nicht eingehalten werden.

Zudem teilte das ausschreibende Ministerium am 10.12.2011 im Tender electronicaly daily TED 2011/S 238-383418 mit, dass man das Verfahren ändert und von einer Gesamtvergabe auf eine losweise Vergabe umstellt.

Daneben wurde die zu fahrende Kilometerleistung von ca. 5,7 Millionen Zugkilometer jährlich auf ca. 5,4Millionen Zugkilometer reduziert – vermutlich infolge des Verzichtes auf die Strecke Neustrelitz – Mirow; neu taucht dagegen.die seit 2000 nicht mehr regelmäßig bediente Strecke Karow-Plau am See auf, die jedoch nur saisonal befahren werden soll.

Die Lose:

Los “Güstrow” enthält die Strecken

• Lübeck – Bützow – Neubrandenburg – Grambow (- Szczecin)

• Lübeck – Bad Kleinen

• Bützow – Pasewalk

• Pasewalk – Ueckermünde

Los “Parchim” enthält die Strecken

• Schwerin – Hagenow Stadt

• Rehna – Schwerin – Parchim

• Hagenow Stadt – Ludwigslust – Parchim – Waren (Müritz) – Neustrelitz

• saisonal Teillinie Plau am See – Waren (Müritz). (neu)

Nicht mehr enthalten: Neustrelitz – Mirow

Die Verkehre sollden unverändert zum internationalen Fahrplanwechsel Mitte Dezember 2014 starten (Peter Klotz, Quelle Amtsblatt der EU, weitere Hintergrundinformationen, 13.12.11).

Berlin/Brandenburg: Licht und Schatten beim Fahrplanwechsel

Der Fahrplanwechsel zum 11. Dezember in Berlin und Brandenburg ist insgesamt gut verlaufen. Der Verkehr durch den Nord-Südtunnel verlief weitgehend planmäßig. Verspätungen gab es am Morgen bei den umgeleiteten Zügen der Linien RE1 und RB21. Der Umstieg von der Linie S3 zu den weiterführenden Linien am Ostkreuz funktionierte zumeist reibungslos. Große Probleme gab es allerdings auf der Regionalexpress-Linie RE2 von und nach Cottbus.

Nach Beobachtungen des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg ist die Umstellung auf den neuen Fahrplan an vielen Stellen zufriedenstellend umgesetzt worden. Die Regionalexpress-Linien RE3, RE4 und RE5 verkehrten weitgehend fahrplanmäßig. Die Ostdeutsche Eisenbahn (ODEG) nahm den Betrieb auf den Linien OE33 und OE51 auf. Die neuen Verbindungen der Linien RE6 und NE27 zum Bahnhof Berlin Gesundbrunnen sowie der RB10 zum Berliner Hauptbahnhof wurden gut angenommen. Fahrgäste der S-Bahnlinie S3 aus Richtung Erkner konnten am Ostkreuz ohne großes Gedrängel auf andere S-Bahnen umsteigen.

Auch der Umstieg der Fahrgäste, die wegen der Fernbahnsperrung zwischen Wannsee und Charlottenburg die S7 nutzen, verlief weitgehend störungsfrei. Die S-Bahnen fuhren alle mit maximaler Länge und waren gut besetzt, aber nicht überfüllt. Die umgeleiteten Züge der RE1 und der RB 21 über Golm und Spandau verspäteten sich teilweise um bis zu 10 Minuten. Diese Züge bieten noch freie Plätze und umsteigefreie Verbindungen für Reisende zwischen Potsdam Charlottenhof, Potsdam Park Sanssouci, Golm und Berlin.

Unzureichend war die Information für die Fahrgäste bzgl. der Grunewaldsperrung vor allem an den Bahnhöfen. Hier erwartet der VBB Verbesserungen durch zusätzliche Aushänge und Lautsprecherdurchsagen. Die Informationen in den Zügen waren dagegen aus Sicht des VBB weitgehend zufriedenstellend.

Große Probleme bereitete der Fahrplanwechsel den Fahrgästen auf der Regionalexpresslinie RE2. Hier kam es zu Verspätungen von bis zu 40 Minuten. VBB-Geschäftsführer Hans-Werner Franz: “Anlaufschwierigkeiten bei einem solch umfangreichen Fahrplanwechsel gibt es immer, doch die offenbar technischen Probleme auf der neu ausgebauten Strecke sind nach einem Jahr Vorbereitungszeit unverständlich und völlig inakzeptabel. Statt der 20 Minuten Zeitersparnis von und nach Cottbus hatten wir heute unzumutbare Verspätungen! Für die Umsetzung des Fahrplanwechsels können wir hier allenfalls die Note ‚ausreichend’ vergeben. Hier müssen die Ursachen umgehend geklärt und beseitigt werden.” (Pressemeldung VBB, 13.12.11).

Brandenburg: Königs Wusterhausen – Lübbenau jetzt mit 160 km/h

 

Dr. Joachim Trettin, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für das Land Brandenburg, bei der Vorstellung der Reisezeitverkürzung in Lübben. Fotos Bodo Schulz.

Die Reise im Regional-Express Cottbus – Berlin dauert seit heute Morgen nur noch 69 Minuten. Alle EC-, IC- und RE-Züge sind hier nun mit Geschwindigkeiten bis zu 160 km/h unterwegs. Insgesamt investierte die Deutsche Bahn rund 140 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung und aus Eigenmitteln. Bahn, Bund und Land hatten sich zuletzt gemeinsam für den Ausbau des 60-Kilometer-langen, zweigleisigen Streckenabschnitts Königs Wusterhausen–Lübbenau eingesetzt.

Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger und Dr. Joachim Trettin, Konzernbevollmächtiger der Deutschen Bahn AG, nahmen heute in Lübben nicht nur den Abschnitt Königs Wusterhausen–Lübbenau offiziell wieder in Betrieb, sondern feierten auch die Reisezeitverkürzung von rund 20 Minuten zwischen Berlin und Cottbus. Mit der Zeitersparnis rückt auch der neue Flughafen Berlin Brandenburg zeitlich näher nach Cottbus.

Von Juni bis Dezember 2008 hatte die Bahn den Abschnitt Lübbenau–Cottbus mit mehr als 20 Millionen Euro aus Bestandsnetzmitteln erneuert und sich damit zu der für Berlin wichtigsten Strecke in die Lausitz bekannt. Davor waren bei Halbe fast 12 Millionen Euro für einen stabilen Bahndamm im Dahmetal verwendet worden. Weitere Moorstellen entlang der Strecke blieben eine besondere Herausforderung bei den späteren Arbeiten. Im Mai 2010 begann der Streckenausbau im Abschnitt Königs Wusterhausen–Lübbenau.

Mit Elektronischen Stellwerken in Cottbus, Königs Wusterhausen und Lübbenau wird die gesamte Strecke von der Betriebszentrale der Bahn in Berlin-Pankow sicher und zuverlässig ferngesteuert. Der Bahnkörper, Gleise, Weichen, Signale und Telekommunikationsanlagen wurden von Grund auf erneuert. Das betraf auch insgesamt 78 Bahnübergänge auf den 87 Kilometern zwischen Königs Wusterhausen und Cottbus, die den aktuellen Sicherheitsstandards entsprechend neu oder ausgebaut wurden. Alle Bahnsteige zwischen Königs Wusterhausen und Cottbus wurden einschließlich neuer Beleuchtung, Zuwegung und Reisendeninformation neu- oder umgebaut.

Über die Auswirkungen auf den Zugverkehr hatte die Bahn rechtzeitig und ausführlich informiert. Die Deutsche Bahn dankt den Anwohner entlang der Strecke für das entgegengebrachte Verständnis während der Bautätigkeit (Pressemeldung Deutsche Bahn